Zwischen den Leben

Der Tod des Körpers wird von vielen Menschen mit dem absoluten Ende gleichgesetzt. Das gilt insbesondere für jene, die sich nicht als spirituelle Wesen begreifen, sondern der Auffassung sind, dass ihre Identität durch die Materie des eigenen Körpers, zu dem auch das Gehirn gehört, repräsentiert wird.

Wer zwischen Körper und Geist (Seele) differenziert, sieht das anders. Als spirituelles Wesen hat er einen hohen Grad an Gewissheit darüber, dass der Körpertod* zwar ein bedeutsames Ereignis ist, nicht jedoch das Ende bedeutet. Nicht wenige haben bereits in frühere Leben* geblickt und dabei eine subjektive Sicherheit darüber erlangt, als geistiges Wesen unsterblich zu sein. Was für die meisten allerdings sehr nebulös ist, ist die Zeit “zwischen den Leben”. Offenbar erfolgt kein nahtloser Übergang zu einem neuen Körper. Die Phase, die dazwischen liegt, gilt als wenig aufgeklärt. Im Rahmen so genannter Rückführungen, die fast immer unter Hypnose durchgeführt werden, berichten die jeweiligen Personen über Wahrnehmungen nach dem Eintritt des Körpertodes. Viele Schilderungen ähneln sich in der Weise, dass Licht eine maßgebliche und wegweisende Rolle spielt. Häufig als Licht am Ende eines Tunnels. Der Betreffende fühlt sich durch das Licht unwiderstehlich angezogen und bewegt sich in dessen Richtung. Häufig wird dann nach dem Erreichen des Lichts von einer paradiesähnlichen Umgebung berichtet, in der man sich augenblicklich wohlfühlt, weil dort Harmonie herrscht und man frei ist von jeglichen Ängsten. Hier endet fast immer der unmittelbare Ablauf nach dem Tod. Was bis zum Zeitpunkt der nächsten Reinkarnation geschieht, bleibt so im Dunkeln. Um es an dieser Stelle vorwegzunehmen, das Licht ist eine Falle. Wer als Wesen in diese Situation kommen sollte, darf dieser Verlockung auf keinen Fall erliegen, sonst ergeht es ihm wie der Motte, die in das Kerzenlicht fliegt und dadurch verloren ist.

Zum besseren Verständnis muss man etwas weiter ausholen. Gemäß Hubbards Lehre ist die Erde ein “Gefängnisplanet”. Ein Gefängnis existiert nicht selbständig, sondern wird von Leuten betrieben, die darüber entscheiden, wer dort untergebracht wird. Angeblich ist das die “Markab-Konföderation”, eine große Zivilisation außerhalb unseres Sonnensystems. Der Verfasser lässt das unkommentiert.

Hubbard: “Markab besteht aus verschiedenen Planeten in der Nähe der Deichsel vom großen Wagen, die sich zu einer ungeheuer großen Zivilisation zusammengetan haben, die in den letzten 200.000 Jahren emporgekommen ist. Sie wurde aus Resten von früheren Zivilisationen aufgebaut.”  

Dort wird darüber entschieden, wer auf die Erde verbannt wird. Betroffen sind solche, die das herrschende autoritäre System als gefährlich, schädlich oder lästig ansieht. In erster Linie Nonkonformisten, Systemkritiker, Arbeitsunwillige, Geistesschwache, Geisteskranke, Kriminelle, aber auch Intellektuelle, Hochbegabte, Philosophen, Künstler. Offenbar ist man nur an linientreuen und gefolgsamen Personen interessiert, die wegen mäßiger Intelligenz nichts hinterfragen. Den größten Anteil der Abgeschobenen bilden Geisteskranke und Kriminelle¹). Angenommen, der Gefängnisplanet wäre Realität, dann würfe das ein bezeichnendes Licht auf die zu beobachtenden Verhältnisse in unserer hiesigen Gesellschaft.

¹) Beginnend im 18. Jahrhundert haben sich das die Briten offenbar ca. 80 Jahre lang als ein Vorbild genommen. Sie verbannten etwa 160.000 Kriminelle von Großbritannien nach Australien.

“Markab” wacht darüber, dass die Verbannten nicht wieder zurückkehren können, sondern dauerhaft auf der Erde bleiben müssen. Wer nach dem Tod seines Körpers exteriorisiert*, wird mit dem oben erwähnten Licht eingefangen und einer mentalen Behandlung unterzogen. Dabei wird ihm der Befehl zur Rückkehr auf die Erde eingepflanzt, und er wird mit einer verzögert eintretenden Amnesie ausgestattet. Diese wird etwa 4 bis 5 Jahre nach der Rückkehr zur Erde im Kindesalter wirksam. Warum dies nicht sofort geschieht ist unklar. Die Amnesie betrifft besonders die Zeit und die Art der “mentalen Behandlung” zwischen den Leben. Aufmerksame Eltern nehmen dieses Vergessen als auffällige Verhaltensänderung ihres Kindes wahr. Bereits vorhandene mentale Fähigkeiten gehen zu diesem Zeitpunkt häufig wieder verloren. Der Sechsjährige kann sich zum Beispiel nicht mehr an Dinge erinnern, die er zwei Jahre zuvor erlebte.  

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