Technikmängel     (Hubbards Auditingtechnik und ihre Mängel)

Der nachfolgende Beitrag richtet sich ausschließlich an “Insider”, die in der Anwendung von Hubbards Technik ausgebildet wurden und auf diesem Gebiet bereits genügend Erfahrung gesammelt haben. Fachwörter, technische Abkürzungen usw. wurden nicht mit dem Glossar verlinkt, da sie solchen Personen ohnehin bekannt sind. Außenstehenden Personen wird ausdrücklich davon abgeraten, sich mit diesem Text zu befassen. Sie wären in Kürze mit einer Fülle von fehlenden Definitionen, missverstandenen Wörtern usw. konfrontiert, die ein inhaltliches Verständnis mit hoher Wahrscheinlichkeit ausschließen würden.  
 

1. Auditing, wie es innerhalb und außerhalb von Scientology angeboten wird, weist Mängel und zum Teil grobe Ungereimtheiten auf. Es gibt Hinweise, dass die gegenwärtige Führung der Scientology-Organisation die verwendeten Techniken ganz bewusst so verändert hat, dass die ursprünglichen Ziele von Hubbard damit nicht (mehr) erreicht werden können. Außerhalb der Organisation macht man sich teilweise seine eigenen Regeln. Diese laufen Hubbard gelegentlich zuwider. Auf Nachfrage hört man dafür mitunter abenteuerliche Rechtfertigungen.
 


a. Objektive Prozesse

Sie stehen auf der Prozess-Checkliste des Grad I, obwohl sie da nicht hingehören. Ihr Umfang und ihre Reihenfolge wurden immer wieder verändert. Der Sinn mancher Prozesse ist fragwürdig. Dadurch, dass die Objektiven Prozesse nicht auf Ladung überprüft werden, bleibt offen, welcher PC welche Prozesse wirklich braucht. Wenn sie einmal gestartet wurden, werden sie ihm allesamt aufgezwungen. Da es ihr Zweck ist, die Person in die Gegenwart zu bringen, stellt sich der gesunde Menschenverstand die Frage, ob das nicht auch mit einigen wenigen Prozessen erreicht werden kann bzw. ob die Person sich nicht ohnehin nach dem Reinigungsrundown bereits gut in ihrer physikalischen Umgebung zurechtfindet.   

Hubbard legte fest, dass die Notwendigkeit der Objektiven Prozesse von der “Drogenvergangenheit” und dem Ergebnis des OCA-Tests einer Person abhängig ist. Da früherer Drogenkonsum unterschiedlich bewertet werden kann, ist das eine Willkürentscheidung. Insbesondere deshalb, weil die Auswirkungen von Drogen auf den Körper durch den Reinigungsrundown bereits vollständig gehandhabt sind. Die geistige Handhabung erfolgt nicht durch objektive Prozesse, sondern durch die Beseitigung von Ladungen und Postulaten, die im Zusammenhang mit Drogen entstanden sind. Man könnte also zu dem Schluss kommen, dass die Objektiven Prozesse ein Steckenpferd Hubbards waren, aber eigentlich überflüssig sind.     


b. Scn-Drogen-Rundown

Er wurde herausgegeben, nachdem man NED vom Beginn der unteren Grade an ihr Ende gesetzt hatte. Ein Vorgang, der Miscavige zugeschrieben wird, denn die “Theorie der neuen Gradkarte” erschien am 12.12.81, ein Zeitpunkt, an dem dieser bereits die Macht ergriffen hatte. Angeblich hatten sich die Zustände in der Gesellschaft so verschlechtert, dass die Grade, die als “tieferer Ansatz” bezeichnet wurden, nun zuerst auditiert werden mussten. Ursprünglich wurden Drogengeschehnisse gleich zu Beginn  mit NED vollkommen ausauditiert und damit die notwendigen Voraussetzungen für das weitere Begehen der Brücke geschaffen. Jemand, der länger oder in größerem Umfang Drogen genommen hat, kann nicht erfolgreich auf anderen Prozessen auditiert werden, da er Vieles aus seiner Vergangenheit nur noch unklar wahrnimmt.

Der Scn-Drg-R/D, der am am 21.12.80 herauskam und am 21.4.91 noch einmal revidiert wurde, dürfte ebenfalls nicht auf Hubbard zurückgehen. Er sollte die im letzten Absatz geschilderten Unzulänglichkeiten mildern. Da er nur Rückrufprozesse enthält, bleiben die engrammatischen Folgen des früheren Drogenkonsums ungehandhabt. Dies wird dadurch deutlich, dass Drogen später auf NED erneut auditiert werden müssen. Wieso davor dennoch zuversichtlich die Grade 0 bis IV auditiert werden können,  eröffnet sich dem Fachmann nicht.

Anmerkung:
Die Umkehrung der Gradkarte dürfte von Miscavige veranlasst worden sein, weil sich so die Einnahmen verbessern ließen. Wer gleich zu Beginn auf NED auditiert wird, kann dort bereits den Zustand Clear erreichen und hat danach meist kein Interesse mehr an den Graden. Mit dem Scientology-Drogen-Rundown wollte man sich aus der Bredouille bringen, in die man sich bezüglich Drogen durch die Umkehrung der Gradkarte selbst gebracht hatte.

Dennoch darf man feststellen,. dass das Rehabilitieren von so genannten Drogen-Releases durchaus hilfreich sein mag. So kann beobachtet werden, dass Personen, die sich früher zum Beispiel durch Alkohol immer wieder in einen als angenehm empfundenen Rauschzustand versetzt hatten, nach diesem Rundown ganz auf Alkohol verzichten. Durch das Etablieren der Anzahl früherer “Glücksmomente” entfällt der Drang, diese immer wieder neu herbeizuführen. Wenn, dann wird Alkohol häufig nur noch selten und in kleinen Mengen zu sich genommen. 

Dieser Brückenschritt schadet also nicht, er stellt aber auch keine endgültige Handhabung des Konsums von Drogen dar. 

 
c. Happiness-Rundown

Dieser Rundown, der seit vielen Jahren in der CoS vor ARC-SW obligatorisch ist, war früher nicht Bestandteil der Brücke und stammt mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht von Hubbard. Das ergibt sich aus dem Datum seiner ersten Veröffentlichung am 16.1.1984. Zu diesem Zeitpunkt hatte Miscavige bereits seit mehreren Jahren die volle Kontrolle. Da man darauf 5 Intensive verbringen kann, drängt sich der Verdacht auf, dass sein Hauptzweck darin besteht, die Einnahmen der Organisation zu verbessern. Wie zu beobachten war, weigerten sich viele PCs in der CoS nach kurzer Zeit ganz massiv, diesen Rundown zu Ende zu machen. Auf ihm werden (bis auf wenige Ausnahmen) die Prozessanweisungen nicht auf Ladung überprüft. Das könnte ein Hauptgrund für solche Weigerungen sein. (Siehe die roten Zitate im Abschnitt d.). Der Happiness Rundown besteht aus subjektiven Prozessen, die u. a. böse Absichten restimulieren und deshalb an den Grundlagen eines Falls rühren können. Außerdem wird hier auf Rückruffähigkeiten gesetzt, die durch ARC-SW später erst trainiert werden sollen. Das gilt in gleicher Weise für den bereits erwähnten Scn-Drg-R/D. Was für ein Durcheinander!


d. ARC-Straightwire (ARC-SW)

Die Prozesse des Buches "Selbstanalyse" werden ebenfalls nicht auf Ladung überprüft, obwohl es sich um subjektive Prozesse handelt. Der PC muss "zwangsweise" jeden einzelnen laufen. Ein ernster Verstoß gegen die eigenen Regeln, vergleichbar mit den Abläufen bei Teilen des Happiness-Rundowns.

1.)
HCOB) vom 27.5.1970 mit dem Titel, ”Fragen und Items, die keinen Read ergeben”.
Zitat:
”DINGE, DIE KEINEN READ ERGEBEN, WERDEN SICH NICHT AUDITIEREN LASSEN.”
2.) HCOB 3. 12. 1978 mit dem Titel "Nichtanzeigende Flows".
Zitat:
"MAN AUDITIERT NICHTS, WAS KEINEN READ ERGIBT, NIEMALS, AUS KEINEM GRUND."          

Schon 1970 hätte Hubbard also entweder bei allen subjektiven Prozessen ausnahmslos eine Prüfung auf Ladung vorschreiben oder alle, bei denen das bis zu diesem Zeitpunkt nicht vorgesehen war, ersatzlos streichen müssen. Dass er das nicht tat, war inkonsequent. Nichtanzeigende Fragen oder Anweisungen zu auditieren, stellt aus heutiger Sicht Out-Tech dar und ist nicht zu beschönigen. In der Freien Zone werden gelegentlich sogar Gradprozesse nicht auf Ladung überprüft. Das ist kaum noch zu toppen.


e. Grad II

Der Grad II wird in seiner Bedeutung häufig unterschätzt. Auf ihm werden aus heutiger Sicht grobe Fehler begangen. Das beginnt damit, dass zahlreiche “freie” Auditoren die Overt-Fragen nicht zur F/N bringen. Zeigt eine Frage trotz “unterdrückt” und “abgewertet” nicht an, gehen sie weiter zur nächsten. Dabei ist hinreichend bekannt, dass dann, wenn eine Frage weder anzeigt noch F/Nt, es dafür Gründe gibt. Diese müssen in jedem Einzelfall gefunden und beseitigt werden, worauf die Frage erneut überprüft wird. Sie wird nun entweder einen Read ergeben oder F/Nen. Dies gilt auch für den Recheck der Frage sowie für die Endrudimente. Eine nicht F/Nende Frage zu verlassen, ist Dilettantismus pur und objektiv ein Verbrechen am PC. 

Die nächste Nachlässigkeit besteht darin, dass nach dem Aufgreifen eines Overts, die von der Person geäußerten Rechtfertigungen nicht mitgeschrieben, sondern häufig nur Striche gemacht werden. Wenn jemand Verfehlungen begeht und anschließend in Form subjektiver und meist auch abenteuerlicher Erklärungen darlegt, warum es ganz in Ordnung war, das getan zu haben, handelt es sich dabei häufig um geladene Service Faksimiles. Rechtfertigungen sind also eine wahre Fundgrube für die auf dem Grad IV zu auditierenden SerFacs. Wer sie nicht aufschreibt, verletzt grob seine Pflichten als Auditor.  

Nicht selten ist es so, dass sich böse Absichten oder Service Faksimiles am Fuße einer Overtkette befinden und das Individuum veranlassen, über lange Zeiträume zwanghaft immer wieder ganz bestimmte Verfehlungen zu begehen. Es ist deshalb ein grober technischer Fehler, auf dem Grad II Overts nur E/S bis zum Basic-Overt zu auditieren und nicht nach dem darunter liegenden Postulat zu fragen. Historisch verständlich, weil der FPRD und die damit verbundene Tech erst 1983 herauskamen. Die sträfliche Unterlassung besteht heute darin, auf dem Grad II die gefundenen Overts nicht im FPRD-Stil zu auditieren. Miscavige hat so viele Referenzen verändert, warum nicht auch das Confessionalverfahren? Dadurch, dass man auf dem Grad II nicht im FPRD-Stil agiert, vergibt man ohne Not die Chance, leicht an fallrelevante Postulate zu gelangen, wofür sich später häufig keine Gelegenheit mehr bietet. Nachdem der Basic-Overt gesäubert wurde, liegen die böse Absicht oder das SerFac i.d.R. wie auf dem Präsentierteller vor PC und Auditor. Ein PC, der sich in guter Verfassung befindet, äußert das Postulat an dieser Stelle selbständig und braucht gar nicht erst danach gefragt zu werden. Häufig blowt es unter diesen Umständen während der Äußerung bereits durch seine Inspektion, sodass die Verwirrung nicht mehr gefunden werden muss. Siehe dazu auch den Abschnitt “g. Böse Absichten”.  


f. Grad IV      

Diesen Grad kann man getrost als misslungen bezeichnen. Das Endphänomen wurde von den PCs in der Vergangenheit  oft nur als erwartetes Ritual attestiert, obwohl sie es objektiv nicht erreicht hatten. Das Auditieren von SerFacs übersteigt an dieser Stelle der Brücke i.d.R. die Realität der PCs. Sie finden bei sich selbst kaum überlebensfeindliche Berechnungen oder die von Ihnen gebrauchten Formulierungen zeigen am E-Meter nicht an. Trotz vorheriger Unterweisung verstehen zahlreiche PCs gar nicht, worum es bei Service Faksimiles tatsächlich geht. Nicht wenige sind in einem frühen Stadium der Meinung, sie hätten gar keine. 

Auf dem Grad IV werden SerFacs mit R3SC-A nur ausgekeyt, bestehen jedoch fort und können bei nächster Gelegenheit erneut dramatisiert werden. Dabei wäre es so einfach, (wie auf dem FPRD) mittels Rückruf die vorausgehende Verwirrung zu finden und damit das Postulat zu beseitigen. Das wird in der CoS jedoch nicht gemacht, denn  dazu müsste es Hubbard  irgendwann  so aufgeschrieben haben. Wenn man weiß, dass R3SC-A im Jahr 1963 herausgegeben wurde, der FPRD aber erst ca. 20 Jahre später erschien, dann hat man dafür die Erklärung.

Um dem Mangel fortbestehender Service-Faksimiles abzuhelfen, wurde am 6. September 1978 ein Bulletin mit dem Titel

ROUTINE THREE SC-A—FULL SERVICE FACSIMILE HANDLING UPDATED WITH NEW ERA DIANETICS  

herausgegeben. (Im Jahr 1988 ergänzt durch die NED-Serie 30). Es legte erstmalig fest, dass Service Faksimiles zusätzlich mit NED zu auditieren sind. Hierdurch war die Wahrscheinlichkeit hoch, dass der PC die Verwirrung finden und beseitigen konnte, die zur Bildung des Postulats geführt hatte und es danach aufgab.     

Wer jedoch, und das kam  häufig vor, zu einem Zeitpunkt Clear attestiert hatte, an dem seine Service Faksimiles noch nicht mit NED gelaufen worden waren, hatte danach keine Chance mehr, diese Postulate loszuwerden. Wegen des Verbots von NED an Clears und OTs  blieb er als Clear vollständig auf diesen überlebensfeindlichen Postulaten sitzen, wenn er in der Folgezeit kein angepasstes FPRD-Auditing erhielt.

*) HCOB 12 Sept. 1978 DIANETICS FORBIDDEN ON CLEARS AND OTS,

Der Grad IV hat auch den Auditoren immer wieder Verluste bereitet, da ihnen seine Wirkungslosigkeit regelmäßig vor Augen geführt wurde. Im Grunde wussten sie, dass sie damit ein “Overt-Produkt” geliefert hatten.


g. Böse Absichten

Das Auditieren von zerstörerischen Postulaten, war ursprünglich überhaupt nicht Bestandteil der Brücke. Dabei handelte es sich unter der Verantwortung von Hubbard um ihren größten Mangel. Technisch gesehen war das eine Schande. Hubbard war das spätestens dann bewusst, als er zerstörerische Postulate als die eigentliche Ursache von “Geisteskrankheit” etabliert hatte. Er versuchte, daran mit "Expanded Dianetics" etwas zu ändern. XDN war jedoch nicht so erfolgreich, wie er sich das vorgestellt hatte. Hinzu kam auch hier, dass nach dem ausgesprochenen NED-Verbot für Clears und OTs Letztere von “Expanded Dianetics” ausgeschlossen waren. 

Anmerkung:
Bei NED fragt der Auditor nach dem Postulat, das der PC bei dem aktuell auditierten Geschehnis gemacht hat. Wird es korrekt geäußert, gilt das als EP. Der Auditor stellt nicht sicher, dass dieses Postulat auch geblowt ist. Sollte das durch “blowing by inspection” nicht geschehen sein, besteht es fort.
Hier liegt der Schwachpunkt von XDN.

Die Hubbard noch verbliebene Lebenszeit reichte nicht aus, um die Mängel bei der Beseitigung von bösen Absichten und Service Faksimiles klar zu erkennen, sie sich selbst einzugestehen, Alternativen zu entwickeln und diese unumkehrbar auf der Brücke einzubauen. Das Tech-Personal dachte im Nachhinein, XDN sei nur etwas für “Verrückte” und wendete es kaum an.

Erst ab 1983 gab es zur Beseitigung böser Absichten den FPRD. Er wurde offensichtlich nach den Vorstellungen von Hubbard durch David Mayo Anfang der 1980er Jahre zu Papier gebracht. Eine Zeit, zu der LRH kaum noch Einfluss auf die Organisation nehmen konnte. Mayo fiel bei Miscavige zwar in Ungnade, das hinderte Letzteren aber nicht daran, den FPRD als wirksames Werkzeug zu behalten. Der FPRD wurde 1996 durch Ray Mithoff, dem damaligen Snr C/S Int, revidiert. Dieser hatte Mängel an dem Rundown entdeckt und sie in seiner Revision behoben. Außerdem gab er eine Reparaturliste heraus, die er “Expanded FPRD” nannte und mit der bei Personen, die vor 1996 den FPRD bekommen und BPC zurückbehalten hatten, nun davon befreit werden konnten. Der Verfasser sieht  diese Revision rückblickend als notwendig an und stuft sie ausdrücklich als wertvoll ein. Das Abarbeiten der Reparaturliste stellt auch für neue Leute eine überaus nützliche Zusatzaktion beim Auditieren des FPRD dar. Als einen Outpoint betrachtet der Verfasser jedoch den Umstand, dass Mithoff die rot gedruckte Frage im übernächsten Absatz nicht zur F/N bringen lässt.

Manche haben betreffend böse Absichten (auch in der Freien Zone) ein Misskonzept über die Brücke entwickelt. Sie sind darüber so in Verwirrung, dass sie z.B. die Meinung vertreten, ein Clear hätte solche Postulate nicht (mehr). Wie wenig das der Realität entspricht, erkennt man an dem, was in der CoS auf "Eligibility" (zwischen Clear und den OT-Stufen) gemacht wird. Dort werden sehr gründlich böse Absichten gesucht und ggf. mit FPRD-Tech entfernt. Dabei ist man schwerpunktmäßig an denen interessiert, die für Scientology gefährlich werden könnten. Mit anderen Worten: Man möchte damit die Loyalität der jeweiligen Person auch gegenüber Herrn Miscavige sicherstellen. Nebenbei kreiert man damit zusätzliche Einnahmen.

Der FPRD ist grundsätzlich ein SecCheck mit einem Zusatz, der das einer Overtkette zugrunde liegende böse Postulat  aufdeckt und zum Verschwinden bringt. Dabei wird zunächst der Overt früher ähnlich bis zum Basic-Overt gesäubert und dann am E-Meter folgende Frage auf Ladung überprüft:
 
„GAB ES IRGENDEINE BÖSE ZIELSETZUNG, EINE DESTRUKTIVE ABSICHT
ODER EINE BERECHNUNG, DIE DICH DAZU VERANLASST HAT, DIESEN OVERT
ZU BEGEHEN ?“
Zeigt diese Frage trotz des Einsatzes der Knöpfe “Unterdrückt” und “Abgewertet” nicht an, geht der Auditor in der CoS davon aus, dass es hier kein geladenes Postulat gibt, und er belässt es dabei, auch wenn die Nadel an dieser Stelle nicht schwebt. 

Wenn die Nadel auf eine Frage weder anzeigt noch F/Nt, gibt es etwas dazu. Sie einfach zu verlassen, ist ein schwerer technischer Fehler. Es ist die Pflicht des Auditors, zunächst alle Lefthandbuttons einzusetzen, die Rudimente zu überprüfen, nach Betrachtungen zu fragen usw., um die Gründe zu etablieren, warum die Nadel nicht schwebt. Hat er sie gefunden und gehandhabt, überprüft er die Frage erneut. Sie wird nun entweder anzeigen oder F/Nen. Alles andere hinterlässt beim PC ein überlebensfeindliches Postulat und/oder  Bypassed Charge. Mithoff hat versäumt, das in seiner Revision klar zu regeln. 

Anmerkung:
Alternativ kann man auf dem FPRD auch direkt nach einem zerstörerischen Postulat fragen. Hat man eines gefunden und beseitigt, fragt man den PC, was er getan hat, um dieses Postulat zu dramatisieren. Das ist dann in aller Regel eine Overtkette, die mit Standardwerkzeugen ausauditiert wird, bevor man nach dem nächsten Postulat fragt.  

Die SecCheck-Fragen sind nach Dynamiken, Berufen, Lebensbereichen usw. unterteilt und in der FPRD-Serie 10 in so genannten “Forms” zusammengefasst. Sie tragen Kennbuchstaben von A bis K. Das ist soweit in Ordnung. Kritikwürdig ist, dass die Form mit dem Kennbuchstaben B vertraulich ist. Sie enthält die Fragen, die auf dem zuvor beschriebenen Eignungsschritt für die Zulassung zu den OT-Stufen gestellt werden. Es steckt System dahinter, dass niemand die Gelegenheit haben soll, sie vorher zu lesen. Indem der PC auf “Eiligbility” am E-Meter erstmalig damit konfrontiert wird, ist es für den Auditor einfacher, einen Read zu erhalten. Bei demjenigen, der die Fragen bereits kennt, kann die “Oberflächenladung” verschwunden sein. Der Auditor muss dann sehr viel mehr Aufwand betreiben, um sicher zu etablieren, ob die Frage geladen ist oder nicht. Offenbar ist Herr Miscavige darüber besorgt, dass ein gegen ihn gerichtetes Postulat übersehen werden könnte.

Erhebliche Kritik verdient auch der Umstand. dass es von diversen Unwägbarkeiten und Zufällen abhängt, ob der PC auf dem unteren Teil der Brücke bis zum Erreichen des Zustandes “Clear” überhaupt FPRD-Auditing erhält. Ist das nicht oder nur teilweise der Fall, bleibt die Person, die nun die OT-Stufen hinaufgeht, auf ihren bislang nicht entdeckten bösen Absichten und SerFacs sowie den damit verbundenen Ladungen sitzen. Wie soll sie so jemals einen befriedigenden Fallzustand erreichen?


h. DCSI bzw. CCRD

Beide Verfahren ähneln sich und etablieren willkürlich, ob jemand den Zustand Clear erreicht hat, indem sie es ausschließlich an einer geäußerten Erkenntnis festmachen. Beide lassen beim Anwender Unsicherheit darüber entstehen, was Clear eigentlich ist bzw. ob dieser Zustand überhaupt existiert. Clear wurde im Laufe der Zeit von LRH mehrfach neu definiert, was für sich alleine schon Skepsis erzeugt. Da zum Ende hin immer mehr auf einen qualitativen Gesichtspunkt Wert gelegt wurde, blieb offen, in welchem Umfang der Reaktive Verstand verschwunden sein soll, wenn jemand diesen Zustand erreicht. Die im Dianetik-Buch formulierten Eigenschaften des Clears, die nie korrigiert wurden, stehen jedenfalls sehr im Widerspruch zur Realität.

An dieser Stelle sollte man sich auch näher mit der Definition von "Reaktiver Verstand" beschäftigen. Offenbar handelt es sich dabei nur um eine Metapher. Ihn als eigenständiges Etwas zu betrachten, erleichtert vielleicht den gedanklichen Umgang damit, macht aber generell nicht viel Sinn. Auch deshalb, weil (eigene) Aberrationen mit ins nächste Leben genommen werden. Wie durch LRH erst später erkannt wurde, werden Engrammketten durch Postulate erschaffen und aufrechterhalten.

Es liegt also nahe, dass alles vom Wesen selbst ausgeht und dass Postulate die ausschließliche Ursache von Aberrationen sind. Dazu Hubbards späte Erkenntnisse in “
Fortgeschrittenes Verfahren und Axiome”:
1. ”Jede einzelne Aberration des menschlichen Verstandes und des menschlichen Körpers hat ein ursprüngliches Postulat, derartig aberriert zu sein”.
2.
”Die eigenen Gedanken und Postulate des Preclears sind die Quelle der Aberration”.
Jeder erschafft sich seine psychischen Störungen selbst. Seine Postulate befinden darüber, ob er im Paradies oder in der Hölle lebt. Dieser Umstand wird mit Hubbards Technik nicht angemessen gewürdigt. Dafür enthält seine Brücke viel unnötigen Ballast. Die Mindestforderung lautet, alle subjektiven Prozesse auf Ladung zu überprüfen bzw. solche, bei denen das nicht vorgesehen ist, ersatzlos zu streichen.


i.
OT II*

Durch LRH wurde kühn behauptet, dass alle auf der Erde lebenden Personen mit CC- bzw. OT II-Implants beaufschlagt sind. Das ist nachprüfbar unwahr. Nicht wenige waren gar nicht dabei oder haben, jeder für sich und ohne die Kenntnis technischer Hintergründe, gut funktionierende Abwehrmechanismen gegen Implants und BTs entwickelt. Verallgemeinerungen sind generell mit Vorsicht zu genießen. Im Behaupten von unbewiesenen Sachverhalten war Hubbard ganz groß.

Außerdem bestehen ernste Zweifel an den von Hubbard handschriftlich zu Papier gebrachten Zeitangaben. Siehe dazu den o.a. Link zu OT II.  

 
j.
OT III*

OT III wird vom Verfasser als komplette Lügengeschichte angesehen. Die Gründe dafür werden unter dem Link zu dieser Stufe sehr ausführlich dargelegt. Wer dennoch meint, OT III habe sich so zugetragen, wie es von Hubbard aufgeschrieben wurde, sollte den sich damit befassenden Beitrag des Verfassers ignorieren oder ihn erst gar nicht lesen. Für ihn gilt der nachfolgende Text.

Was die Zahl der Betroffen angeht, gilt für OT III dasselbe wie für OT II. Wer selbst nicht dabei war oder keine BTs “hat”, ist auf dieser Stufe fehl am Platze. Trotzdem wird erwartet, dass jeder OT III läuft, denn es gibt kein objektiv überprüfbares Verfahren, mit dem etabliert werden kann, ob eine Person OT III braucht oder nicht. Dieser Brückenschritt ist ohnehin ein Verfahren, das auf dem Erkenntnisstand des Zeitpunkts seiner Entstehung aufbaut und damals davon ausging, dass danach geistige Freiheit etabliert sei. Das Verfahren ist langwierig, umständlich und durch die ständigen Wiederholungen auch langweilig. Im Vergleich zur NOTs-Technik ist es sehr zeitintensiv und ineffektiv. Es könnte im übrigen viel besser durch einen Auditor auditiert werden, so wie das auch auf NOTs gemacht wird. Indem der PC auf diese Weise in der Sitzung einen Verbündeten hätte, wäre die Gefahr minimiert, vom eigenen Fall überwältigt zu werden.   

OT III als den Zeitpunkt festzulegen, ab dem prinzipiell immer die Ladung anderer geprüft werden soll, (und dies vorher nicht zu tun), ist reine Willkür. Die Praxis lehrt, dass BTs vorher schon hellwach sein und Reads verursachen können. Dadurch wird dem Thetan häufig Ladung angezeigt, die gar nicht seine ist. Das kann zu Out-Listen führen, die einen Fall ernsthaft Durcheinander bringen. Selbst im Buch 1-Auditing werden nicht selten bereits BTs (oder die GE) enturbuliert. Was für ein schrecklicher Mangel an Wissen und Professionalität!


k. OT IV

Heute angebotenes “Neues OT IV” hat keinerlei Ähnlichkeit mehr mit der ursprünglich von Hubbard an dieser Stelle vorgesehenen OT-Stufe. Miscavige entfernte sie eigenmächtig und ersetzte sie durch einen Rundown, den “OT-Drogen-Rundown”, der lediglich die Funktion eines Lückenfüllers hat, damit die Nummerierung der Stufen erhalten blieb.


l. OT V (NOTs)

Die NOTs-Tech weist offensichtlich Mängel auf. Gewisse BTs werden damit nicht gefunden oder nicht zum Verschwinden gebracht und beeinflussen weiterhin den Fall. Auch gibt es nicht selten BTs, deren Misskonzept  zwar beseitigt ist, die sich aber dennoch hartnäckig weigern zu blowen. Der NOTs-Auditor ist dann  häufig gezwungen zu improvisieren, weil die NOTs-Serien entsprechende Handhabungen nicht vorsehen.   

Robertson hatte diese Dinge erkannt und den Versuch unternommen, die Mängel durch das von ihm geschaffene “Excalibur” zu beseitigen. Der Erfolg war und ist mäßig. Robertson selbst erreichte keinen befriedigenden Fallzustand. Er starb nach langer und schrecklicher Krankheit.


m. OT VI

Das von Hubbard entwickelte OT VI wurde von Miscavige entfernt. Die ursprünglich dort auditierten Prozesse hielt er offenbar für überflüssig. Stattdessen machte er aus OT VI einen Ausbildungszyklus für OT VII. Den Personen wird dort beigebracht, wie man Solo-NOTs auditiert. Gegen eine Ausbildung ist sicherlich nichts einzuwenden. Das ersatzlose Entfernen von Hubbard-Prozessen ist jedoch skandalös und verstößt gegen KSW 1.


n. OT VII (Solo-NOTs)

Das von Hubbard geschaffene OT VII war ursprünglich eine sehr anspruchsvolle und umfangreiche Stufe, die aus 49 Schritten bestand. Details können Sie im Beitrag zu OT VII nachlesen. Miscavige beseitigte diese Stufe und ersetzte sie durch “Solo-NOTs”. Der Pre-OT setzt hier seine Bemühungen fort, solche Dämonen zu finden und zu beseitigen, die auf NOTs übersehen oder sonst nicht gehandhabt wurden. Er tut das im Solo-Auditing auf sich selbst gestellt. Ein C/S befindet sich regelmäßig nicht in seiner Nähe, sondern hält sich oft nicht einmal in seinem eigenen Kontinent auf. Die Formel “Solo-Auditor+Solo-C/S sind stärker als der Fall” wird dadurch zur Farce. Unter diesen Bedingungen ist der Pre-OT ständig in Gefahr, von seinem Fall überwältigt zu werden, weil ihm keine sofortige Hilfe zuteil werden kann. 

Ende der 1990er Jahre entschied Miscavige, dass OT VII “überarbeitet“ werde müsste. Solche, die das bis dahin gültige OT VII früher abgeschlossen und auch bereits OT VIII attestiert hatten, erhielten die Weisung, auf das “überarbeitete” OT VII zurückzukehren. Ihre OT VIII-Zertifikate wurden ausnahmslos annulliert.

Für alle, die nun auf dem “Neuen OT VII” waren, begann eine trostlose Zeit. Trotz der Anweisung, täglich in Sitzung zu gehen, verbrachten zahlreiche Personen 5 und mehr Jahre darauf und hatten nicht das Gefühl, je zum Ende zu gelangen. OT VIII war für sie in weite Ferne gerückt. Jedes halbe Jahr mussten sie zum so genannten “6 Monats-Check” in FLAG erscheinen und gegen entsprechende Bezahlung u.a. ein längeres Confessional über sich ergehen lassen. Wer nicht erschien, weil er zum Beispiel das Geld dafür nicht aufbringen konnte, erhielt ein Auditierverbot. Da es hierfür keine Hubbard-Referenz gab und die internen Proteste dagegen immer lauter wurden, lockerte Miscavige schließlich die Modalitäten. Einige erhielten irgendwann die Erlaubnis, OT V II zu attestieren. Genaue Zahlen sind nicht bekannt.


o. OT VIII

Auch dieser Schritt, ab dem per Definition der Zustand OT beginnt, wurde von Miscavige völlig neu gestaltet. Er lässt den Pre-OT u. a. das “Handbuch für Preclears” komplett wortklären und alle darin verzeichneten Übungen machen. Das ist trivial, spült aber wegen des großen Zeitaufwands viel Geld in die Kassen. Dieses Handbuch, das unter Hubbard noch knapp 100 Seiten hatte, ist unter Miscavige durch dessen Hinzufügungen auf fast 500 Seiten angeschwollen. Anscheinend wird man OT, wenn man Miscavige wortklärt. Was für eine Anmaßung!

Fest steht, dass auf diesem Planeten bisher niemand “Vollständige Freiheit” erreicht hat. Selbst der Zustand Theta Clear wurde nicht erreicht, auch wenn manche das von sich selbst behaupten.
 


2. Fallgesichtspunkte, für die Hubbard keine Lösungen hatte und die er ignorierte.

a. Implants zwischen den Leben  

Darüber gibt es zu wenige Daten, auch über die Orte, wo sie durchgeführt werden. Helatrobus ist ein solcher Fall. Durch die regelmäßige Auffrischung solcher Implants, für die die Tech keine Abhilfe anbietet, kann sich das Wesen nicht erholen. Die immer wieder aufgefrischte Amnesie gibt ihm darüber hinaus keine Chance, seine eigene Vergangenheit genügend zu erhellen und Verantwortung für früheres Handeln zu übernehmen. Wie soll jemand so jemals herausfinden, wer er wirklich ist?

Der immer wieder stattfindende zwangsweise Rücktransport zur Erde, die nach dem Verständnis der Hubbardschen Philosophie als Gefängnisplanet angesehen wird, macht die versprochenen Freiheiten zur Farce. Für einen Häftling, der in seinem Kerker mit Ketten an die Wand geschmiedet ist, könnte die Botschaft lauten: “Wir auditieren dich ein wenig, damit du dich besser fühlst, aber für die Ketten haben wir leider keinen passenden Schlüssel.” 

Wenn man beim Bild des Gefängnisplaneten bleibt, stellt sich in aller Ernsthaftigkeit die Frage, wie Auditing angesichts dieser PTS-Situation überhaupt funktionieren soll.  Der Aufenthalt in einem Gefängnis begründet PTSness in hohem Maße, denn niemand wird bestreiten, dass die Person in einer solchen Umgebung körperlicher und psychischer Unterdrückung unterworfen und somit ein PTS Typ I ist. Hinzu kommt, dass die große Mehrheit ihrer Mitgefangenen neben der PTSness mit ihren Implants, ihren bösen Absichten und ihren Service Faksimiles auch anderweitig geisteskrank ist. Da Geisteskrankheit laut Hubbard ansteckend ist, ist die von ihm formulierte “Abwärtsspirale” eine zutreffende Tatsache, der alle Erdbewohner unterworfen sind. Es liegt also auf der Hand, dass ein Individuum, das geistige Freiheit erreichen und seine eigene Identität wiederentdecken möchte, den Planeten Erde dauerhaft verlassen muss. Gelingt ihm dies nicht, hat es niemals eine Chance dazu. Hubbard formulierte es einmal so: “If you were looking for Hell and found Earth, it would certainly serve”. (Deutsch: Wenn Du die Hölle suchtest und die Erde fändest, würde sie sicher dafür genügen.)

Dass die meisten Menschen als PTS-Typen I einzuschätzen sind, wird auch durch die Tatsache erhärtet, dass der zur Handhabung des PTS-Typ II propagierte PTS-Rundown einer der am schlechtesten funktionierenden Rundowns ist. Sein Verfahren ist technisch nicht schlüssig und auch deshalb sehr häufig nicht geeignet, das Achterbahnfahren zu beenden. Details sind im Beitrag PTS-Rundown nachzulesen und sollen deshalb hier nicht wiederholt werden.


b. Implants zu anderen Zeiten oder bei anderen Gelegenheiten

Es liegt nahe, dass es diese in der langen Zeit zahlreich gegeben hat. Indem man so tut, als sei mit CC und OT II alles erledigt, kreiert man eine Illusion. LRH wusste über andere Implants zu wenig und ließ sie deshalb auf seiner Brücke schlicht unter den Tisch fallen.

Implants sind eingepflanzte Postulate, die sich genauso auswirken wie selbst erschaffene. Sie sind Teil des Wesens, (nicht der Bank), und aberrieren es. Eine Technik, die es erlaubt, solche Postulate gemeinsam (auf einen Schlag) auszulöschen, gibt es derzeit nicht. Ein Clear ist von ihnen genauso betroffen wie ein Nichtclear. Daraus leitet sich ab, dass ein Clear, wenn er diesen Zustand attestiert, noch mit viel eigener Ladung beaufschlagt ist. Indem er auf den OT-Stufen aber über Jahre hinweg immerzu andere auditiert, wird seiner Ladung nicht die notwendige Aufmerksamkeit zuteil. Ein grober Mangel, der auf Dauer zwangsläufig wieder zu einer Fallverschlechterung führt.  


c. Zwangsweises Schlafen

Jeder, der einen Körper "läuft", muss etwa ein Drittel seines Lebens schlafen. In dieser Zeit wird ihm als Wesen die Kontrolle entzogen. Stattdessen wird er empfänglich für Implants oder andere auf ihn einwirkende Manipulationen. Die unterschiedlichen Schlafphasen, (Leichtschlaf, Tiefschlaf, REM-Phase), sind die, die auch durch Hypnose herbeigeführt (und missbraucht) werden können.   

Beeinflussungen sind zum Beispiel auf Distanz möglich durch speziell modulierte elektromagnetische Wellen, aber auch durch die gezielte Einwirkung von BTs, die damit beauftragt sind. Wer abends gut gelaunt zu Bett geht und sich am nächsten Morgen wie durch den Wolf gedreht fühlt, könnte des Nachts eine solche “Behandlung” erfahren haben. Möglicherweise ist das Schlafen keine physiologische Notwendigkeit, sondern wurde "eingerichtet", um bei Bedarf täglich kontrollierenden Zugriff zu haben.


d. Geklärter Planet

Das von der CoS bei jeder Gelegenheit  verkündete Ziel eines “geklärten Planeten”, mag edel klingen, ist jedoch eine ihrer größten Lügen. Die Erdbevölkerung wächst gegenwärtig um 80 Millionen im Jahr. Das sind täglich etwa 220 000 zusätzliche Menschen. Es bedarf keiner höheren Mathematik, um sich vor Augen zu führen, dass bei diesen Größenordnungen und den wenigen hundert Clears die Scn jährlich hervorbringt, sich dieses Ziel niemals realisieren lässt. Mr. Miscavige weiß das. Trotzdem spricht er immer wieder davon. Dabei bedeutet “Clear” nicht das Ende der Geisteskrankheit auf diesem Planeten, sondern ist nur ein Schritt in die richtige Richtung.           


e. Ewiger Kreislauf von Werden und Vergehen  (Reinkarnation)

Der im Hinduismus als “Samsara” bezeichnete ewige Kreislauf von Leben, Sterben und Wiedergeburt wird als leidvoll wahrgenommen. Es ist daher für jeden Hindu oberstes, quasi selbstverständliches Ziel, diesen als aufgezwungen empfundenen Kreislauf zu durchbrechen. Innerhalb des Hinduismus gibt es mehrere Wege, auf denen das Individuum dieses Ziel zu erreichen versucht: 
1. Wissen (Jjana)
2. Tat (Karma)
3. Göttliche Erlösung (Bhakti)
4. Meditation (Raja)

Im Buddhismus spielt das Karma (als absichtsvolles Handeln) die zentrale Rolle für den weiteren Weg des Individuums. Obwohl auch hier die Reinkarnation als selbstverständlich angesehen wird, bestehen hinsichtlich des Übergangs  der Seele und ihrer Eigenschaften und Erfahrungen auf einen neuen Körper Unterschiede zum Hinduismus.       

Die Reinkarnation betreffend hat Hubbards Philosophie Teile beider Weltreligionen für sich vereinnahmt. Das oberste Ziel “geistige Freiheit” wird immer wieder artikuliert, jedoch nirgendwo genauer definiert. Danach befragt, was er unter “geistiger Freiheit” versteht, gibt fast jeder Scientologe eine andere Antwort. Dabei ist es auch für solche, die OT VIII attestiert haben, ein offenes Geheimnis, dass mit der von Hubbard angebotenen Technik, der ewige Reinkarnationskreislauf nicht durchbrochen werden kann. Auch der OT VIII weiß, dass er das nächste Mal wieder zur Erde zurückgeschickt wird und sich dort weiterhin in geisteskranker Umgebung aufhalten muss. Im Grunde eine hoffnungslose Perspektive. Selbst wenn er sich als OT VIII davon ein Stück weit entfernt hat, wird er diesen Zustand nicht bewahren können, denn Geisteskrankheit ist ansteckend.      


Fazit: Das Wort “Mangel” bedeutet in der Regel, dass eine Sache nützlich oder brauchbar sein kann, aber Fehler aufweist, die ihren Wert schmälern. So verhält es sich auch mit Hubbards “Tech”. Sie bietet eine Abhilfe für Teilaspekte des Lebens an, wobei einige in der versprochenen  Weise tatsächlich funktionieren, andere jedoch nicht. Letzteres hat seine Gründe sicher auch in den zahlreichen Veränderungen, Streichungen, Hinzufügungen usw., die seit 1978 zu verzeichnen sind und die bis in die Gegenwart andauern.

Was unverändert funktioniert, ist, dass man mit dem E-Meter prinzipiell jede im Unterbewusstsein vorhandene Ladung finden kann, sofern man die richtige Frage stellt. Allerdings muss der Auditor wissen, was er fragen soll und wie sich die Ladung im Einzelfall beseitigen lässt. Dazu braucht es eine passende Technik. Beides wurde durch Hubbard nicht abschließend erforscht und zu Papier gebracht. Manche Ladung wird nicht gefunden, weil der Auditor niemals die entsprechende Frage stellt. Das hat zur Folge, dass die jeweilige Person auf solchen Ladungen sitzen bleibt. So werden einige wesentliche Fallgesichtspunkte durch Hubbards Technik nicht gehandhabt. Sie ist daher gelegentlich hilflos und gaukelt den Betroffenen dann Lösungen vor, die sie in Wahrheit nicht hat. Dennoch ist die ihr zugrunde liegende Philosophie durchaus hilfreich, weil sie Konzepte liefert, mit denen man als spirituelles Wesen denken und sinnvoll umgehen kann.

Im Gegensatz zu diversen Religionen, die das Individuum auffordern, abenteuerliche Konstrukte zu “glauben”, ist Hubbards philosophischer Überbau geeignet, Gewissheit über grundlegende spirituelle Zusammenhänge und damit auch Gelassenheit zu erschaffen. Der “Glaube” ist stets nur ein minderwertiger Ersatz für Gewissheit und wurde als Begriff von Menschen oder religiösen Einrichtungen erschaffen, die andere von ihren Ideen nachhaltig, (gelegentlich mit der “Brechstange”), überzeugen wollen. Wer sich damit zufrieden gibt, an etwas oder jemanden nur zu “glauben”, ist weit vom Erkennen der Wahrheit entfernt.

Das Entstehen von Gewissheit gilt in besonderem Maße für das Erlernen und die Anwendung funktionierender spiritueller Techniken, wie es bei der Ausbildung von Auditoren geschieht. Je besser und umfangreicher die Ausbildung, desto gelassener ist die Person, die sie erhalten hat und damit arbeitet. Das verleiht ihr Wert. Das administrative Personal in den Organisationseinheiten der Scientology-Organisation hat in aller Regel eine solche technische Ausbildung nicht. Trotzdem befinden sich unter ihm die “Vorgesetzten” der dortigen Auditoren. Sie stützen sich stur auf “Richtlinien”, die seit Hubbards Tod verstärkt von Miscavige stammen, und reglementieren damit vielfach in ethisch unzulässiger Weise die wertvolle Tätigkeit der Auditoren.

Wie immer man zu Hubbard stehen mag, die Beschäftigung mit seiner Philosophie und seinen Techniken lohnt sich, wenn man dabei stets auch seinen eigenen Verstand einsetzt und sich nicht von unqualifizierten Personen gängeln lässt. Dies bedeutet, dass der gut ausgebildete und intelligente Auditor die Spreu vom Weizen trennt und nur das anwendet, was tatsächlich funktioniert. Sollte “Technikmängel” unterstützend dazu beitragen oder beigetragen haben, war die Niederschrift dieses Beitrags sinnvoll. 

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