OT III  

Einleitung:

Diese OT-Stufe liest sich wie eine naive Science-Fiction-Geschichte, die man auf Neudeutsch auch als “Space Opera” bezeichnen könnte. Der Verfasser legt nachfolgend sehr detailliert dar, warum es sich bei den beschriebenen Vorgängen, die sich im Physikalischen Universum zugetragen haben sollen, um Sachverhalte handelt, die naturwissenschaftlich, mathematisch und logisch in allen Punkten als absurd angesehen werden müssen. Es handelt sich ganz offensichtlich um krankhafte Phantasien, die Hubbard* aus seiner Sicht zu “wahren” Begebenheiten machte. Seine “Story” könnte aus dem Mund eines Knaben stammen, der einen Gleichaltrigen an seinen abenteuerlichen Ideen teilhaben lassen möchte und dabei die Realität völlig außer Acht lässt. Kinder, die sich unbeobachtet fühlen, neigen zu einem solchen Verhalten. Sollten sie es als Jugendliche bzw. Erwachsene nicht ablegen, stuft die Gesellschaft sie als geisteskrank ein. Man denke an den Lügenbaron Münchhausen.     

Wenn Sie Mitglied der Scientology*-Organisation sind, sollten Sie den folgenden Beitrag nicht lesen, weil Ihnen das bei Bekanntwerden Unannehmlichkeiten einbringen kann. Wenn Sie jemand sind, der sich von dieser Organisation getrennt hat, aber Hubbard weiterhin verehrt oder sich mit ihm nach wie vor verbunden fühlt, werden Sie unter Umständen einen Widerwillen verspüren, sich mit dem Wahrheitsgehalt von OT III zu beschäftigen. Dies ist die Folge einer Gedankenkontrolle. Ein geistiger Mechanismus, den man in Ihrem Verstand verankert hat, um Ihr Denken zu manipulieren. Er bewirkt, dass Sie sofort von einer Ladung* getroffen werden, wenn Sie einen Hubbard-kritischen Gedanken entwickeln oder auf Veröffentlichungen stoßen, die sich kritisch mit Hubbard befassen. Diese geistige Kraft zwingt Sie, sich nicht damit zu beschäftigen, sondern sich augenblicklich einer anderen Sache zuzuwenden. Dabei wird zugleich die Furcht gefördert, dass durch neue Informationen oder auch nur durch geäußerte Zweifel Ihre bisher für “stabil” gehaltenen Daten ins Wanken geraten und eine schwerwiegende Verwirrung erzeugen könnten. Es geht dabei sehr konkret um die beängstigende Vorstellung, man könnte sich durch ein solchermaßen “verbotenes” Verhalten den Weg zur geistigen Freiheit versperren. Schließlich geht es bei OT III um ein ganz zentrales Thema. Jedes Individuum vermeidet Verwirrungen, denn durch sie verliert es sozusagen den festen Boden unter den Füßen. Der Mensch versucht daher, möglichst ausschließlich auf der Basis “stabiler Daten” zu operieren. Stabil sind Daten dann, wenn Gewissheit über ihre Richtigkeit besteht. Kommen Zweifel auf, werden sie “instabil”.

Wenn dieser die Person Hubbards und seine Lehre betreffende Kontrollmechanismus nicht immer wieder aufgefrischt wird, verliert er im Laufe der Zeit an Wirkung. Dennoch brauchen manche Aussteiger zehn und mehr Jahre, bis sie sich von dem beschriebenen mentalen Korsett vollständig befreit haben. Sollten Sie sich heute noch nicht dazu bereit fühlen, dann lesen Sie den nachfolgenden Text jetzt nicht, sondern warten Sie einfach in Ruhe ab. Irgendwann werden Sie sich diesem wichtigen Thema ohne Unwohlsein nähern können. Die Gedankenkontrolle, der Sie unterworfen waren, gehört dann der Vergangenheit an. Ob jetzt oder später, seien Sie in jedem Fall unbesorgt. Die kolportierten gesundheitlichen Gefahren, denen man sich angeblich aussetzt, wenn man von der OT III-Geschichte Kenntnis erlangt, ohne zuvor ausreichend darauf vorbereitet worden zu sein, haben keinerlei realen Hintergrund. Sie sind frei erfunden.

Der Verfasser setzt ansonsten voraus, dass Spiritualität* Teil der Realität des Lesers ist. Für Personen, die sich ohne Einschränkung mit dem Materialismus* identifizieren, macht eine Beschäftigung mit dem folgenden Thema keinen Sinn.

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Vorwort:

OT III ist eine der so genannten
OT-Stufen*, die nach dem Erreichen des Zustandes Clear* auditiert* werden, und zwar in der Reihenfolge ihrer römischen Ziffern. Diese sollen die Person zur Vollständigen Freiheit* führen, wobei auf der Gradkarte* von 1970 mit dem Abschluss von OT III noch die “Rückkehr zur vollständigen Selbstbestimmung” versprochen worden war. Dies erwies sich jedoch als Illusion. Als Hubbard das erkannte, musste er mit weiteren OT-Stufen “nachbessern”. 

Der Stoff, der auf den OT-Stufen auditiert wird, unterliegt der Geheimhaltung und wird nur denen zugänglich gemacht, die aktuell damit zu tun haben. Das gilt in besonderem Maße für OT III, denn es spielt auf den OT-Stufen eine ganz maßgebliche Rolle. Für die Geheimhaltung gibt es eine offizielle “technische” Begründung. Sie dient angeblich dem Schutz der Menschheit, was von Eingeweihten jedoch als Unsinn bezeichnet wird. Kritiker sind der Meinung, dass die Scientology-Organisation diese Geheimhaltung betreibt, um sich wegen des abstrusen Inhalts von OT III nicht der öffentlichen Lächerlichkeit preiszugeben und zugleich die eigenen Mitglieder bei der Stange zu halten. Um auf die geheimnisumwitterten OT-Stufen zu gelangen, geben Letztere astronomisch hohe Summen aus. Sie erhoffen sich davon andere Dinge, als sie dann dort vorfinden. Nicht wenige glauben, dass sie als OT* Fähigkeiten erlangen werden, mittels derer sie zaubern und durch die Galaxien fliegen können. Vor allen Dingen erhoffen sie sich eine Befreiung von ihrem Fall*. Diese sich aus ständig wiederholten Versprechungen nährende Hoffnung ist der Universalklebstoff, der die Organisation zusammenhält.      

Wenn Sie die eine Rolle spielenden Zahlen gerne selbst überprüfen möchten, sollte sich ein Taschenrechner in Ihrer Reichweite befinden. Der Verfasser gibt nachfolgend einige Beispiele, bei denen es um die Durchführbarkeit der behaupteten Tötung von Billionen Menschen und ihres anschließenden Transports über weite Strecken im Weltraum geht. 

Auch wenn die nun folgende Schilderung überwiegend im Indikativ formuliert ist, handelt es sich dennoch um reine Fiktion. Man sollte gedanklich also jeden Satz mit dem Zusatz “gemäß Hubbard”, “angeblich”, ”wie behauptet” usw. ergänzen. Das ist wichtig angesichts dieses Hubbard-Zitats:

”The only way you can control people is to lie to them. You can write that down in your book in great big letters. The only way you can control anybody is to lie to them."

Deutsch:
“Die einzige Art, wie du Leute kontrollieren kannst, ist, sie zu belügen. Du kannst es in deinem Buch mit großen, dicken Buchstaben aufschreiben. Die einzige Art, beliebige Leute zu kontrollieren, ist, sie zu belügen.”
(Anmerkung: Jemanden zu “kontrollieren”, bedeutet hier, Ursache über ihn zu sein.)

Das Zitat stammt aus einem Vortrag vom Juni 1952 mit dem Titel “
Off the Time Track”. Als Auszug nachzulesen in THE JOURNAL OF SCIENTOLOGY, Issue 18-G,
Published (July 1953) by The Hubbard Association of Scientologists, Inc., Philadelphia, Pennsylvania
Nachgedruckt auf Seite 418 eines frühen Band I der Roten Volumes*.


Am besten behalten Sie beim Lesen des folgenden Textes stets die Aufforderung des Philosophen Immanuel Kant (1724-1804) in Erinnerung:
“Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!” Prüfen Sie die Dinge also sehr nüchtern und verfahren Sie nicht nach dem Motto: “Es wird schon stimmen, denn Hubbard hat es ja gesagt.” Lesen Sie den Beitrag des Verfassers möglichst in Gänze, denn es werden darin alle Aspekte von OT III beleuchtet. Bevorzugt werden dabei gravierende Nichtübereinstimmungen mit den Naturgesetzen aufgezeigt, aber auch die Widersprüche thematisiert, die Hubbards eigene Philosophie und die Grundlagen seiner Techniken betreffen.
 
Wenn Sie Scientologe sind, dann nehmen Sie die Tabelle der Einschätzungen aus “Wissenschaft des Überlebens” und bestimmen Sie damit unvoreingenommen die chronische
Tonstufe* Hubbards, indem Sie Obnosis* betreiben, wie Sie es gelernt haben. Lesen Sie zu diesem Zweck die Berichte eines David Mayo, eines O.J. Roos und eines Russel Miller. Nehmen Sie insbesondere zur Kenntnis, was Hubbards ältester Sohn anlässlich einer gerichtlichen Anhörung über seinen Vater ausgesagt hat. Die Links zu dieser auf Video aufgezeichneten Anhörung finden Sie am Ende des hiesigen Beitrags. Nachdem Sie die Tonstufe etabliert haben, schauen Sie auf der Tabelle nach, wie es bei Hubbard um den Umgang mit Wahrheit bestellt war. 

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Hubbards OT III:

Vor 75 Millionen Jahren war die Erde Teil einer “Galaktischen Konföderation”, die von einem bösartigen Diktator namens Xenu regiert wurde und aus insgesamt 76 Planeten bestand. Deren Sterne sollen gemäß Hubbard von der Erde aus alle ohne Teleskop zu erkennen sein. Die Planeten waren mit durchschnittlich je 178 Milliarden Menschen total überbevölkert, woraus sich für alle zusammen die gigantische Zahl von 13.528.000.000.000 (= 13,528 Billionen) errechnet. (Zum Vergleich: Die Erde wird gegenwärtig von etwa 7 Milliarden Menschen bewohnt.)  Um diesem Zustand ein Ende zu setzen, beschloss Xenu für seinen Herrschaftsbereich den größten Massenmord aller Zeiten.

Anmerkung:
Das Wort “galaktisch” suggeriert, dass es um etwas geht, das eine Galaxie in ihrer Gesamtheit betrifft. Gemeint ist offensichtlich die Milchstraße. Sie hat eine Ausdehnung von ca. 100 000 Lichtjahren, wobei unser Planetensystem (mit der Sonne in seiner Mitte) darin nur die Größe eines kleinen Krümels hat. Sein Durchmesser beträgt lediglich 8 Lichtstunden, also das Drittel eines Lichttags. Die Milchstraße ist demnach mehr als hundert Millionen mal so groß. Das sind Größenverhältnisse, die die Bezeichnung “galaktisch” tatsächlich verdienen.  

Was die “Konföderation” angeht, so versteht man darunter den Zusammenschluss mehrerer souveräner Staaten. Davon konnte aber keine Rede sein, denn gemäß der OT III-Geschichte übte Xenu allein die Staatsgewalt aus, indem er als Diktator über alle 76 Planeten herrschte. Hubbard, der diesen Begriff verwendete, wusste offenbar nicht, was eine Konföderation ist. Auf seine Bildungsdefizite wird später noch eingegangen.

Die Anzahl der Planeten lässt bereits die ersten Ungereimtheiten erkennen. Um bewohnbar zu sein, braucht ein Planet akzeptable Temperaturen und muss sich deshalb innerhalb der “habitablen Zone” in einem definierten Abstand zu seinem Stern befinden. In unserem Sonnensystem trifft das nur auf die Erde zu. Unser sonnennäherer Nachbarplanet Venus ist mit ca. +400°C viel zu heiß für Leben. Der von der Sonne weiter entfernte Nachbar Mars ist mit -60°C wiederum zu kalt. Die Umlaufbahnen von Venus und Mars dürften nicht dichter an der Erde sein, weil es sonst zur Kollision käme. Selbst bei der momentanen Konstellation sagen Wissenschaftler langfristig einen Zusammenprall zwischen Erde und Venus voraus. Daraus leitet sich ab, dass sich prinzipiell nur ein Planet in der habitablen Zone befinden kann. (Es sei denn, zwei befänden sich auf derselben Umlaufbahn, was sehr unwahrscheinlich ist.)  Jeder der anderen 75 Planeten müsste also einen “eigenen” Stern (ähnlich unserer Sonne) gehabt haben. In einem Vortrag sprach Hubbard jedoch davon, dass es insgesamt nur 26 Sterne gewesen wären. Wenn man die Sonne und ihren bewohnten Planeten Erde ausklammert, hätten sich um die verbliebenen 25 Sterne je drei Planeten auf derselben Umlaufbahn befunden haben müssen. Das ist physikalisch unmöglich, weil sie miteinander kollidiert wären. Derartiges wurde deshalb von Astronomen auch noch nie beobachtet. Möglich sind maximal zwei. Und auch nur, wenn sie bezogen auf ihren Stern einen Winkel von 60° zueinander bilden. In Hubbards Geschichte ist das Missverhältnis der Sternenanzahl zur Zahl der Planeten die erste von zahlreichen (noch folgenden) Absurditäten, die sich auf mangelnde astrophysikalische Kenntnisse zurückführen lässt. Er hat diese Zahlen mutmaßlich frei erfunden.

Das Leben auf einem Planeten hängt jedoch nicht nur von einer verträglichen Temperatur, sondern auch von Wasser, von einer Sauerstoff enthaltenden Atmosphäre sowie fester Materie mit Bausteinen ab, die zur Bildung organischer (kohlenstoffhaltiger) Verbindungen gebraucht werden. Spekulationen über andere Lebensformen erübrigen sich, da laut Hubbard auf allen Planeten die gleichen Menschen lebten. Diese brauchten einen akzeptablen Luftdruck sowie erdähnliche Gravitationsverhältnisse. Also einen Planeten, der eine ähnlich große Masse wie die Erde hatte. Ist die Masse deutlich größer, könnte der Mensch nicht nur nicht aufrecht gehen, er würde vom Gewicht seines eigenen Körpers zerdrückt werden. Selbst bei gleich großer Masse könnte er nur überleben, wenn der Planet (wie die Erde) ein Magnetfeld hätte, das ihn vor schädlicher Strahlung und geladenen Teilchen aus dem All schützt. Ein Magnetfeld ist davon abhängig, ob der Planet einen rotierenden Eisenkern besitzt. Venus und Mars haben einen solchen zum Beispiel nicht und sind deshalb der überlebensfeindlichen Röntgenstrahlung der Sonne sowie deren emittierten Masseteilchen ausgesetzt. Auch der Schutz vor kurzwelliger UV-Strahlung, der auf der Erde durch die Ozonschicht bewerkstelligt wird, ist ein wichtiger Gesichtspunkt. Letztlich dürfte es auch keine extremen Stürme geben, wie sie auf vielen Planeten häufig zu beobachten sind. Auf der Venus ist das zum Beispiel mit bis zu 400 km/h der Fall. Das reicht dicht an die Windgeschwindigkeiten heran, die nach der Explosion einer Atombombe auftreten. Last not least geht es auch um die Ernährung. Sie müsste durch essbare Vegetation und vorhandene Tiere gesichert sein. Der Rahmen für menschliches Leben auf einem Planeten ist also überaus eng gesteckt.

Dass in der OT III-Geschichte jeder der anderen 75 Planeten wie die Erde gewesen sein soll, dürfte angesichts dieser ganzen Voraussetzungen als irreal und naiv zu bezeichnen sein. Der intelligente Leser erkennt, dass hier die Unwahrheiten bereits ihren Anfang nehmen, und er fühlt sich mit dieser Darstellung für dumm verkauft. Wie konnte Hubbard jemals hoffen, dass gebildete Menschen ihm diese Geschichte abnehmen würden? Dort, wo Wahn und Wirklichkeit sich vermengen, werden solche Überlegungen offenbar nicht angestellt, denn für den Wahnerkrankten handelt es sich um “Realität”. Um dennoch eine Analyse des geschilderten Gesamtablaufs durchführen zu können, wird die behauptete Anzahl der Planeten sowie deren Bewohnbarkeit vom Verfasser unverändert so belassen, denn auf welcher Grundlage sollte man sonst Berechnungen anstellen? 

Da Xenu zur Durchführung seines Massenmordes genügend Personal brauchte, wird auf 13 Billionen Opfer “abgerundet”. Der Verfasser ist sich bewusst, dass das eine Willkürlichkeit darstellt, aber es kann kein Zweifel daran bestehen, dass Xenu nicht in der Lage gewesen wäre, diese Aktion ohne zahlreiche Helfer durchzuführen. Außerdem wollte er nach dem Massaker seine Herrschaft geordnet fortsetzen. Dazu war eine gewisse Anzahl an Bewohnern unverzichtbar. Wenn man also von 13 Billionen getöteter Menschen ausgeht und die restlichen 528 Milliarden auf die 76 Planeten verteilt, ergibt das ca. 7 Milliarden für jeden dieser Himmelskörper. Das ist exakt die Zahl der gegenwärtigen Erdbevölkerung und dürfte daher als Berechnungsgrundlage akzeptabel sein.   

Die Nichterdbewohner wurden zunächst an Ort und Stelle auf ihren jeweiligen Planeten gefangen genommen, erschossen, eingefroren und dann mit Raumschiffen zur Erde gebracht, wo man sie um Vulkane herum platzierte und sie der Explosion von Wasserstoffbomben aussetzte. Durch die starken Winde der Explosion wurden die spirituellen Wesen (Seelen), die nun von ihren Körpern getrennt waren, nach oben gewirbelt, mit einem über dem Explosionsszenario schwebenden elektronischen Band gefangen bzw. am Fortkommen gehindert, in “Vakuumzonen” gesaugt und einer 36 Tage langen Masseneinpflanzung* unterzogen.

Die Einpflanzung hatte den Zweck, die Wesen so zu desorientieren, dass sie nie wieder in Xenus Herrschaftsbereich zurückkehren konnten. Als Ergebnis dieser psychomanipulativen Maßnahmen hatten alle Betroffenen ihre Identität verloren und waren statt dessen mit tief eingebrannten Misskonzepten darüber ausgestattet worden, wer oder was sie sind. Dadurch waren sie fortan gezwungen, als Dämonen* umherzuziehen 

Die Beschaffenheit und Funktion des “elektronischen Bandes” bleiben nebulös. Hubbard sprach in einem Vortrag davon, dass es sich um “eine Art stehende Welle” gehandelt habe. Es bleibt unklar, welcher Natur die Welle war. Da der Begriff “elektronisch” verwendet wird, müsste es einen Wellengenerator gegeben haben, der elektronische Bauteile enthielt. Wenn man weiß, dass im Nahbereich einer Atomexplosion Temperaturen von mehreren hunderttausend Grad Celsius entstehen, stellt sich zwangsläufig die Frage, wie das die Elektronik schadlos überdauert haben soll. Da Hubbard von “einer Art” sprach, darf vermutet werden, dass er gar nicht wusste, was eine “stehende Welle” ist. Man spricht davon, wenn eine Welle sich nicht ausbreiten kann, weil sie reflektiert wird und deshalb zurückläuft. In der Hochfrequenztechnik ist das zum Beispiel immer dann der Fall, wenn bei einer Sendeanlage die Impedanzen des Übertragungskabels und der Antenne nicht zueinander passen. Wellen, die sich im freien Raum ausbreiten, treffen üblicherweise auf kein Hindernis, das sie reflektieren könnte. In der Atmosphäre bilden nur (sich bewegende) Flugobjekte eine Ausnahme.     

Hierzu Hubbard im Original während eines Vortrags (Zitat);
“... and then they set off hydrogen bombs on the top of each primary volcano there is on this particular planet and when they blew up it blew the thetans into the air and after the bomb an electronic ribbon, which also was a type of standing wave was erected over the area. The tremendous winds of the planet blew every thetan there was straight into those particular vacuum zones which had been created.”

Deutsch:
“... und dann warfen sie Wasserstoffbomben auf den Gipfel eines jeden in dieser Gegend vorhandenen Hauptvulkans, und als sie sie zur Explosion gebracht hatten, wurden die Thetane (Seelen) in die Luft hinaufgewirbelt, und danach wurde ein elektronisches Band, das eine Art stehende Welle darstellte, über der Gegend errichtet. Die ungeheuren planetarischen Winde bliesen jeden Thetan, der sich dort befand, geradewegs in diese speziellen Vakuumzonen, die erschaffen worden waren.”  

Wörtlich bedeutet das, dass die Wesen als Folge der Explosion senkrecht nach oben “geblasen” wurden. Physikalisch macht das wenig Sinn, denn an den kegelförmigen Vulkanen entstanden zunächst starke Abwinde, die sich dann am Fuß, (wo die Körper abgelegt waren), in allen Richtungen horizontal ausbreiteten. Jegliche Partikel hätten sich also konzentrisch vom Vulkan entfernt und wären mutmaßlich erst nach vielen Kilometern im Rahmen einer aufsteigenden Wolke (teilweise) nach oben befördert worden.

Ganz unabhängig davon sei hier die Frage erlaubt, wie geistige Wesen (Seelen), die nicht aus Materie bestehen und die man deshalb nicht mit Staubpartikeln vergleichen kann, zur Wirkung eines Windes geworden sein sollen. Sich schnell bewegende Luftmoleküle können ihre kinetische Energie nur durch einen Aufprall auf andere (Materie-) Moleküle übertragen. Gleiches gilt sinngemäß für die erwähnten Vakuumzonen. Was sich mit Überdruck nicht wegblasen lässt, kann mit Unterdruck auch nicht eingesaugt werden.

Hubbard sprach ohne nähere Erläuterung davon, diese Zonen seien dort “erschaffen” worden. Wie wurde das gemacht? Soll man sich das als Riesenstaubsauger vorstellen, in denen die Seelen verschwanden und dann darin gefangen waren? Wie hat man dort ihre über einen Monat andauernde Gefangenschaft erzwungen? Wenn die geistigen Wesen geradewegs in die “Vakuumzonen” geblasen wurden, wozu brauchte man dann noch ein elektronisches Band? Was genau war dessen Funktion? Hubbard gibt darauf keine Antworten.

Darüber, wo die 36-tägige Masseneinpflanzung durchgeführt wurde, gibt es unterschiedliche Darstellungen. In einer handschriftlichen Aufzeichnung Hubbards vom 28. Oktober 1968 wird es so dargestellt, dass dieser lange Einpflanzungsvorgang sofort nach der Wasserstoffbombenexplosion noch vor Ort erfolgte. Anschließend soll ein Transport nach Hawaii oder Las Palmas erfolgt sein, wo die geistigen Wesen (Seelen) zu Clustern* verpackt wurden. Hubbard wörtlich in der o.a. handschriftlichen Aufzeichnung: Transport nach Hawaii oder Las Palmas, um zu Clustern verpackt zu werden”. Auch hier wird nicht näher erläutert, wie der Transport von den Vulkanen zu diesen Orten vor sich gegangen sein soll. Der interessierte Leser fragt sich natürlich, ob die geistigen Wesen nach ihrer Entlassung aus den Vakuumzonen nun nicht mehr gekühlt werden mussten, wie das später im Zusammenhang mit der Einfrierungsvariante noch geschildert werden wird. Wurden sie während des Transports nach Hawaii oder Las Palmas in speziellen Behältern untergebracht, aus denen sie nicht entkommen konnten? 

Andere Quellen berichten davon, dass Hawaii und Las Palmas die Orte gewesen sein sollen, an denen die 36-tägige Zwangsprozedur an den Wesen durchgeführt wurde. (So wird es auch in dem später erwähnten Video von “South Park” dargestellt.) Und zwar soll Hawaii für den pazifischen Raum und Las Palmas für den des Atlantiks zuständig gewesen sein. (Den Indischen Ozean ließ Hubbard aus. Wie noch verdeutlicht werden wird, waren Hubbards geographische Kenntnisse lückenhaft.) Eine von den Explosionsorten entfernte Einpflanzung macht insofern mehr Sinn, als sonst der jeweilige Vulkan wegen der räumlichen Nähe für mindestens 36 Tage nicht für weitere H-Bombenabwürfe hätte genutzt werden können. Auch sollen die vielen Bildsequenzen auf riesigen Leinwänden gezeigt worden sein. Bei einer Einpflanzung vor Ort hätte man diese mit in den “Staubsaugern” unterbringen müssen. Dass Hawaii und Las Palmas vor 75 Millionen Jahren noch gar nicht existierten, ist im Zusammenhang mit den sonstigen abstrusen Schilderungen ein “Schönheitsfehler”, der später noch näher kommentiert werden wird.

Die Raumschiffe sahen aus wie die zu Hubbards Zeiten populäre “Douglas DC-8”. (Als Leser empfindet man das als reichlich einfallslos.) Die Menschen auf den anderen 75 Planeten hatten exakt dasselbe Aussehen wie die auf der Erde. Sie trugen dieselbe Kleidung, sie fuhren dieselben Autos, wohnten in denselben Häusern usw., wie es auf der Erde (in den USA) üblich war. Unklar bleibt, ob Hubbard damit den Zeitpunkt von vor 75 Millionen Jahren meinte, oder ob er damit ausdrücken wollte, dass auf allen 76 Planeten sozusagen kleine “Paralleluniversen” existierten bzw. nach wie vor existieren, die sich alle wie ein Haar dem anderen gleichen.  

Die Erdbevölkerung wurde in gleicher Weise mit denselben Einpflanzungen “behandelt”. Zwar entfiel bei ihnen der Raumschifftransport, dennoch mussten auch sie zunächst getötet, eingefroren und mit Flugzeugen zu den jeweiligen Vulkanen gebracht werden. Die logistischen Probleme waren deshalb durchaus vergleichbar, lediglich die benötigten Transportzeiten waren kürzer. Dass vor 75 Millionen Jahren auf der Erde noch gar keine Menschen lebten, wird in diesem Beitrag später noch erörtert. 

Mit den erst seit den 1980er Jahren verfeinerten Möglichkeiten der Radiometrie, (nicht zu verwechseln mit der Radiokarbonmethode, mit der sich nur ca. 50.000 Jahre erfassen lassen), kann das Alter von Steinen, Sedimenten, Fossilien usw. präzise bestimmt werden. Damit ist wissenschaftlich zweifelsfrei der Nachweis zu führen, dass die von Hubbard behaupteten Ereignisse vor 75 Millionen Jahren nicht stattgefunden haben können. Als er seine Geschichte in den 1960er Jahren zu Papier brachte, hatten die Geologen diese Möglichkeiten der Altersbestimmung noch nicht und waren damals der Meinung, dass der Kreide-Tertiär-Übergang als Folge massenhafter Vulkanausbrüche tatsächlich vor 75 Millionen Jahren stattfand und dass das auch der Zeitpunkt war, an dem die Dinosaurier von der Erde verschwanden. Es liegt auf der Hand, dass Hubbard sich mit seiner Geschichte an der damals herrschenden Meinung der Wissenschaftler orientierte. Deshalb auch die darin beschriebene Rolle der Vulkane, die für die durch Xenus Leute angewandten Techniken nicht nur überflüssig, sondern sogar hinderlich gewesen wären.

Heute ist die Erkenntnislage anders. Inzwischen weiß man, dass dieser Übergang und das Aussterben der Dinosaurier erst 10 Millionen Jahre später erfolgte und das Ergebnis eines Asteroideneinschlags auf Yucatan in Mexiko war. (Siehe Iridium-Anomalie.) Zudem ist Hubbards handgeschriebene Liste der Vulkane inhaltlich und historisch mit mehreren Fragezeichen zu versehen. Manche Namen sind geographisch falsch zugeordnet oder existierten vor 75 Millionen Jahren noch gar nicht. “Tangier” (Tanger) war noch nie der Ort eines Vulkans. Auch Las Palmas und Hawaii, die als Standorte für die Einpflanzungen oder auch nur als “Packstationen” gedient haben sollen, entstanden sehr viel später. Las Palmas macht als im Jahr 1478 gegründete Hauptstadt von Gran Canaria keinerlei Sinn. Vermutlich meinte Hubbard die westlich im Atlantik liegende Kanareninsel La Palma. Aber auch das würde nichts ändern. Sämtliche kanarischen Inseln sind vulkanischen Ursprungs und erdgeschichtlich mit kaum mehr als 2 Millionen Jahren noch sehr jung. Hawaii ist noch nicht einmal 1 Million Jahre alt. Hubbard muss sich diese Orte nach einem Blick auf einen Weltatlas der Gegenwart willkürlich ausgesucht und in dem Glauben, die Erdoberfläche hätte schon immer so ausgesehen, seiner Phantasie freien Lauf gelassen haben. Vielleicht hat er aber auch einfach nur bewusst gelogen.

Beschämendes Hubbard-Zitat aus seinem BASIC DICTIONARY OF DIANETICS AND SCIENTOLOGY:
                        
Truth is the exact time, place, form and event.”
Deutsch:Wahrheit ist die exakte Zeit, der exakte Ort, die exakte Form und das exakte Geschehen.”
Daran gemessen ist “OT III”  das genaue Gegenteil von Wahrheit. Nämlich eine Ansammlung grotesker Begebenheiten, die niemals stattfanden. Offen bleibt, ob Hubbard von Anfang bis Ende durchweg vorsätzlich die Unwahrheit sagte. Möglich ist auch, dass er zumindest zeitweilig Wahn und Wirklichkeit nicht trennen konnte. Da er in früheren Zeiten als Science-Fiction-Autor gearbeitet hatte, dürfte er in dieser Hinsicht über besonders ausgeprägte Phantasien verfügt haben. Das Äußern von Phantasien ist nicht verwerflich, solange man sie als solche klar kennzeichnet und nicht vorgibt, dass es sich dabei um Wissen handelt. Letzteres hat Hubbard getan. Deshalb sollte man es Kritikern nicht übel nehmen, wenn sie seine Geschichte als “ein Ding aus dem Tollhaus” bezeichnen und ihn rückblickend für geistig nicht gesund halten. Siehe hierzu den Beitrag über Wahrheit* und den darin geschilderten Zusammenhang zwischen Lüge und Geisteskrankheit.

Hubbard brachte den behaupteten Sachverhalt handschriftlich wie folgt zu Papier:

Beginn des Zitats:

1 )  Gefangennahme (erschossen werden)
2.)  Einfrieren
3.)  Transport nach Teegeeack (manchmal über einen Relaispunkt) 
4.)  Plazierung in der Nähe von einem Vulkan
5.)  Explosion einer Wasserstoffbombe in oder auf dem Vulkan
6.)  Beginn des Implants bis zu “dem Pilot”
usw.

Ende des Zitats. (Anmerkung: “Teegeeack” = Planet Erde.)

Zunächst stellt sich die nahe liegende Frage, welchen Sinn der Transport aller eingefrorenen Körper zu einem einzelnen Planeten hatte. Und warum musste ausgerechnet unsere Erde dafür herhalten? Was zeichnete sie im Vergleich mit den anderen 75 Planeten dafür als besonders geeignet aus? Vermutlich nichts, denn jeder Planet glich ja angeblich wie ein Ei dem anderen. Die Erde auszuwählen, hat Sensationscharakter, wirkt aber auf den Leser naiv und eher einfältig. Hätte man nämlich gleich vor Ort die Wasserstoffbomben als Massenvernichtungswaffen eingesetzt, die von ihren Körpern abgetrennten Wesen (wie bereits beschrieben) eingefangen und sie dann sofort einer “planeteneigenen” Einpflanzungsstation zugeführt, wäre die Sache bereits beendet gewesen.

Die individuelle Erschießung von Menschen macht die Geschichte deshalb extrem unglaubwürdig, weil auf jedem Planeten zunächst etwa 171 Milliarden Menschen gefangen genommen und einzeln erschossen werden mussten. Und das innerhalb eines realistischen Zeitraums. Um sich die Größenordnungen einmal vor Augen zu führen, stelle man sich vor, es wäre 24 Stunden am Tag und  365 Tage im Jahr in jeder Sekunde ein Mensch erschossen worden, dann hätte es rein rechnerisch über 5000 Jahre gedauert, um auf 171 Milliarden zu kommen. In Wahrheit wäre man bei diesem Tempo mit dem Erschießen gar nicht nachgekommen, weil bei einer Zugrundelegung der Geburten- und Sterberate der Erde bei 176 Milliarden Einwohnern, (das Xenu-Personal ist hier mit eingerechnet), pro Sekunde 35 Neugeborene hinzukommen. Um alternativ alles an einem Tag durchzuführen, hätten auf jedem dieser Planeten pro Sekunde je 2 Millionen Menschen erschossen werden müssen. Personell und logistisch ist das außerhalb jeglicher Realität und an Absurdität nicht zu übertreffen. Selbst ein zutiefst überzeugter Anhänger Hubbards müsste eigentlich erkennen, dass man sich hier in einer geisteskranken Vorstellungswelt bewegt.

Die Erschießungsvariante hatte bei Hubbard keinen langen Bestand. Die zuvor geschilderten mathematischen Abwegigkeiten waren dafür nicht der Grund. Ihm war bewusst geworden, dass der Geist (die Seele) eines Menschen nach der Erschießung durch Exteriorisation* hätte entkommen können. Damit wären die geplanten Einpflanzungen nicht mehr möglich gewesen. Bei einem Vortrag änderte er den Tötungsvorgang nun völlig ab und schilderte dort, dass den Menschen bei lebendigem Leib eine extrem abgekühlte Mischung aus Ethylenglykol und Ethanol direkt in die Lunge gespritzt wurde. Dadurch sollen die Körper in sehr kurzer Zeit so abgekühlt worden sein, dass die Seelen gelähmt waren und keine Zeit mehr zur Flucht hatten. Um diesen Zustand aufrechtzuerhalten, kam der Körper dann in eine geeignete Kältemaschine, die bei anhaltender Kühlung z.B. mit einem LKW zum nächsten Flugplatz transportiert werden musste. (Die DC-8 war ja bekanntlich kein Senkrechtstarter.) Während des Flugs hätte man die Kälte des Weltalls nutzen können. Jedoch spätestens beginnend mit dem Zeitpunkt des Ausladens auf der Erde bis zur H-Bombenexplosion hätte die Kühlung sofort wieder aufgenommen werden müssen. Ein enormer technischer Aufwand, der viel zusätzlichen Platz für die Transportbehälter und die Kältegeneratoren sowie riesige Energiemengen benötigt hätte.   

Etwas einfacher macht es sich die amerikanische Zeichentrickserie “South Park”. Sie zeigt ein in Deutsch synchronisiertes Video, das die Tötungsfragen der “Xenu-Story” erst gar nicht erörtert, sondern gleich mit dem Einfrierungsvorgang beginnt: http://www.southpark.de/clips/104274/what-scientologist-actually-believe.

Hinweis: Wenn das Video auf Ihrem PC nicht abgespielt wird, kann das an Einstellungen des Browsers, an der Version des Flashplayers oder anderen Zusatzprogrammen liegen. Versuchen Sie es ggf. mit einem anderen Browser oder einem anderen Betriebssystem, z.B. mit Android auf Ihrem Smartphone oder Tablet.
 
Um die Quelle korrekt zu benennen, sei erwähnt, dass es sich dabei um den Ausschnitt aus einem längeren Video handelt, das den Titel “Schrankgeflüster”, (amerikanisch: “Trapped in the Closet”), trägt und sich kritisch mit den Werbepraktiken von Scientology sowie dem Verhältnis dieser Organisation zu Geld befasst. Die Zuschauer werden zusätzlich dadurch motiviert, das Video anzuschauen, da John Travolta, Tom Cruise und Nicole Kidman als  Zeichentrickfiguren mitwirken:
http://www.southpark.de/alle-episoden/s09e12-schrankgefl%C3%BCster
Original: http://watchcartoonsonline.eu/watch/south-park-s9-e12-trapped-closet/
Deutsch via Openload:
https://openload.co/f/iHxc2vvlnew#
(Gestatten Sie bei “Openload” keine Popups, sondern klicken Sie zum Starten des Videos nur auf den Rechtspfeil in Seitenmitte. Sollten sich weitere Seiten öffnen, schließen Sie diese bitte sofort wieder.  Andernfalls werden unerwünschte Informationen geladen.)

Die deutsch synchronisierte Folge “Schrankgeflüster” kann in HD auch bei Amazon gekauft werden. Siehe Folge 12 unter https://www.amazon.de/dp/B0115NKZYG?tag=sjepisode-21


Die Details von OT III lassen sich also nicht nur in Hubbards Niederschriften finden. Er hat auch Vorträge über dieses Thema gehalten und dabei die Schilderungen der Sachverhalte immer wieder abgeändert. Dass er sich damit regelmäßig selbst widerlegte, störte ihn offenbar nicht. Auch hat er nie eingeräumt, sich zuvor geirrt zu haben. Indem er einen neuen Sachverhalt verkündete, war der alte sozusagen “außer Kraft” gesetzt. Einige dieser Vorträge sind auf Tonträger aufgezeichnet worden und stehen heute noch zur Verfügung. Wer auf Google “Xenu” oder “OT III” eingibt, wird diesbezüglich schnell fündig. Auf Youtube zum Beispiel hier:
https://www.youtube.com/watch?v=ZDMEt4eIqYQ
http://www.youtube.com/watch?v=8hB7KJYIBwc

Das gemäß Hubbard zur Lähmung des menschlichen Geistes angeblich eingesetzte Ethanol gefriert bei -118° C, wird allerdings ab -70° C bereits zähflüssig. Die Beimengung von Glykol, das man als Frostschutzmittel für Autokühler kennt und von dem Hubbard wohl glaubte, damit seien noch niedrigere Temperaturen möglich, verschlechtert in Wahrheit die Eigenschaften von Ethanol. Reines Glykol hat einen Gefrierpunkt von nur -15° C. Eine nennenswerte gefrierpunktsenkende Wirkung entwickelt es nur beim Mischen mit Wasser. Wenn es mit Ethanol vermengt wird, steigt nicht nur dessen Gefrierpunkt, auch die Viskosität wird höher, Ein solches Gemisch wird also zähflüssiger und ist sehr bald nicht mehr für eine Injektion geeignet. Wenn man es tatsächlich so gemacht hätte, wie Hubbard es behauptete, dürften -50° C kaum zu unterschreiten gewesen sein. Daraus lässt sich der Schluss ziehen, dass Hubbard mit der “Kälte-Physik” offenbar bildungsmäßig überfordert war. Es wäre nämlich viel effizienter gewesen, die Lungen der Betroffenen mit flüssigem Stickstoff zu befüllen. Dieser hat eine Siedetemperatur von -196° C. Flüssig ist seine Viskosität sehr viel niedriger als die von Wasser, was den Injektionsvorgang erheblich beschleunigt hätte.

Um den Zustand der Lähmung aufrechtzuerhalten, müssten in der Kältemaschine also ähnlich tiefe Temperaturen erzeugt worden sein. Damit der menschliche Körper solchermaßen “tiefstgekühlt” bleibt, wäre auch bei einer sehr guten thermischen Isolation eine Kompressorleistung von mindestens 500 Watt erforderlich. Um 13 Billionen Menschen in dieser Weise zu kühlen, hätte man bei gleichzeitigem Betrieb aller Kompressoren etwa 6.500 Terawatt elektrischer Leistung bereitstellen müssen. Das entspricht einer Leistung von ca. 85 Terawatt für jeden der 76 Planeten. (1 Terawatt = 1 Million Megawatt). Zum Vergleich: Deutschland hat gegenwärtig einen durchschnittlichen Leistungsbedarf von 3 Terawatt. Man kann sich leicht ausrechnen, wieviele zusätzliche Kraftwerke und Stromtrassen dafür hätten gebaut werden müssen.

Statt, wie zunächst behauptet, nur einen Schuss abzufeuern, hätte das Injizieren kalter Flüssigkeit bei jedem einzelnen Menschen sehr viel mehr Zeit in Anspruch genommen. Später wird noch ausgeführt, dass jede Lunge mit ca. 3.5 Litern komplett hätte befüllt werden müssen. Eine Geschichte, die skurriler kaum sein kann. Eine Lüge zieht bekanntermaßen andere Lügen nach sich. Mit seiner Einfrierungsgeschichte hat sich Hubbard in einem dichten Geflecht falscher Aussagen verstrickt, aus dem er nicht mehr herausfand.

Die Frage, die übrigens im Zusammenhang mit dem Einfrieren nicht beantwortet wird, ist die, wie man ein geistiges Wesen abkühlen könnte. Kälte entsteht durch den Entzug von Wärme. Die hat ein spirituelles Wesen nicht, denn Wärme würde Molekularbewegung bedeuten und deshalb Materie erfordern, aus der das spirituelle Wesen nicht besteht. Das Wesen (die Seele) ist auch ohne Wellenlänge,  (siehe Statik*), und gibt somit keine Strahlung ab. Es ist weder warm noch kalt, sondern hat schlicht gar keine Temperatur. Die Vorstellung, man könnte es mit Kälte “lähmen”, macht daher keinen Sinn. Wenn man weiß, dass bei der Explosion einer H-Bombe mittlerer Größe in einem Radius von 30 Kilometern immer noch eine Hitzestrahlung von ca. 1000 Watt pro cm² entsteht, (mit mehreren hunderttausend Grad Verhältnisse wie im Inneren der Sonne), und diese einem spirituellen Wesen gemäß der OT III-Geschichte nichts ausmacht, warum sollten es dann einige Kältegrade tun?

Anmerkung:
In einem Vortrag berichtete Hubbard davon, wie er als körperloses Wesen von der Erde zu “Markab” flog. Dabei will er den die Erde umgebenden Van-Allen-Gürtel durchquert haben, den er als “warm” bezeichnete. Das ist insofern bemerkenswert, als er damit behauptete, dass ein spirituelles Wesen Temperatur wahrnehmen kann. Indem er den Rest der Reise nicht weiter erwähnte, widerlegte er seine eigene These, wonach ein geistiges Wesen durch Kälte gelähmt werden kann. Im freien Weltraum herrscht eine Temperatur von ca. -270° Celsius (entsprechend 3° Kelvin). Dieser müsste Hubbard ausgesetzt gewesen sein.

Nach der Theorie hält sich das geistige Wesen (Seele) im Kopf des Menschen auf. Wenn es wahr wäre, dass Kälte doch einen Einfluss hätte, muss hier ganz nebenbei die Frage gestattet sein, wie lange es wohl dauern würde, bis die abgekühlte Lunge über Oberkörper und Hals dem Kopf so viel Wärme entzogen hätte, dass auch dieser ähnlich tief wie die Lunge abgekühlt worden wäre. Wegen der bei normaler Raumtemperatur sofort wieder erfolgenden Erwärmung hätte die Lunge komplett mit der kalten Flüssigkeit befüllt werden müssen. Der Kreislauf wäre als Transporteur nicht in Betracht gekommen, da das Blut in den Gefäßen der Lunge sofort gefroren wäre und das Herz deshalb augenblicklich seine Pumptätigkeit eingestellt hätte. Letzteres hätte wegen Sauerstoffmangels nach wenigen Minuten auch den Hirntod zur Folge gehabt. Das geistige Wesen, das die Injektion und deren bösartige Zielsetzung bewusst miterlebt hätte, hätte genügend Zeit gehabt, rechtzeitig durch Exteriorisation zu entkommen. Fazit: Die als “Alternative” zum Erschießen von Hubbard ersonnene Kältebehandlung war ebenfalls nur dilettantisch durchdacht. Die eine Geschichte ist so wirr wie die andere. Man möchte Hubbard zurufen: “How stupid do you think we are?”.   

Die zuvor geschilderte “Injektionsvariante” ist im Internet sehr verbreitet. Es wird vielfach berichtet, dass die Bewohner der jeweiligen Planeten zum Zwecke einer Steuerinspektion einbestellt worden seien. Nach ihrem Erscheinen sollen sie dann mit dieser Mischung aus Alkohol und Glykol “paralysiert” worden sein. In diesem Zustand wurden sie zur Erde transportiert, wo dann durch den H-Bomben-Einsatz eine Trennung der Seele vom Körper erfolgte.

Wenn bereits der Herz- und Hirntod eingetreten ist, kann man nicht mehr von Paralyse (Lähmung) sprechen. Außerdem wird extrem abgekühltes organisches Gewebe spröde wie Glas und zerbricht bei der geringsten mechanischen Belastung. Man hätte die toten Körper nur noch mit größter Vorsicht bewegen können. Beim Transport zur Erde hätten sie aus diesem Grund nicht übereinander gestapelt werden können. Auch ist dieser Vorgang rein rechnerisch nicht nachzuvollziehen Für eine so unvorstellbar große Zahl an Körpern gab es keine Transportkapazitäten. Eine DC-8 konnte ca. 250 Personen befördern. Um 13 Billionen Körper damit zur Erde zu bringen, wären über 50 Milliarden solcher Raumschiffe nötig gewesen Selbst wenn man diese bizarre Aktion als “Shuttle-Betrieb” organisiert hätte und jede Sekunde ein Raumschiff auf der Erde gelandet wäre, hätte man pro Jahr kaum 8 Milliarden Personen befördern können. Insgesamt hätte das also etwa 1700 Jahre gedauert.

Noch nicht erörtert wurde der Umstand, dass die Raumschiffe mit x-facher Lichtgeschwindigkeit unterwegs gewesen sein müssten. Die anderen Planeten waren nämlich nicht Teil unseres Sonnensystems. Trotzdem soll der Transport nur wenige Tage oder Wochen gedauert haben. Mit Einstein ist das nicht vereinbar. Nach seiner Formel e=mc², aus der sich die Äquivalenz von Energie und Masse ergibt, kann sich Masse niemals schneller als das Licht bewegen. Der bei Science-Fiction-Fans populäre WARP-Antrieb, (to warp = krümmen), ist bisher reine Utopie und wird es aller Voraussicht nach auch bleiben, denn die dafür notwendige Energie sprengt jeden vorstellbaren Rahmen.

Während ein Mitarbeiter Hubbards, Cpt. Bill Robertson, später “bestätigte”, dass man bei diesen Transporten mit vielfacher Lichtgeschwindigkeit geflogen sei, verneinte Hubbard das in einem Vortrag. Er behauptete, die Relativitätstheorie sei nicht verletzt worden, denn mit Lichtgeschwindigkeit habe man sich nicht bewegen müssen. Die Reise bis zur Erde hätte auch bei “normaler” Geschwindigkeit nur 6 Wochen gedauert. Dies lässt vermuten, dass er zu diesem Zeitpunkt erheblich verwirrt war oder mangels physikalischer Kenntnisse einfach vorsätzlich etwas erfand. Der unserem Sonnensystem nächste Stern mit dem Namen “Proxima Centauri” ist bereits über 4 Lichtjahre von uns entfernt. Dieser Sachverhalt reicht für sich alleine betrachtet schon vollkommen aus, um OT III als absolut realitätsfern einzustufen.

Anmerkung:
Eine bemannte Reise zum Nachbarplaneten Mars dauert bei günstiger Konstellation gegenwärtig bereits sieben Monate. Die Entfernung der Sonne zu Proxima Centauri ist mehr als 9000 mal so groß wie der Radius unseres Planetensystems von der Sonne bis zum Neptun.. Proxima Centauri gehörte übrigens nicht zu Xenus “Konföderation”, denn er ist von der Erde aus wegen geringer Lichtemission mit bloßem Auge nicht auszumachen. Auf der Nordhalbkugel nördlich von Florida auch nicht mit einem Teleskop. Die 25 anderen Sterne müssten also noch weiter entfernt gewesen sein. Eine Liste von Nachbarsternen finden Sie auf 
http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_n%C3%A4chsten_Sterne. Dort ist nachzulesen, wieviele Lichtjahre sie entfernt sind.

Dass Masse sich niemals schneller als das Licht bewegen kann, ergibt sich aus dem Umstand, dass diese mit zunehmender Geschwindigkeit immer größer wird. Je größer eine Masse, desto mehr Kraft ist erforderlich, um sie weiter zu beschleunigen. Schon für ein Hundertstel Lichtgeschwindigkeit, (3000 km/sec), müsste für ein Raumschiff unvorstellbar viel Kraft aufgewendet werden, wozu bisher bekannte Antriebe nicht imstande wären. Das schnellste je von Menschen gebaute Flugobjekt, eine US-Sonde, bewegte sich mit 15,83 km/sec und brauchte damit immer noch mehr als neun Jahre, um Pluto am Rand unseres Planetensystems zu erreichen. Mit 300.000 km/sec ist Licht ca. 19000 mal so schnell. Selbst im weltgrößten Teilchenbeschleuniger “CERN” (Schweiz) erreichen die Protonen nur annähernd die Geschwindigkeit des Lichts. Dazu müssen mehrere tausend extrem starke Elektromagnete eingesetzt werden.

Wie jeder Geologe bestätigen kann, existierten vor 75 Millionen Jahren weder Hawaii noch Las Palmas. (Die erdgeschichtlichen Fakten wurden oben bereits dargelegt.)  Solche grundlegenden Fehler können einem drittklassigen Science-Fiction-Autor unterlaufen, nicht jedoch jemandem, der das der Menschheit als wahre Begebenheit vermitteln will, die sich bis in die Gegenwart angeblich extrem traumatisch auf jedes einzelne Individuum auswirkt. Hier offenbart sich bei Hubbard eine Selbstüberschätzung, die es ihm als völlig unnötig erscheinen ließ, sich mit geologischen Grundlagen oder mit der Geographie der Erde näher zu beschäftigen. Dies wird zum Beispiel dadurch deutlich, dass er in seiner Vulkanliste von Nord- und Südjapan spricht. Offenbar war ihm unbekannt, dass Japan vor 75 Millionen Jahren noch Teil der eurasischen Platte war und sich erst später von ihr abtrennte. Alle diese Details machen deutlich, dass Hubbard erhebliche Bildungsdefizite aufwies. Es betraf nicht nur die Geographie und die Geologie, sondern auch die Astrophysik, die Kernphysik, die Wärmelehre, die Chemie, die Mathematik und die Medizin. Dies passt zu der Tatsache, dass Hubbard sich als junger Mann bei der (US) Naval Academy in Annapolis beworben hatte und am 18.12.1929 wegen mangelnden Allgemeinwissens durch die Aufnahmeprüfung gefallen war. (Quelle: Hubbard-Biographie von Russel Miller.)

Wie oben bereits erwähnt, waren die Vulkane für die geplanten Masseneinpflanzungen überflüssig. Hubbard baute das in seine Geschichte ein, damit es zur Hypothese der Geologen für das Massenaussterben auf der Erde passte. Ein planetenweiter Einsatz von Kernfusionswaffen hätte nicht nur die abgelegten Körper in der beabsichtigten Weise verdampft, es wären natürlich auch die Dinosaurier sowie die meisten anderen Landtiere getötet worden. Die Geologen, die das Massenaussterben mit massenhaften Vulkanausbrüchen in Verbindung brachten, gingen bei dieser Annahme von einer natürlichen Ursache aus. Heute wissen wir, dass sie gar nicht stattfanden, sondern die Dinosaurier eine Galgenfrist von weiteren 10 Millionen Jahren bekamen. Wie bereits berichtet, setzte der Asteroideneinschlag auf Yucatan (Mexiko) erst vor 65 Millionen Jahren ihrem Dasein ein Ende.

Hätte man  tatsächlich über den ganzen Planeten Erde verteilt Wasserstoffbomben zur Explosion gebracht, wäre es sofort zu einem so genannten nuklearen Winter gekommen. Der aufgewirbelte Staub hätte über lange Zeit die Sonne so verdunkelt, dass es nicht nur ständig Nacht gewesen wäre, die Erde hätte sich auch extrem abgekühlt, weil die Infrarotstrahlung durch den Staub ebenfalls absorbiert worden wäre. Außerdem hätte es in unvorstellbarem Ausmaß planetenweit radioaktiven Fallout¹) sowie sauren Regen²) gegeben, von dem auch die behaupteten Standorte Hawaii und Las Palmas massiv betroffen gewesen wären. Unter diesen Bedingungen hätte das “Xenu-Personal” dort gar nicht “arbeiten” können. 

¹) Darunter versteht man radioaktiven Niederschlag, der in größeren Mengen oder höherer Konzentration für Mensch und Tier tödlich ist. Zwar entsteht bei der Kernfusion einer Wasserstoffbombe außer Tritium keine weitere Radioaktivität, aber um die Fusion in Gang zu setzen, muss eine herkömmliche Atombombe nach dem Kernspaltungsprinzip (Uran, Plutonium) vorgeschaltet sein, um die dafür notwendigen extremen Temperaturen zu erzeugen. Die Kernspaltungsbomben produzieren radioaktiven Fallout in beachtlichem Umfang. (Überwiegend längerlebiges Cäsium 137 und Strontium 90.)  

²)
Saurer Regen entsteht beim Einsatz von Nuklearwaffen in der Atmosphäre auf zweierlei Weise:
a) Durch die große Hitze werden Teile des zu fast 80% in der Luft enthaltenen Stickstoffs in Stickoxide umgewandelt. Diese bilden  mit Wasser und Sauerstoff
Salpetersäure.
b) Aufgewirbelter schwefelhaltiger Staub lässt im Zusammenwirken mit Wasser und Sauerstoff
Schwefelsäure entstehen. Beide Säuren haben einen sehr niedrigen pH-Wert und sind hochaggressiv. Man vermutet, dass Tiere (wie die Dinosaurier), die sich nicht in Erdlöchern oder Höhlen verkriechen konnten, beim Asteroideneinschlag vor 65 Millionen Jahren in großer Zahl durch die Säureniederschläge qualvoll zu Tode kamen, noch bevor sie durch Nahrungsmangel und Kälte hätten verenden müssen.

E
s versteht sich von selbst, dass der Wasserstoffbombenabwurf keine einmalige Angelegenheit gewesen wäre, weil man aus Platzgründen 13 Billionen Menschen nicht um eine Handvoll Vulkane ablegen kann. Wenn man mal davon absieht, dass es ohnehin an den dafür notwendigen Transportkapazitäten mangelte, um  eine so riesige Anzahl an Menschen mit einem Mal zur Erde zu bringen, hätte man sie für die bevorstehende Prozedur hier nicht zwischenlagern können. Die nicht mit Meeren bedeckte Fläche der Erde beträgt etwa 150 Millionen Quadratkilometer. Wenn man die 13 Billionen darauf verteilt hätte, wäre jeder Quadratkilometer rein rechnerisch mit knapp 90.000 Körpern bedeckt gewesen. Körper, die allesamt bis unmittelbar vor der Explosion hätten gekühlt werden müssen, um gemäß der oben geschilderten Theorie eine Flucht der Wesen zu unterbinden. Letzteres wäre technisch absolut undurchführbar gewesen, weil es dazu entsprechend vieler Kältegeneratoren, geeigneter Aufbewahrungsbehälter und unvorstellbarer Mengen an Energie bedurft hätte.

90.000 menschliche Körper, das entspräche einer Bevölkerungsdichte, die den Wert des Stadtstaats Monaco  um mehr als das Fünffache übersteigt. In Monaco leben durch die dichte Bebauung ca. 16.000 Menschen je Quadratkilometer. 90.000 pro Quadratkilometer ist im Übrigen nur ein theoretischer Wert, denn in Wahrheit wäre die Lagerungsdichte noch sehr viel höher gewesen. Es hätten nicht nur weiträumig die Orte ausgespart werden müssen, an denen die Wasserstoffbomben zur Explosion gebracht wurden, man hätte auch die vielen dichten Wälder, Sümpfe, steilen Gebirgshänge sowie die Binnenseen und Flüsse nicht nutzen können. 

Die H-Bombenabwürfe hätten also über viele Jahre immer und immer wieder erfolgen müssen, wenn sie stets nur an den erwähnten Standorten der Vulkane durchgeführt worden wären. Das hätte nicht nur keiner der Vulkankrater lange überlebt, das Gebiet um sie herum wäre auch so hochgradig verstrahlt gewesen, dass das “Xenu-Personal” dort keine weiteren Körper mehr hätte ablegen können, ohne in kurzer Zeit selbst getötet zu werden. 

Noch ein Wort zu den Dinosauriern. Ihr völliges Verschwinden war die Voraussetzung dafür, dass (größere) Säugetiere und damit die Menschen sich entwickeln konnten. Auch wenn Hubbards Geschichte das den Lesern so vermitteln will, Menschen und Dinosaurier haben niemals zur selben Zeit auf der Erde gelebt. Wenn es vor 75 Millionen Jahren bereits menschliches Leben auf der Erde gegeben hätte, müssten sich aus dieser Zeit in großer Zahl Fossilien finden lassen. Das ist nicht der Fall. “Homo erectus” entstand vor ca. 2 Millionen Jahren, “Homo sapiens” existiert dagegen nachweislich erst seit etwa 200.000 (= 0,2 Millionen) Jahren. Wegen solcher Dinosaurier, die zu den Fleischfressern gehörten, hätte jedes größere Säugetier und natürlich auch der Mensch nicht die geringste Überlebenschance gehabt. Der “T-Rex” und seine Artgenossen fraßen alles, was ihnen über den Weg lief. Diese Riesenreptilien dominierten den Planeten Erde fast 200 Millionen Jahre lang und damit tausendmal länger als dies “Homo sapiens” bisher möglich war. Offenbar waren die Lebensbedingungen ideal für sie.    

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Schlusswort:

Sofern das, was dem Leser mit “OT III” hier dargeboten wird, von Hubbard selbst geglaubt wurde, muss es Teil seiner durch Wahnvorstellungen geprägten Persönlichkeit gewesen sein. Im Glossar wird unter dem Stichwort “Hubbard” ausführlich auf die ihn auszeichnenden Symptome des Größenwahns eingegangen. Jeder halbwegs intelligente Mensch, der sich mit dieser Geschichte befasst, durchschaut ihr bizarres Lügengeflecht und weist es entschieden zurück. Niemandem macht es Freude, so hanebüchen belogen zu werden. Diese OT III-Geschichte, die für jedes nicht völlig verblendete Wesen einen massiven Bruch in Realität darstellt, ist ein Beleg dafür, dass Menschen unter dem Einfluss kollektiver Suggestion dazu gebracht werden können, die abstrusesten Sachverhalte als Wahrheit zu akzeptieren und dann selbst leidenschaftlich als wahr weiterzugeben. Sich davon wieder freizumachen, ist kein leichtes Unterfangen. Aussteiger brauchen mitunter viele Jahre, bis sie wieder völlig in die Realität zurückgekehrt sind. Manche schaffen es ohne kompetente Hilfe gar nicht.   

Für diejenigen, die sich auf Hubbards Brücke* gescheitert fühlen, ist es eine wichtige Botschaft, dass OT III als Unwahrheit etabliert wurde. Daraus leitet sich ab, dass es ein “Viertes-Dynamik-Engramm*”, das auch als “Incident II” bezeichnet wird, niemals gab. (Mit der “Vierten Dynamik” ist per Definition die Gesamtheit aller Menschen gemeint). Da die OT III-Geschehnisse nicht stattfanden, gab es auch keine Wiederholung des CC-Implants* und des OT II-Implants*. Beide sollen laut Hubbards schriftlichen Aufzeichnungen der 36-tägigen Masseneinpflanzung unmittelbar vorausgegangen sein.

Manchem mag es plötzlich wie Schuppen von den Augen fallen, warum er auf den OT-Stufen nicht die versprochenen spektakulären Fallverbesserungen erzielte, sondern oft sogar zusätzliche Ladung* anhäufte. Die Betroffenen mögen gespürt haben, dass auf diesem Teil der Brücke etwas Grundlegendes nicht stimmt. Darunter nicht wenige, die sich in eine Situation hineingedrängt sahen, wo sie durch Autosuggestion etwas akzeptieren sollten, das sie eigentlich ablehnten oder sogar von Anfang an als Unwahrheit identifizierten. Andere fühlten sich ins Unrecht gesetzt oder werteten sich selbst ab, weil das E-Meter bei ihnen ab OT II so gut wie keine Reaktionen mehr zeigte. 

Dagegen gab und gibt es Personen, bei denen das E-Meter auf OT II bis OT V gut anzeigt und bei denen in nicht geringem Umfang Tonarmaktion* auftritt. Letzteres ist ein immer wieder zu hörendes Argument für das Auditieren dieser OT-Stufen, wobei es häufig für gleichgültig gehalten wird, ob die von Hubbard behaupteten Ereignisse tatsächlich stattgefunden haben oder nicht. Der Verfasser teilt diesen Standpunkt nicht. Er ist der Auffassung, dass der Zweck nicht die Mittel heiligen darf. Eine Unwahrheit wird nicht dadurch zur Wahrheit, dass ihre Präsentation eine als wünschenswert betrachtete Reaktion bewirkt. Es war immer eines der Grundprinzipien der Lehren Hubbards, dass das Hinzufügen einer Lüge das Konfrontieren schmerzlicher Geschehnisse verhindert und somit Alter-Isness* bedeutet. Letztere ist die Ursache für das Entstehen bzw. die Fortdauer von Bank*.  

Tonarmaktion bedeutet i.d.R., dass Ladung  abgeflossen ist. Daraus lässt sich jedoch nicht herleiten, wann die Ladung entstanden ist oder worauf sie sich bezog. Die Beschäftigung mit Sachverhalten, die als Wahrheit dargeboten werden, tatsächlich aber Lügen sind, lassen den Tonarm zwangsläufig steigen, und sei es auch nur aus Protest oder weil andere Sachverhalte dadurch restimuliert* werden. Wenn er anschließend wieder zyklisch fällt, erzielt die Person dadurch zwar objektiv Tonarmaktion, jedoch keinen Fallgewinn*. Der Grund dafür ist einfach. Um als Fall Fortschritte zu erzielen, muss Wahrheit konfrontiert werden. Ansonsten kann man konsequenterweise nur von Fallgewinn sprechen, wenn der Betreffende seine Position auf der Tonskala* anhebt und dauerhaft auf dem neuen Level bleibt.

Lesen Sie zum Zwecke einer abschließenden Gesamteinschätzung auch den Beitrag über Dämonen*. Deren Existenz wird vom Verfasser weder bestätigt noch in Abrede gestellt. Jedem bleibt es selbst überlassen, wie er mit diesem Thema umgeht.

Auch wenn Hubbard in diesem Beitrag als pathologischer Lügner analysiert wird, sollen damit seine unbestreitbaren positiven Lebensleistungen nicht geschmälert werden. Der Verfasser erkennt ausdrücklich an, dass Hubbard auf dem Gebiet des menschlichen Verstands bemerkenswerte Forschungsergebnisse erzielte und dass er funktionierende Techniken zur Beseitigung unerwünschter Zustände entwickelte. Rückblickend ist es bedauerlich, dass Letztere durch seine ambivalente Persönlichkeit in der Gesellschaft nicht als wertvoll anerkannt sind und daher nicht oder nur vereinzelt angewendet werden. Frei von ideologischen oder religiösen Aspekten ist zum Beispiel die von ihm entwickelte Studiertechnologie*. Diese könnte unser ineffektives Bildungssystem wieder auf Vordermann bringen.  Durch sein widersprüchliches Verhalten hat Hubbard dem eigenen Lebenswerk einen Bärendienst erwiesen. Geschichtlich ist er dadurch zur tragischen Figur geworden.

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Es folgen die URLs (englischsprachiger) Videos, die sich mit den Charaktereigenschaften von Hubbard beschäftigen. Die ersten vier zeigen eine längere Vernehmung seines ältesten Sohns Lafayette Ronald Jr. durch ein US-Gericht aus dem Jahr 1982. Dessen Aussagen dürften authentisch gewesen sein, denn das Gericht hatte ihn zu Beginn darauf hingewiesen, dass falsche Angaben zu einer Bestrafung führen würden.

Lafayette Ronald Hubbard Jr

Er hatte als junger Mann seinen Vater zunächst unterstützt, sich dann aber bald von ihm distanziert, weil er (nach eigener Aussage) die Lügen und kriminellen Machenschaften seines Vaters nicht länger tolerieren wollte. Da er sich am Ende sogar schämte, den Namen Lafayette Ronald Hubbard zu tragen, ließ er seinen Familiennamen in “deWolf” ändern. So hieß sein Urgroßvater mütterlicherseits.   

https://www.youtube.com/watch?v=G2y3kNhJHE8
https://www.youtube.com/watch?v=juba_gNQ7LI
http://www.youtube.com/watch?v=0Sq_-yZ86Rw
http://www.youtube.com/watch?v=-N96gtILYsI
https://www.youtube.com/watch?v=mcPoSo49dYU
https://www.youtube.com/watch?v=GGF7rJPQAmo

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