Dynamiken

Hubbard operierte mit 8 Dynamiken. Das war nicht immer so. In seinem Dianetik-Buch
von 1950 war nur von 4 Dynamiken die Rede. Es geht dabei um die Triebkräfte des Überlebens.  

1. Überleben als man selbst (Ich-Dynamik).
2. Überleben als Partnerschaft zwischen Mann und Frau (Ehe, “Beziehung”).
       Homosexuelle Partnerschaften gehören nicht dazu ¹).  
3. Überleben als Gruppe. Zum Beispiel als Berufsgruppe, Sportverein, Religionsgemeinschaft usw.
4. Überleben als gesamte Menschheit
5. Überleben als Tier oder Pflanze
6. Überleben als Teil des Physikalischen Universums (Materie, Energie, Raum und Zeit).
7. Überleben als Gesamtheit aller geistigen Wesen
8. Unendlichkeitsdynamik (Gott, höchstes Wesen)   

¹) Homosexualität wird in der Scientology-Organisation als Ausdruck einer geistigen Störung betrachtet, weil sie durch die nicht stattfindende Fortpflanzung dem Überlebensgebot der Natur widerspricht. Lesbische Partnerinnen gelten auch dann als suspekt, wenn sie sich durch die Mithilfe einer Samenbank eine Schwangerschaft ermöglichen. Als maßgebend für die sexuelle Orientierung wird jedoch nicht das Wesen selbst, sondern seine Genetische Entität* angesehen.

Die Definition der 5. Dynamik darf mit einem Fragezeichen versehen werden. Tiere in derselben Dynamik wie die Pflanzen unterzubringen, wirkt befremdlich. Der Menschenaffe, der Hund oder das Pferd würden damit gleichgestellt mit Kriechklee oder Moos.

Auch hat Hubbard schlicht solche Lebewesen vergessen, die weder Tier noch Pflanze sind. Zum Beispiel Pilze, Bakterien und Viren. Gerade diese haben einen extrem starken Überlebenstrieb. Pilze verbreiten sich fast überall. Bakterien haben gelermt, sich erfolgreich gegen Antibiotika zu wehren, indem sie Resistenzen entwickeln. Viren verursachen Pandemien und verändern ihre genetische Sequenz, wenn man ihnen mit Impfungen zu Leibe rücken will. Alle drei hätten eine eigene Dynamik “verdient”.

Hubbard legte Wert darauf, dass man sich innerhalb seiner Philosophie nicht mit der 8. Dynamik beschäftigt. Damit entledigte er sich der Notwendigkeit, zum Thema “Gott” Stellung nehmen zu müssen. So wurden die Anhänger aller Religionen gleich behandelt, denn es gab keine Bewertung dessen, woran sie glaubten. Der Moslem sollte sich genauso willkommen fühlen wie der Christ oder der Atheist. 

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