Optische Anzeige von Blowdowns und Blowups

Das vk1 wurde nach zweijähiger Erprobung mit zusätzlichen Anzeigen für Blowdowns* und Blowups* ausgestattet. Da der Auditor bei diesem automatischen E-Meter gar nichts mehr tun muss, führte das in der Vergangenheit gelegentlich dazu, dass größere Veränderungen des Tonarms* zu spät bemerkt oder ganz übersehen wurden. Besonders im Solo-Auditing* möchte nicht jeder neben der Nadel auch den Tonarmzähler* im Auge behalten müssen.

Die zusätzliche Anzeige, die nun Standard ist, schafft Abhilfe und gibt hinsichtlich dieser Sache absolute Sicherheit. Die Skala wurde mit einer roten und einer blauen Leuchtdiode ausgestattet. (Später wurden die LEDs außerhalb der Skala montiert.) Wenn der Tonarm um 0.1 Abschnitte* oder mehr absinkt, leuchtet die blaue LED* auf. Sie signalisiert dem Auditor, dass in diesem Augenblick gerade ein Blowdown stattfindet, dass es zweckmäßig ist, nichts Ablenkendes zu tun und stattdessen den TA-Zähler zu beobachten. Sobald der Tonarm für 3 Sekunden zum Stillstand gekommen ist, verlöscht die LED wieder, und der Wert des TA-Zählers wird aktualisiert. Der Auditor kann so ohne Zeitnot den alten und den neuen Wert ablesen und die stattgefundene Tonarmaktion* zur Kenntnis nehmen.  

Sinngemäß verhält sich die Anzeige für Blowups. Die rote LED leuchtet auf, wenn der Tonarm um 0.1 TA-Abschnitte oder mehr steigt, und sie verlöscht, nachdem er sich 3 Sekunden lang nicht mehr verändert hat.

Blowups sind beim  Auditieren einiger spezieller Prozesse* (z.B. den “L’s”) von Bedeutung. Auch spielen sie bei solchen Personen eine Rolle, bei denen der Tonarm chronisch sehr niedrig ist. Bei ihnen ist gelegentlich ein paradoxes Nadelverhaltens zu beobachten. Wo bei anderen die Nadel (als Fall*) fällt, zeigt sie einen Rise*. Für das Auditieren solcher Personen ist die Blowupanzeige wichtig. Da ein chronisch sehr niedriger Tonarm mit den geschilderten Manifestationen sehr selten auftritt, werden diese durch den Tonarmzähler nicht registriert. Der Auditor muss in diesen Fällen (wie früher) jegliche Veränderungen des Tonarms in seinen Arbeitsblättern notieren und am Ende der Sitzung die stattgefundene Tonarmaktion aus den Aufwärtsbewungen des Tonarms durch Addition errechnen. Die TAA-Anzeige des E-Meters wird in diesen Fällen ignoriert.

Die Ansteuerung der LEDs erfolgt direkt durch den PIC* über dessen Pins 6 und 9. Die Werte der verwendeten Vorwiderstände R45 und R47 werden vom Hersteller der erzeugten Lichtstärke angepasst, da sich der Wirkunsgrad von LEDs ständig weiter verbessert. Auch werden nur diffus und mit einem breiten Winkel strahlende LEDs verwendet, damit der Auditor durch das erzeugte Licht nicht geblendet wird.