vk1-50 (Softwareversion 4)

Seit 2008  war als letzte Weiterentwicklung die Version 50 des “vk1” verfügbar. Das Gehäuse war erstmals vollständig aus Aluminium und machte das E-Meter sehr kompakt. Ein verstellbarer Bügel sorgte für die individuell gewünschte Neigung. Er ließ sich zum Transport ganz umlegen

Wie seine Vorgänger war auch das vk1-50 ein automatisches E-Meter. Es wird heute unter der Bezeichnung M2 in einem anderen Gehäuse von einem bayerischen Ingenierur in Lizenz hergestellt. Seine Nadel stellt sich nach jeder Anzeige* automatisch auf die SET-Linie* zurück. Wenn zu Beginn der Sitzung* die Empfindlichkeit* eingestellt wurde, braucht das Gerät im weiteren Verlauf vom Auditor* nicht mehr berührt zu werden. Der Wegfall des Tonarmknopfs* wird besonders im Solo-Auditing* als große Erleichterung empfunden.  

Die maschinelle Gravur der Frontplatte bewirkt ein professionelles Aussehen. Das Gerät besitzt ein breites Display, auf dem links der Wert des Tonarms*, in der Mitte die Spannung der Batterie und rechts die stattgefundene Tonarmaktion* abzulesen ist. Der Auditor ist durch die Spannungsanzeige stets über die Energiesituation seines E-Meters informiert und kann in einer längeren Sitzung nicht mehr durch eine leere Batterie oder einen entladenen Akku überrascht werden. Wenn 6 Volt unterschritten werden, signalisiert die Batterieanzeige das mit dem Wort “LOW”. Außerdem leuchtet zeitgleich die mit “Chg” gekennzeichnete LED gelb auf und macht so darauf aufmerksam, dass die Sitzung demnächst beendet werden sollte. Es bleiben dann aber immer noch ca. 30 Minuten, um als Auditor zu reagieren.

Wenn der Käufer statt Trockenbatterien lieber Akkus haben wollte, wurden vom Hersteller NiMH-Zellen eingebaut. Sie haben keinen Memory-Effekt* und können deshalb jederzeit nachgeladen werden. Die Ladebuchse und das Kontrolllämpchen befinden sich auf der Frontplatte links und rechts des Schriftzugs “Chg”. Da eine Ladung niermals zeitgleich mit einer Sitzung stattfinden soll, stört die Ladebuchse an dieser Stelle nicht. Siehe hierzu den Warnhinweis zur Ladung am Netz.

Im Jahr 2010 wurde das Gerät mit LED-Anzeigen für Blowdowns* und Blowups* erweitert. Sie können Details darüber hier nachlesen. Dazu war eine Änderung der Software erforderlich. Eine weitere Modifizierung (Version 4) erfolgte 2014. Der Dezimalpunkt des Tonarmzählers* wurde um eine Stelle nach links versetzt, damit ab sofort auch Hundertstel angezeigt werden konnten und nicht intern aufaddiert werden mussten. Außerdem ist die “Chg-LED” des vk1-50 jetzt zweifarbig. Bei einer Ladung des Akkus leuchtet sie rot, bei der Unterschreitung der minimal nötigen Batteriespannung von 6 Volt signalisiert sie das (wie oben bereits erwähnt) in Gelb. Normal ist sie dunkel.  

Das eloxierte Aluminium braucht prinzipiell keine Pflege. Es ist sehr stabil und unempfindlich gegenüber Temperatur- und Feuchtigkeitsschwankungen. Es schirmt die Schaltung perfekt gegen äußere Einflüsse ab und verbessert damit im Vergleich zu Holz oder Kunststoff spürbar die elektromagnetische Verträglichkeit. Auf das bisher verwendete Funkuhrmodul musste verzichtet werden, da es wegen der guten Abschirmung im Inneren keinen Empfang hätte.

Hier ein Blick auf die Rückseite der Frontplatte:

Links die Hauptplatine, in der Mitte das LC-Display*, rechts alle Bedienelemente sowie die senkrecht stehende Schaltung zur Steuerung der Schnellladung. Hauptplatine und Display sind über ein 14-adriges Flachbandkabel miteinander verbunden. Zwischen beiden ragt das weiße Spulengehäuse des Drehspulinstruments nach oben. Die Litzen zur Herstellung der einzelnen Verbindungen wurden aus optischen Gründen zu einem Kabelbaum zusammengefasst. Die am rechten Rand des oberen Fotos sichtbaren braunen Litzen führen zur Klinkenbuchse.

Auf dem nächsten Foto ist die Position dieser Buchse zu sehen. Sie ragt genau zwischen der Ladeschaltung und der B/M-Taste* ins Innere. Seitlich hätte sie nicht angebracht werden können, da das Gehäuseprofil hier zu dick ist. Links neben dem Hauptgehäuse sieht man die Bodenplatte. Auf ihr wird innen mit doppelseitigem Klebeband der Batteriehalter befestigt. Er ist mit 6 Akkuzellen in der Größe AA vom Typ Nickel-Metallhydrid bestückt. Seine Position ist auch vorgegeben, damit er nicht mit der Klinkenbuchse oder dem Spulengehäuse des Drehspulinstruments kollidiert. In der Mitte des Batteriehalters kann man die Anschlüsse des Temperatursensors für die Schnellladung erkennen. Über einen Steckverbinder wird er beim Zusammenbau mit der Ladeschaltung verbunden. Der Akkuanschluss selbst erfolgt, wie auf dem Foto zu sehen, mittels eines handelsüblichen Batterieclips.    

Das M2 enthält eine von außen zugängliche Batterie. Da deshalb keine Akkus beschafft werden müssen und die Ladeschaltung entfällt, verringern sich die Herstellungskosten.

Es folgt (vergrößert) die Hauptplatine. Auf der rechten Seite neben dem Quarz* befindet sich vertikal ausgerichtet der Mikrocontroller* 16F84A. Er enthält die Software zur Anzeige der oben beschriebenen Details auf dem Display. 

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