Was ist ein E-Meter ?

Der Begriff “E-Meter” ist rechtlich nicht geschützt. Der Buchstabe “E” stand ursprünglich für “Electro” im Wort “Electrometer”.  “Meter” bezeichnet ein Gerät, das Messungen vornehmen kann. Sie kennen das zum Beispiel vom “Thermometer” oder “Tachometer”. Das E-Meter, das hier gemeint ist,  findet Anwendung in professionellem Auditing*. Bei entsprechender Präzision der eingebauten Elektronik ist diese in der Lage, durch das Unterbewusstsein* verursachte Zustände und Reaktionen zu messen. Dennoch handelt sich dabei nicht primär um ein physikalisches Messgerät, sondern um ein Hilfsmittel des Auditors*. Mit einer von ihm angewandten speziellen Kommunikationstechnik kann er unter Beobachtung des E-Meters feststellen, ob bestimmte Fragen oder Aussagen bei der jeweiligen Person an verdrängte Traumata* rühren und dadurch Reaktionen auslösen. Dies funktioniert proportional zu der in der Sitzung vom Auditor ausgehenden Affinitität für die auditierte Person. Ein Auditor, der die Abläufe wie ein Roboter handhabt, der es widerwillig macht oder die Person unsympathisch findet, wird am E-Meter keine Anzeigen erhalten. Umgekehrt muss die Person auch den Auditor mögen und ihm vertrauen, sonst reagiert das E-Meter nicht.

Die Dinge des täglichen Lebens, an denen ausschließlich das Bewusstsein beteiligt ist, ergeben generell keine Anzeigen am E-Meter und werden deshalb in der Sitzung auch nicht erörtert.

Das E-Meter ist immer wieder Gegenstand von TV-Sendungen oder Presseberichten, bei denen der Versuch unternommen wird, dieses Gerät als Humbug zu klassifizieren. Häufig kommen dabei selbst ernannte Fachleute zu Wort, die ihrer Polemik  freien Lauf lassen und damit zu erkennen geben, dass sie von sachfremden Erwägungen geleitet sind. Auch solche, die sachlich und gelassen ihre Meinung äußern, sind  weit davon entfernt, die Funktionsweise des E-Meters tatsächlich verstanden zu haben. Wie von ihnen immer wieder falsch dargestellt wird, geht es beim E-Meter nicht um die Messung des  Hautwiderstands*. Dieser Begriff  ist physikalisch und physiologisch nicht haltbar. Warum das so ist, erfahren Sie durch einen Klick auf dieses Wort.

Das Gerät wird mit zwei speziellen Dosen* verbunden, die die auditierte Person während der Sitzung* in den Händen hält. Bei einer Spannung von etwa 1 Volt fließt ein sehr  kleiner Strom durch den Körper. Das E-Meter misst den Widerstand, der diesem Stromfluss entgegenwirkt. Es geht dabei nicht um die Bestimmung des statischen Widerstands, sondern um die Charakteristiken seiner ständigen  Veränderung. Ein lebendiger Körper variiert fortlaufend seine Parameter.

Wie bei einem EKG oder EEG kann der Fachmann daraus Schlüsse ziehen. Wegen der  sehr geringen Spannung ist der Vorgang absolut ungefährlich und wird von der mit dem E-Meter verbundenen Person körperlich nicht wahrgenommen.

Das Foto links zeigt das “vk1-50”, ein vom Verfasser entwickeltes E-Meter, das eine sich selbst zurückstellende Nadel besitzt. In dem Beitrag Automatisches E-Meter finden Sie nähere Details.

Der Widerstand des Körpers bewegt sich unter den oben beschriebenen Messbedingungen im Normalfall zwischen 5000 und 12500 Ohm. Das wäre soweit noch nicht besonders spannend, wenn nicht herausgefunden worden wäre, dass geistige Phänomene diesen Wert erheblich nach oben oder unten verändern können. Die Vorgänge laufen zum Teil sehr schnell ab und werden nur an einem flinken Nadelwerk oder einem Oszilloskop sichtbar. Besonders eindrucksvoll ist zum Beispiel der Rockslam*. Wer ihn einmal mit eigenen Augen gesehen hat, hat von diesem Augenblick an Gewissheit darüber, dass hier Mechanismen am Werk sind, an denen die Haut nicht beteiligt ist.

Wem dies zu geheimnisvoll klingt, der hat vielleicht Realität darüber, dass im Körper allerlei elektrische Vorgänge ablaufen, die sich die Medizin zur Überprüfung von Organfunktionen zunutze macht. Die dort vorgenommenen Messungen haben ebenfalls nichts mit dem Hautwiderstand zu tun. Die durch unterschiedliche Feuchtigkeit stattfindende Veränderung der Leitfähigkeit der Haut wäre viel zu träge, um zum Beispiel eine Hirnstromkurve zu produzieren. Hilfreich für das bessere Verständnis der Phänomene des E-Meters ist die Definition von geistiger Masse*.

Das Verblüffendste für viele, die zum ersten Mal mit dem E-Meter Bekanntschaft machen, ist seine Fähigkeit, auf Gedanken zu reagieren. Die meisten Menschen sind der Auffassung, die Gedanken seien absolut frei und hätten mit ihrer physikalischen Umgebung nichts zu tun. Dass dies jedoch in Verbindung mit einem Körper nicht stimmt, beweist zum Beispiel der Umstand, dass wir durch Willenskraft unsere Gliedmaßen bewegen können. Halten Sie einfach mal Ihre beiden Hände in Augenhöhe und bewegen Sie nacheinander ganz bewusst jeden einzelnen Finger. Es sind Ihre Gedanken, die auf diese Weise eine Wirkung auf das physikalische Universum ausüben. Das Gehirn hat nur eine Mittlerfunktion, die Befehle geben Sie. Zur Klarstellung sei aber darauf hingewiesen, dass das E-Meter nicht die Gedanken selbst misst, sondern lediglich die physikalischen Auswirkungen Ihrer Gedanken auf die Materie des Körpers. Letzteres auch nur dann, wenn diese Gedanken Ladung* kontaktieren.

Die Nadel des E-Meters führt unter den Bedingungen einer Auditingsitzung verschiedene Bewegungen aus. Ein Auditor, der in der Anwendung des E-Meters ausgebildet ist, kennt 16 verschiedene Grundmuster solcher Nadelbewegungen, die alle etwas Unterschiedliches bedeuten. Dennoch wäre es falsch, das E-Meter als Diagnosegerät zu bezeichnen. Das E-Meter dient insbesondere nicht zur Diagnose von Krankheiten und ist auch nicht zu deren Therapie gedacht oder geeignet. Selbst wenn man das E-Meter an eine Person “anschließen” und alle Nadelmuster kennen würde, könnten sie von jemandem, der kein Auditor ist, nur selten beobachtet werden, weil noch etwas Entscheidendes fehlt. Fast alle Nadelmuster treten als Reaktion auf eine vom Auditor auf die auditierte Person einwirkende Kommunikation auf. Man nennt diese Nadelmuster deshalb auch Nadelreaktionen. Der Auditor stellt also zum Beispiel eine bestimmte Frage und schaut dabei aufs E-Meter. Tritt eine dieser Nadelreaktionen auf, weiß er, wie er weiter damit zu verfahren hat.

Allgemeiner könnte man sagen, dass das E-Meter in den Händen eines ausgebildeten Auditors ein Hilfsmittel ist, um schädliche Ladung im Unterbewusstsein seines Gegenübers ausfindig zu machen. Er tut das, indem er gezielt Fragen stellt, um Ladung zu restimulieren*. Durch das E-Meter wird Auditing sehr beschleunigt, weil keine Zeit durch das Suchen nach nicht vorhandenen Dingen verschwendet wird.

Hubbard* hatte zunächst ein Auditingverfahren entwickelt, das ohne E-Meter auskam und das nur auf Kommunikation basierte. Bald stellte er jedoch fest, dass damit bestimmte Dinge nicht erreicht werden konnten. Zwar war es auch mit dem 1950 entwickelten Auditing möglich, das Unterbewusstsein anzusprechen, jedoch war für den Auditor häufig nicht erkennbar, ob die Person über Bewusstes oder Unbewusstes sprach. Abhilfe hätten Hypnosetechniken bieten können, aber das lehnte Hubbard ab, weil es hierbei leicht zu neuen Suggestionen kommen kann und weil bei unsachgemäßer Anwendung der psychische Zustand einer Person nicht verbessert, sondern verschlimmert wird.

Indem er die Auditiertechniken immer weiter verfeinerte, wurde Hubbard bald klar, dass es therapeutisch ohne Nutzen war, eine Person endlos ungesteuert über sich selbst reden zu lassen. Er stellte fest, dass sich ein Fall* sogar verschlechtern konnte, wenn “nichtgeladene” Bereiche auditiert wurden. Es musste also ein zuverlässiges Unterscheidungsverfahren zwischen dem “geladenen” (= mit schmerzlicher Energie versehenen) Unterbewusstsein und dem ungeladenen Bewusstsein gefunden werden. Hubbard nannte den unbewussten Bereich übrigens den Reaktiven Verstand*.

Die Einführung des E-Meters bildete den Durchbruch. Anfangs waren die Geräte noch recht primitiv, denn sie mussten mit dem auskommen, was die Elektronik damals zu bieten hatte. Aber das Prinzip war entdeckt und legte das Fundament für die weitere Entwicklung. Da der Auditor nur an den schmerzlichen Dingen des Unterbewusstseins interessiert ist, ist es heute eine feste Regel, dass nur solchen Fragen nachgegangen wird, die am E-Meter eine “gültige” Anzeige ergeben. Gültig ist eine Anzeige, wenn sie sofort (= ohne jede Verzögerung) am Ende des vom Auditor ausgesprochenen Hauptgedankens auftritt. Dinge, die keine oder eine nur um Millisekunden verzögerte Reaktion erzeugen, bleiben unbeachtet. Gültige Anzeigen nennt man deshalb auch Sofortanzeigen*.

Durch diese Unterscheidungsmöglichkeit ist das E-Meter zu einem unverzichtbaren Hilfsmittel geworden und aus modernem Auditing nicht mehr wegzudenken. Der sichere Umgang mit ihm kann prinzipiell von jedem erlernt werden und ist notwendiger Teil einer professionellen Auditorenausbildung. Alleine das sichere Erkennen von Sofortanzeigen bzw. die fehlerfreie Abgrenzung zu solchen Reaktionen, die verzögert auftreten, kann längeres intensives Training erforderlich machen. Aber das ist nicht alles. Wer ein E-Meter nutzbringend einsetzen möchte, muss wissen, welche Fragen er stellen soll und wie das korrekt gemacht wird. Wenn Fragen ins Unterbewusstsein durchdringen sollen, müssen sie genügend Einwirkung auf die Person haben. Sie müssen also zum Beispiel mit genügend Lautstärke präzise artikuliert und mit starkem Interesse als wirkliche Frage (und nicht als Aussage) hinübergebracht werden.

Wer das nicht beherrscht, wird am E-Meter keine gültigen Anzeigen sehen können und schnell an dessen Funktionsfähigkeit zweifeln. Für eine nicht daran ausgebildete Person ist es daher wertlos. Es mag zwar zum Staunen anregen, wenn man sieht, wie Gedanken in der Lage sind, die Nadel zu bewegen, aber ein Laie  wird das Gerät dennoch bald gelangweilt in die Ecke stellen. Für ihn eröffnet sich aus seiner Anwendung kein praktischer Nutzen. Die Präzision des E-Meters, die sich übrigens auch im Kaufpreis niederschlägt, wäre Verschwendung, wenn man es nur als Gag oder Partyspaß verwenden wollte.

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Doch auch eine gute Ausbildung und das Beachten aller Regeln bieten keine Gewähr, dass das E-Meter stets erfolgreich eingesetzt werden kann. Seine Funktionsfähigkeit hängt in hohem Maße von der Person ab, die damit auditiert werden soll. Wenn sie nicht an ihrem Fall interessiert oder nicht wirklich bereit ist, zum Auditor zu sprechen, wird das E-Meter auf Fragen nicht reagieren. Dies ist auch dann der Fall, wenn die gestellten Fragen sprachlich oder inhaltlich nicht verstanden werden bzw. die derzeitige Realität der Person übersteigen. Nicht selten muss diese Realität durch eine vorangehende Unterweisung zunächst geschaffen oder erhöht werden. Auch kann sich eine fehlende Bereitschaft der Person in einem hohern Tonarm* manifestieren, der häufig durch unausgesprochenen Protest bewirkt wird. Mitunter eine Nichtübereinstimmung, die sich die Person selbst nicht eingesteht. .

Eine fehlende Bereitschaft, zum Auditor zu sprechen, kann durch zahlreiche Dinge verursacht werden. (Die folgenden Beispiele stellen nur einen Ausschnitt dar.)

1. Die Person fühlt sich im Sitzungsraum oder in der Gegenwart des Auditors nicht wohl oder nicht sicher.
2. Die Person hat kein Vertrauen in die Kompetenz des Auditors.
3. Die Person fühlt sich vom Auditor nicht verstanden oder nicht mit genügend Freundlichkeit behandelt.
4. Die Person ist aus anderen Gründen darüber verstimmt, was der Auditor sagt oder tut.
5. Die Person hat aktuell ein konkretes Problem in ihrer physikalischen Umgebung, dessen Lösung sie eine hohe Priorität zuweist und das daher ihre Aufmerksamkeit so bindet, dass sie sich nicht entspannt mit ihrem Fall beschäftigen kann. (Zum Beispiel das Bedürnis, auf die Toilette zu gehen, das zuhause nicht ausgeschaltete Bügeleisen, ein sehr dringend erwarteter Anruf usw.) 
6. Die Person fürchtet sich vor den Konsequenzen einer Offenlegung moralischer Fehltritte oder strafbaren Verhaltens und will daher bestimmte Sachverhalte lieber geheim halten.
7. Die Person schämt sich, persönliche oder intime Sachverhalte preiszugeben. 
8. Die Person hat das ungute Gefühl, dass der Auditor bereits etwas herausgefunden haben könnte, das er eigentlich nicht wissen sollte.
9. Die Person fürchtet, dass die Vertraulichkeit des gesprochenen Wortes nicht gewahrt bleiben könnte.     
10. Die Person hat irgendwann für sich entschieden, dass Auditing nicht funktioniert oder dass sie es selbst nicht verdient, sich zu verbessern.

Anzeigen am E-Meter können auch ausbleiben, wenn die Person müde, hungrig oder sonst nicht fit ist, wenn sie unter dem Einfluss von Arzneimitteln, Drogen oder Alkohol steht, wenn sie Protest gegen bestimmte Fragen verspürt usw. Die Rahmenbedingungen müssen also stimmen, damit das E-Meter leisten kann, was man von ihm erwartet.


Wenn Sie tiefer in die physikalischen Grundlagen eines E-Meters einsteigen möchten, lesen Sie bitte die Technische Dokumentation zum vk1-50.