Overt

ist bei Hubbard ein anderes Wort für Verfehlung. Das Wort kommt aus dem Englischen und bedeutet in Verbindung mit “act”, (overt act), als juristischer Begriff eine “offenkundige Handlung”. Also eine, die gegen gesetzliche, ethische oder moralische Normen verstößt. Prinzipiell bestimmt ein Individuum selbst, welche seiner Handlungen einen Overt darstellen. Nicht immer befindet er sich dabei in Übereintimmung mit seiner Umwelt. Ein wesentlicher Grund dafür sind Rechtfertigungen. Da der Mensch als grundlegend gut gilt, muss er Verfehlungen rechtfertigen, um vor sich selbst bestehen zu können. Eine Rechtfertigung, die abenteuerlich formuliert sein kann, macht den Overt im geistigen Universum der Person unbedeutender oder lässt ihn ganz “verschwinden”. Eine Rechtfertigung, die ein Individuum vor sich selbst ständig wiederholt, wird zu seiner eigenen “Wahrheit”. 

Wenn der Auditor bei einer Person einen Overt “säubert”, (von Ladung* befreit), fragt er regelmäßig danach, ob er gerechtfertigt wurde. Das ist immer der Fall. Häufig wird mehr als eine Rechtfertigung gefunden. Der Auditor fragt wiederholend so lange danach, bis keine mehr genannt werden kann. Erst wenn tatsächlich alle Rechtfertigungen entfernt wurden, erkennt die Person die wahre Schädlichkeit ihrer Handlung und übernimmt dafür die volle Verantwortung.    

Rechtfertigungen können in der Gestalt eines Service Faksimiles* auftreten. Es ist deshalb wichtig, dass der Auditor in Sitzung jede Rechtfertigung mit ihrem genauen Wortlaut in sein Arbeitsblatt einträgt, damit sie bei passender Gelegenheit ggf. auditiert werden kann. . 

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