Strommarken

Hierbei handelt es sich um verschmorte Hautstellen, die dadurch entstehen, dass elektrischer Strom, der eine bestimmte Mindeststärke aufweisen muss, über die Haut in den Körper ein- und wieder austritt. In der Regel geschieht das dadurch, dass die Haut in Berührung mit stromführenden elektrischen Leitern kommt. Je höher die am Körper anliegende Spannung, desto höher ist der fließende Strom und desto ausgeprägter ist die lokale Hitzeentwicklung. Sie entsteht, weil die Haut ein schlechter Leiter ist und an ihr daher auf kurzer Distanz zum darunter liegenden Gewebe relativ viel Spannung abfällt.

Wenn die Spannung sehr hoch ist, entsteht bei der Annäherung an einen stromführenden Leiter kurz vor der Berührung außerdem ein heißer Lichtbogen. Dabei handelt es sich um denselben Effekt, den man beim E-Schweißen zum Erzeugen hoher Temperaturen nutzt oder der bei atmoshärischen Entladungen als Blitz beobachtet werden kann. Das Medium Luft gerät dabei in seinen so genannten vierten Aggregatzustand, das niederohmige Plasma. Dieser Vorgang führt zu besonders intensiven Verbrennungen. 

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