Automatisches E-Meter “vk1”
                                     Eigenschaften und Unterschiede zu anderen E-Metern

Herkömmliche E-Meter besaßen lange Zeit einen so genannten Tonarmknopf*: (Bei einigen ist das heute noch der Fall.)  Wenn der Körperwiderstand der auditierten Person sich veränderte, musste der Auditor daran drehen, um die Messanordnung wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Auf diese Weise brachte er die Nadel wieder in die Nähe der SET-Linie* und sorgte so dafür, dass das E-Meter ablesbar blieb. Die Nadel bewegt sich aber auch aus einem anderen Grund. Bei diesen Geräten war (und ist) es so, dass man für die Bewegung der Nadel so genannte aysmmetrische Gleichspannungsverstärker einsetzt(e). Auch sehr geringe Temperaturänderungen bewirken dadurch eine Drift der Nadel, ohne dass sich bei der Person etwas ändert. Der Auditor wusste (und weiß) bei diesen Geräten nicht, ob langsame Bewegungen der Nadel von der Elektronik, oder von Vorgängen bei der auditierten Person zu tun haben.    

Beim “vk1” tritt dieses Phänomen nicht auf. Der Auditor braucht hier den Tonarm nicht mehr manuell anzupassen, denn dies geschieht selbständig und kontinuierlich. Außerdem stellt sich die Nadel nach jeder Anzeige sofort wieder auf SET zurück, gleichgültig wie groß der Read* war. Die Rückstellgeschwindigkeit wurde dabei so gewählt, dass die Nadelbewegung bei der Rückführung zur SET-Linie nicht mit Reads verwechselt werden kann. (Die Anzeige eines Reads erfolgt schnell, die Rückkehrbewegung ist deutlich langsamer.) Sollte bei der Rückkehr ein neuer Read auftreten, wird er sofort unverfälscht und in voller Größe angezeigt.

Sie müssen also an keinem Knopf mehr drehen, keine Taste mehr drücken und auch nicht warten, bis die Nadel das Skalenende erreicht hat. Ohne etwas dafür tun zu müssen, beginnt jede Anzeige (üblicherweise) bei SET. Eine schwebende Nadel* hat die SET-Linie als Mittelpunkt ihres rhythmischen Fließens.

Die sofortige, selbständige Rückstellung der Nadel stößt bei dem einen oder anderen “alten Hasen” zunächst auf Skepsis. Für manche ist das Drehen an einem Tonarmknopf über Jahrzehnte hinweg zu einem stabilen Datum geworden. Dass dies nun nicht mehr gilt, kann daher zu vorübergehender Verwirrung führen. Seien Sie versichert, dass ein solcher Knopf zur manuellen Anpassung des Tonarms heute nicht mehr dem Stand der Technik entspricht. Auch ist es bei Licht betrachtet überflüssig, dass die Nadel nach einer Anzeige noch eine Weile in der neuen Position verharrt. Auditoren sind darauf trainiert, die Größe eines Reads zu erfassen, wenn er auftritt. Sie warten niemals, “bis das E-Meter Dixie spielt” - (HCOB 8.6.61).

Die Zurückhaltung ändert sich, sobald der Skeptiker seine ersten Sitzungen mit diesem E-Meter gemacht hat. Er lernt dessen Eigenschaften sehr schnell schätzen und wird insbesondere im Solo-Auditing*  nicht mehr darauf verzichten wollen. Dort sind beide Hände ja bereits mit anderen Aufgaben beschäftigt. Jede Bedienung des E-Meters oder jede Aufmerksamkeit darauf, ob die Nadel sich in einer akzeptablen Position befindet, lenken den Solo-Auditor, der zugleich Pre-OT* ist, von seinem Fall ab. Ablenkungen gelten in herkömmlichen Sitzungen normalerweise als schwerer Auditingfehler. Bei diesem E-Meter ist die Ablenkung Null. Dadurch, dass Sie es nach dem Einstellen der Empfindlichkeit ab dem Beginn der Sitzung nicht mehr berühren müssen, entfällt auch die Notwendigkeit unterschiedlicher Bauformen für Links- und Rechtshänder.  

Das Nadelwerk des “vk1” wurde besonders sorgfältig für die Erfordernisse eines E-Meters ausgewählt. Die Trägheit der Nadel ist sehr gering. Ihre Einstellzeit beträgt bei einem Endausschlag nur etwa 250 Millisekunden, und ihr Nachschwingverhalten ist Null.

Das “vk1” produziert unverfälscht alle sitzungsrelevanten Anzeigen, die Sie von Ihrer Ausbildung her kennen. (schwebende Nadel, schmutzige Nadel, Tick, Stop, small Fall, Fall, Long Fall, LFBD, Stufe-4-Nadel, Theta Bop, Rockslam, Rocket Read, Rise). Wegen der sehr geringen Trägheit der Nadel bleibt Ihnen auch das leichteste Rucken nicht verborgen.

Der Empfindlichkeitsbereich des “vk1” reicht von 0.1 bis 128. Die Skala des Einstellknopfes wurde so optimiert, dass man als Auditor eine praxisgerechte Einteilung vorfindet und keine weiteren Knöpfe zur Umschaltung (Booster) braucht. Die Skala ist ratiometrisch geeicht. Bei 128 schlägt die Nadel also zum Beispiel 128 mal so weit aus wie bei 1. Damit sind Sie auf alle Eventualitäten bestens vorbereitet.

Es gibt weiterhin eine geräuschlose “Bewegungs-Taste”. Mit ihr können Sie eine Zählung von Tonarmbewegung* sicher unterbinden, wenn der Preclear* sich bewegt. Da die Zählung erst nach etwa 3 Sekunden erfolgt, ist genug Zeit vorhanden, um Körperbewegung* wahrzunehmen und mit einem Druck auf die Taste zu reagieren. Das “vk1” überwacht Körperbewegung zusätzlich selbständig und entlastet Sie dadurch in Ihren Solo-Sitzungen. Ein sinkender Tonarm wird nur dann gezählt, wenn er innerhalb von 3 Sekunden nicht wieder ansteigt. Wegen verbleibender Unwägbarkeiten, die von der Elektronik unter Umständen nicht erkannt werden, kann jedoch zusätzlich die Taste gedrückt werden.

Die Anzeige der Tonarmbewegung des “vk1” ist vierstellig. Sie reicht von 00.00 bis 99.99 und zeigt so auch die Hundertstel der Tonarmabschnitte* an, die als gültig registriert wurden.  

(Die beiden letzten Absätze gelten nicht für das Selbstbaugerät.)
 

Besonders erwähnenswerte Unterschiede zu anderen E-Metern

Ein Unterschied betrifft die Einstellung der Empfindlichkeit. Wegen der sofortigen Rückstellung der Nadel nach jedem Read, muss sie mit einer gewissen Zügigkeit erfolgen. Ideal ist es, wenn der Preclear den Dosen einen leichten Druck gibt, der innerhalb von einer Sekunde bereits seinen Höchstwert erreicht. Wenn man dies am Anfang einige Male übt, geht es leichter von der Hand als das Verfahren gemäß der E-Meter-Übung 5RB.    

Die Anzeige der Tonarmposition* entspricht fortwährend den tatsächlichen Verhältnissen. Sobald sich der Tonarm des Preclears verändert, verändert sich auch sofort die Anzeige. Bei einem herkömmlichen E-Meter mit Tonarmknopf oder manueller Rückführung der Nadel, verändert sich diese Anzeige nur, wenn der Auditor die Nadel zu SET zurückstellt. Wenn er also gar nichts mehr tun muss, kann das zu einer gewissen Sorglosigkeit und gelegentlich zum Übersehen von Blowdowns* führen. Letzteres wird dadurch begünstigt, dass die Nadel nur noch Reads anzeigt, von Veränderungen des Tonarms jedoch nicht länger maßgeblich beeinflusst wird. Nach einer längeren praktischen Erprobung wurde das “vk1” daher mit einer zusätzlichen optischen Anzeige für Blowdowns nachgerüstet, um zu vermeiden, dass der Auditor in der Sitzung größere Veränderungen des Tonarms übersieht.

Die Tonarmpositionsanzeige kann beim vk1auf die Gegebenheiten des Solo-Auditings* umgeschaltet werden. Da dort eine Einhandelektrode* verwendet wird, ist die Kontaktfläche mit der Haut zwangsläufig kleiner. Dies bewirkt bei herkömmlichen E-Metern eine falsche Tonarmpositionsanzeige und kann zu Irritationen führen. Der Auditor muss bei diesen “nostalgischen” E-Metern gedanklich ständig umrechnen, wenn er in der Solo-Sitzung z.B. einen hohen Tonarm nicht übersehen will. Beim ”vk1” haben Sie diese Sorgen nicht, denn nach einer Umschaltung wird Ihnen der tatsächliche Wert in Echtzeit korrekt angezeigt.

Wie bereits erwähnt, spielt die Position des Tonarms für die Nutzung des “vk1” keine Rolle. Wenn geistige Einflüsse ausbleiben, steht die Nadel ruhig auf SET. Die Nadel driftet also in reaktionslosen Zeiten nicht mehr müßig über die Skala. Ob der Preclear in solchen Zeiten eine Clean Needle* oder eine Stuck Needle* hat, vermittelt Ihnen die digitale Tonarmpositionsanzeige mit zwei Stellen nach dem Komma, von denen sich die zweite in echten Schritten zu 0.01 verändert. Bei einer “Clean Needle” tut sie das kontinuierlich, bei einer “Stuck Needle” zeigt sie ständig denselben Wert.

Sobald der Preclear seine Aufmerksamkeit auf einen geladenes Gebiet richtet, wird sich die Nadel in gewohnter Weise in Bewegung setzen. In Bewegung ist sie natürlich auch bei einer schwebenden Nadel, die sich von der eines herkömmlichen E-Meters nicht unterscheidet.       

Beim “vk1” gibt es keine “toten” Zeiten, in denen ein Read nicht angezeigt werden kann, weil die Rückstellung der Nadel technisch auf eine Weise erfolgt, bei der das ausgeschlossen ist. Auch wenn die Nadel zu SET zurückkehrt, ist sie jederzeit in der Lage, von ihrer momentanen Position aus einen neu auftretenden Read sofort anzuzeigen. Das gilt sowohl für die Rückkehr von einem Fall als auch für die von einem Rise. Bei einem herkömmlichen E-Meter mit Tonarmknopf ist das nicht der Fall. Wenn der Auditor daran dreht, kann er einen Read, der gerade in diesem Moment auftritt, nicht oder nur verstümmelt erkennen. 

Wenn bei anderen E-Metern zur Rückführung der Nadel auf SET* eine Taste gedrückt werden muss, bleibt beim Solo-Auditor ein Teil seiner Aufmerksamkeit auf das E-Meter fixiert, und eine seiner Hände ist ständig in Bewegung. Das lenkt ihn von seinem Fall* ab.

Die Nadeln der meisten E-Meter, die sich aktuell auf dem Markt befinden, haben die Tendenz, nach einer weiten Anzeige in Schwingungen zu geraten und sich dadurch nachzubewegen. Sie können das selbst überprüfen, wenn Sie eine der beiden Prüfschaltungen anschließen, die auf dieser Website veröffentlicht werden. Wählen Sie dabei die Methode, mit der sonst die Empfindlichkeit geeicht wird. Wenn dabei ein Widerstand  zugeschaltet wird, der physikalisch einen Skalenendausschlag bewirkt, werden Sie bemerken, dass die Nadel bei diesen E-Metern über das Ziel hinausschießt, (Fachausdruck: “Overshoot”), am Rand anschlägt und anschließend einige Male hin- und herpendelt. Beim “vk1” gibt es solche Phänomene nicht. Die Nachschwingtendenzen seiner Nadel sind absolut Null.

Bei einigen E-Metern gibt es unverändert einen Tonarmknopf. Er wird inzwischen als Anachronismus empfunden, weil das seit vielen Jahren selbständig von der Elektronik erledigt werden kann. Eine Hand des Auditors wird dort für die Bedienung dieses Knopfes gebraucht und steht dadurch für andere Verrichtungen nicht zur Verfügung. Oder sie muss ständig hin- und herbewegt werden und lenkt auf diese Weise den Preclear ab. Im Solo-Auditing hat der Auditor keine Hand frei. Er muss deshalb zur Bedienung des Tonarmknopfes jedes Mal das Schreibgerät aus der Hand legen oder wenig feinfühlig seinen Handrücken dafür verwenden. Die Aufmerksamkeit des Pre-OTs wechselt so unablässig zwischen seinem Fall und dem E-Meter hin und her. Ein inakzeptabler Zustand. Beim “vk1” gehören diese Dinge der Vergangenheit an. In einer normalen Sitzung hat Ihre linke Hand Urlaub oder hält das Papier fest, auf das Sie schreiben. In einer Solo-Sitzung können Sie ihre Aufmerksamkeit während der gesamten Zeit ohne jede Ablenkung auf den eigenen Fall richten.