Erdbeschleunigung (korrekt “Gravitationsfeldstärke”)

Darunter versteht man die Beschleunigung, der ein Körper im freien Fall auf die Erde ausgesetzt wäre, wenn er nicht durch die Luft gebremst werden würde. Die auf ihn ausgeübte Kraft ist von der Masse der Erde abhängig. Da diese an den Polen abgeplattet ist, ist die Kraft nicht überall gleich groß. Die Erdbeschleunigung beträgt daher im Durchschnitt 9,81 m/sec² = 1 g. Der Buchstabe “g” steht hier nicht für “Gramm”. Er wird auch verwendet, um Kräfte zu definieren, die andere Ursachen  haben. Zum Beispiel durch die Beschleunigung in Raketen, Kampfflugzeugen, Rennwagen usw. Die Kraft, die beim Abbremsen einer in Bewegung befindlichen Masse auf diese einwirkt oder die man bei einer Rotation als Fliehkraft bezeichnet, wird ebenfalls in g angegeben.

Jede Masse entwickelt Gravitation. Ein fallender Körper wird nicht nur von der Erde angezogen, sondern übt umgekehrt auch eine Zugkraft auf die Erde aus, wodurch sich beide Kräfte addieren. Allerdings wirkt die Massenträgheit einer Beschleunigung entgegen. Dadurch fallen alle Körper (im luftleeren Raum) gleich schnell. Der Physiker Isaac Newton hat das bereits im 17. Jahrhundert als Gesetz zu Papier gebracht und damit das bestätigt, was Galilei schon vor ihm experimentell etabliert hatte.

Menschliche oder tierische Körper können nicht beliebig beschleunigt (oder abgebremst) bzw. starken Fliehkräften ausgesetzt werden. Ohne besondere Vorkehrungen treten bereits ab 5 g ernste Beeinträchtigungen (wie Bewusstlosigkeit) auf. Höhere Werte, die länger andauern, führen zum Tod. 

 

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