LC-Display

LC steht für liquid crystal = Flüssigkristall, Display bedeutet Anzeige. Ein LC-Display (LCD) ist demnach also eine Flüssigkristallanzeige. Einfache LCDs können lediglich Ziffern und ggf. auch Dezimalpunkte anzeigen. Ihre Ziffern bestehen aus (maximal) sieben Segmenten. 

Wenn an Flüssigkristalle eine Spannung angelegt wird, verändern diese ihre Ausrichtung, wodurch sie für polarisiertes Licht undurchlässig werden. Dadurch erscheint das jeweilige Segment dunkel. Messbarer Strom fließt bei diesem Vorgang nicht, weshalb LC-Displays auch praktisch keine Energie verbrauchen. Dafür senden sie selbst auch kein Licht aus und müssen daher im Dunkeln beleuchtet werden. Weil LCDs polarisiertes Licht brauchen, wird das von außen zugeführte Fremdlicht durch ein Polarisationsfilter geleitet.

Daneben gibt es LED*-Anzeigen, die selbst leuchten und deshalb auch im Dunkeln gut ablesbar sind. Sie brauchen jedoch deutlich mehr Energie und sind daher für batteriebetriebene Geräte eher nicht geeignet.

Regelrechte Stromfresser waren Digitalanzeigen, bei denen die Segmente aus Glühfäden bestanden. In den 1970er Jahren waren sie noch sehr verbreitet. Es gab sie sogar in Armbanduhren, bei denen die Zeit wegen des hohen Stromverbrauchs nur kurzzeitig auf Knopfdruck angezeigt wurde. Heute gelten sie als Kuriosität.   

Noch älter sind die so genannten Nixieröhren.

Bei ihnen wird die optische Information durch Glimmentladung bewirkt. Die Ziffern sind als Bleche oder gebogene Drähte hintereinander angeordnet und ihre Anschlüsse einzeln nach außen geführt. Jede hat die Funktion einer Kathode. Da sich bei der Glimmentladung ein Hof bildet, der den Umriss der Kathode weit überstrahlt, sind die aktuell nicht angesteuerten Kathoden sowie die davor befindliche Anode praktisch nicht sichtbar.
 

Aufwändigere LCDs können auch Buchstaben oder Graphiken darstellen. Sie erzeugen ihre Informationen als Raster durch Bildpunkte (Pixel).

Das hier abgebildete LC-Display des vk1* besteht aus Punkten, die einzeln angesteuert werden können. Dadurch lassen sich auch Rundungen und Schrägen darstellen. Für jedes Zeichen stehen horizontal 5 und vertikal 8 Punkte zur Verfügung. Da die unterste Reihe normalerweise aber dem Cursor vorbehalten ist, werden für die Zeichen vertikal nur 7 Punkte genutzt. Sofern das jeweilige Display es gestattet, können einzelne Zeichen durch den Mikrocontroller neu definiert werden und so auch die achte Reihe nutzen. Das bewirkt z.B. ein gefälligeres Aussehen bei den Unterlängen der Kleinbuchstaben g, j, p, q und y.

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