M2a   (lizenzfreie Version)

Dieses E-Meter ist für Personen verfügbar, die die Lizenzbedingungen* nicht erfüllen. Es kann bei Andreas, m2@arcu.de, käuflich erworben oder auch von Hobbyelektronikern selbst zusammengebaut werden. Äußerlich unterscheidet es sich von der lizenzierten Version durch ein anderes Display, durch den Wegfall zweier Taster und durch zwei fehlende LEDs. Die Nadelfunktion ist absolut identisch. Hinsichtlich dieser Dinge finden Sie eine detaillierte Beschreibung unter vk1-50. Da das M2a sowie das vk1-50 A als “abgespeckte” Versionen ohne einen Mikrocontroller auskommen, ist keine Software nötig. Durch die Verringerung der Anzahl ihrer Bauteile wurde die Schaltung übersichtlicher und der Nachbau einfacher. Unentschlossene können sich so vielleicht eher dafür erwärmen, dieses E-Meter selbst herzustellen.

Das M2a bzw. das vk1-50 A kann nicht nur von Personen genutzt werden, die damit auditieren wollen, es eignet sich gleichermaßen für Psychologen, Psychotherapeuten, wissenschaftlich Tätige usw., die im Rahmen ihrer Verfahren Reaktionen des menschlichen Unterbewusstseins sichtbar machen und/oder auswerten wollen. Es wird aber ausdrücklich darauf hingewiesen, dass Sie gültige Nadelanzeigen nur bei der Verwendung geeigneter Fragetechniken erhalten. Für Psychotherapeuten, die keine Ausbildung am E-Meter haben, kann es daher sinnvoll sein, nur mit der Tonarmanzeige* zu operieren. (Siehe nächster Absatz.)

Wer es als Auditor nutzen möchte, ohne die Lizenzbedingen zu erfüllen, der muss wegen des fehlenden Mikrocontrollers auf einige Handhabungsbequemlichkeiten verzichten. Diesem E-Meter fehlen eine Anzeige für die Batteriespannung, ein Tonarmzähler*, und es hat keine LED-Anzeigen für Blowdowns* und Blowups*. Da es ohne einen Mikrocontroller auch keine Anzeige des Tonarms* hätte, diese für einen Auditor jedoch unverzichtbar ist, wird sie beim vk1-50 A bzw. dem M2a auf andere Weise realisiert. Es wird ein Digitalvoltmeter (DVM*) oder ein analoges Voltmeter (AVM) verwendent, auf denen sich der aktuelle Tonarm hinreichend genau ablesen lässt. Wenn Sie das vk1-50 A oder das M2a als fertiges Gerät erwerben, ist es mit einem DVM ausgestattet. Als Psychotherapeut können Sie das bei Ihrer Suche nach Geschehnissen benutzen, die mit Ladung* beaufschlagt sind. Wenn der Wert steigt, nähert sich die Person gedanklich einem Sachverhalt, den sie nicht konfrontieren kann oder will. Sie wissen dann, dass Sie dort zusammen mit dem Patienten auf die Suche gehen sollten. Wenn der Wert der Anzeige deutlich fällt, ist die Ladung verschwunden. 

 

Es folgen Hinweise für Hobbyelektroniker, die das Gerät selbst bauen möchten. Alles, was auf der Bildtafel 1 zu sehen ist, wird beim vk1-50 A im Gegensatz zum vk1-50 nicht benötigt.

Bildtafel 1:

Auch die hier nicht sichtbare Diode D4 sowie der Widerstand R50 werden überflüssig und brauchen nicht bestückt zu werden. P6 verbleibt, hat jedoch künftig einen Wert von 10 kOhm.

Es folgt das komplette Schaltbild, bei dem ein Digitalvoltmeter (DVM) nachgerüstet wurde, das als Tonarmpositionsanzeige fungiert. Wegen seiner geringen Tiefe kann es praktisch in jedes Gehäuse integriert werden. Allerdings muss es gewisse elektrische Eigenschaften aufweisen. Benötigt wird ein LCD-Modul, das mit 5 Volt Betriebsspannung auskommt, weil es aus der Bordspannung des E-Meters mitversorgt wird. Außerdem muss es eine galvanische Verbindung zwischen der Betriebsspannung und dem Messeingang zulassen. DVMs, die diese Eigenschaft aufweisen, besitzen einen internen Spannungswandler, bei dem die galvanische Trennung durch einen Übertrager bewerkstelligt wird. In Frage kommt eines von www.conrad.de mit der Bestellnummer 121065-62. Es verfügt jedoch nur über einen Messbereich bis 199.9 mV. Die Eingangsspannung muss daher entsprechend heruntergeteilt werden, was die Genauigkeit vermindert. Besser ist ein Modul, bei dem der Messbereich 1.999 V beträgt. Bei www.lcd-module.de wird unter der Best.-Nr. EA 4110-13NB eines mit diesen Parametern angeboten, jedoch muss man dafür etwas tiefer in die Tasche greifen. Datenblatt: http://www.lcd-module.de/pdf/funktion/4110.pdf

Bildtafel 2:

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Noch einfacher ist es, wenn man die Tonarmanzeige  durch ein analoges Voltmeter (AVM) realisiert. Die Beschaltung ist simpel. Sie erfolgt, wie es innerhalb der rot gestrichelten Linie dargestellt ist. Bei der Firma AMS-Messtechnik, (www.ams-messtechnik.de), erhält man ein Drehspulinstrument mit einer 240°-Anzeige und einer passenden Skala*. Es ist allerdings recht tief. Dafür hat man damit Anzeigeverhältnisse wie bei einem herkömmlichen E-Meter mit einem Tonarmknopf. Die Bestelldaten können Sie der Stückliste entnehmen.

Bildtafel 3:

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Abgleich:
Die Lötpunkte “AVM” dienen gleichermaßen dem Anschluss eines DVM. Bei einem an den PC-Eingang angelegten 12.5 k-Widerstand wird das DVM (oder das AVM) mittels P6 einmalig auf 3.00 abgeglichen. P6 hat hier gegenüber dem vk1-50 einen abweichenden Wert von 10 kOhm und muss (siehe Bildtafel 2 bzw. 3) auch anders beschaltet werden. Wie auf der Bildtafel 2 zu sehen, muss parallel zum Eingang des DVM noch ein Widerstand eingefügt werden. Bei einem Messbereich von 199.9 mV sind es 330 Ohm, bei einem bis 1.999 Volt erhöht man den Wert auf 3.3 kOhm. Der Wert des Widerstands muss temperaturunabhängig stabil sein. Prüfen Sie das bitte mit einem Fön. Die Betriebsspannung für das DVM wird auf der Leiterplatte links unten an 0 V und 5 V entnommen.

Batterie-Check:
Wer bei der lizenzfreien Version auch auf eine Anzeige der Batterie- bzw. Akkuspannung nicht verzichten will, kann das mit wenigen Bauteilen analog nachrüsten. Im rot gestrichelten Bereich des nachfolgenden Bildes ist zu sehen, wie das gemacht wird. Der Schalter S1 muss ausgetauscht werden gegen einen mit Mittelstellung, der zur einen Seite als Schalter und zur anderen als Taster fungiert. “Taster” heißt, dass der Schaltknebel in dieser Stellung festgehalten werden muss, weil er sonst selbständig in die Mittelstellung (= AUS) zurückkehrt. Ein solches Bauteil gibt es z.B. bei
www.pollin.de unter der Bestellnummer 420437.

Die Tastfunktion des Schalters dient dem Check der Batterie. Ein separater Taster verbietet sich, da das E-Meter bei dieser Messung stromlos sein muss. Etwas, das sonst nicht sichergestellt wäre. Die Batterie wird während des Checks mit 33 Ohm belastet, was eine verlässliche Beurteilung ihres Zustandes ermöglicht. Bleibt unter diesen Bedingungen die Spannung mehrere Sekunden lang stabil, sind noch genügend Reserven vorhanden. Da bei diesem Vorgang bis zu 300 Milliampere fließen, sollte kein herkömmlicher Umschalter verwendet werden. Bei einer versehentlichen Betätigung könnte es sonst in kurzer Zeit zu einer Tiefentladung der Batterie kommen. Die Tastfunktion schließt das aus.

Zum Abgleich wird S1 in Mittelstellung gebracht, (E-Meter AUS). An den 33 Ohm-Widerstand werden aus einem externen Netzteil genau 6.00 Volt angelegt. Der 10 kOhm-Trimmer wird unter diesen Bedingungen so abgeglichen, dass die Nadel exakt auf der Trennlinie zwischen dem orangefarbenen und dem gelben Bereich der Hauptskala* steht. Das ist alles.

Wird das E-Meter in Betrieb genommen, ist man auf der sicheren Seite, wenn die Nadel sich bei der Betätigung der Check-Funktion mindestens in der Mitte des orangefarbenen Feldes befindet.  Beim Erreichen des gelben Feldes sollte alsbald die Batterie gewechselt oder der Akku nachgeladen werden. Steht die Nadel links vom gelben Feld, ist das E-Meter wegen zu niedriger Batteriespannung nicht mehr funktionsfähig.

Weitere Details für den Zusammenbau werden hier bewusst nicht wiederholt, da sie identisch mit denen des vk1-50 sind. Studieren Sie dazu dessen Technische Dokumentation, wobei Sie den digitalen Teil unter Nr. 4 einfach unbeachtet  lassen. Dort finden sie ganz am Ende auch einen Hinweis, wo Sie die Leiterplatte preisgünstig erwerben können. 

Auf dem Bild Layout können Sie sehen, welcher Bereich der Leiterplatte nicht bestückt zu werden braucht und was geringfügig gegenüber dem vk1-50 geändert werden muss.