Service-Faksimile  (Abk.: “Serfac” oder “S.F.”)

Zwanghaftes Rechthabenmüssen. Es handelt sich dabei  um eine Berechnung, die ohne Inspektion der tatsächlichen Verhältnisse im Leben angewendet wird, um sich selbst ins Recht und/oder Andere ins Unrecht zu setzen. Beispiel: “Alle Politiker sind korrupt!” 

Ein S.F. ist eine schwerwiegende und sehr überlebensfeindliche geistige Störung, die im Volksmund oft auch als “fixe Idee” bezeichnet wird. “Fix” (= fest), weil sie nicht veränderbar ist. Es handelt sich um ein
Postulat*, das als “Lösung” für eine tiefgreifende Verwirrung durch das Individuum erschaffen wurde. Diese Lösung besteht darin, eine Erklärung für Sachverhalte oder Mechanismen zu erfinden und sie von diesem Zeitpunkt an leidenschaftlich als Wahrheit zu vertreten. Statt der eigenen Erfindung kann bei entsprechender Disposition auch die erfundene Erklärung Anderer übernommen werden. Zum Beispiel bei religiösen oder philosophischen Gruppen, Sekten, Umweltaktivisten, Tierschützern usw.  Nicht selten enthält das S.F. zugleich eine Rechtfertigung für die Anwendung von Gewalt. 

Personen mit geringer Bildung sind häufiger in der Situation, Dinge nicht zu verstehen. Es besteht dann die Versuchung, sie grob zu vereinfachen oder völlig zu verfremden. 

Bei Personen mit paranoiden* Denkmustern treten Servie-Faksimiles besonders oft auf. Sei es, dass sie sich durch staatliche Reglementierungen verfolgt oder durch Baumaßnahmen sowie technische Einrichtungen bedroht fühlen. Das ist z.B. der Fall bei Straßenprojekten, neuen Eisenbahnstrecken, Stromtrassen, der Atomkraft, Mobilfunkmasten usw. Anhänger von Verschwörungstheorien findet man häufig in diesem Personenkreis.

Das S.F. ist mit Ladung* beaufschlagt und kann deshalb am E-Meter eindeutig identifiziert werden. “Service” deshalb, weil es der Person “dient”. In manchen Referenzen wird es deshalb auch als “Dienst-Faksimile” bezeichnet.  Es erklärt alles und bewahrt das Individuum so davor, in seine alte Verwirrung zurückzusinken. Da die Person “im Recht” ist, braucht sie die aktuelle Situation nicht zu inspizieren und hält es so für überflüssig, sich mit den Argumenten der Anderen auseinanderzusetzen. Sie lehnt Kommunikation darüber ab und nimmt sehenden Auges in Kauf, Andersdenkende zu verstimmen. Nichts wäre für die Person schlimmer als eingestehen zu müssen, dass sie hinsichtlich des im S.F. behandelten Themas im Unrecht ist.

Das S.F. kann zu sehr ernsten Konflikten führen. Sowohl im engeren Kreis als auch mit der Gesellschaft. Diese geistige Störung kann darüber hinaus die Begehung von Straftaten sowie chronische Krankheiten zur Folge haben. Das S.F. ist “betonhart” und weicht normalem Auditing nicht. Zu seiner Beseitigung bedarf es prinzipiell derselben Technik, die auch beim FPRD* angewendet wird. Die Verwirrung muss gefunden und vollständig konfrontiert werden. Erst dann wird das Postulat aufgegeben. Hubbard hatte das zunächst nicht erkannt und geglaubt, man könnte diese Störung einfach durch repetitive Techniken beseitigen. Das erwies sich als nicht wirksam. Dennoch war ihm klar, dass das S.F. ein “Blutsbruder” der bösen Absicht* ist. Auch jener liegt eine Verwirrung zugrunde, jedoch steht bei ihr nicht das Rechthaben im Vordergrund, sondern der Entschluss zu zerstören. Details finden sie u.a. hier:
 

HUBBARD KOMMUNIKATIONSBÜRO
Saint Hill Manor, East Grinstead, Sussex
HCO BULLETIN VOM 5. SEPTEMBER 1978

DIE ANATOMIE EINES DIENSTFAKSIMILES

Wie wird dieses stabile Datum so fixiert? Es wird fixiert und im Laufe der Zeit immer stärker und immer stärker durch die Verwirrung, die es handhaben sollte, aber nicht handhabt. .........

 

HUBBARD KOMMUNIKATIONSBÜRO
Saint Hill Manor, East Grinstead, Sussex
HCO BULLETIN VOM 6. SEPTEMBER 1978
AUSGABE II

DIENST-FAKSIMILES UND ROCKSLAMS

Das ist das Dienstfaksimile - Blutsbruder der verborgenen, bösen Absicht, die hinter dem Rock-Slam steht.
Das Dienstfaksimile spricht nicht auf normales Auditing an. .........


Mit dem Prozess “R3SC-A”, (
HCO BULLETIN VOM 6. SEPTEMBER 1978 AUSGABE III), lässt sich ein S.F. entdramatisieren. Dabei werden repetitiv die nachfolgenden Fragen gestellt. An die Stelle der Punkte wird der Wortlaut des S.F. eingefügt:

1. Wie würde ........ dich ins Recht setzen?
2. Wie würde ........ Andere ins Unrecht setzen?

3. Wie würde ........ dir helfen, Beherrschung zu entgehen?
4. Wie würde ........ dir helfen, Andere zu beherrschen?

5. Wie würde ........ dein Überleben fördern?
6. Wie würde ........ das Überleben Anderer behindern?

Die meisten Menschen haben mehr als nur ein S.F. Wenn es politische oder gesellschaftliche Dinge zum Inhalt hat, neigen die davon beaufschlagten Personen dazu, sich mit Gleichgesinnten zusammenzutun. Nicht jedes S.F. wird ständig dramatisiert oder wirkt sich immer sozialschädlich aus. Je nach Grad der daraus resultierenden Folgen werden solche fixen Ideen vom Rest der Gesellschaft als Wunderlichkeiten, “Macken” oder Verrücktheiten klassifiziert und häufig achselzuckend hingenommen. Nur bei Verletzungen der Rechtsnormen schreitet die Staatsgewalt ein. Sei es durch die Strafverfolgungsbehörden oder durch Zivilgerichte, die den Rechtsverletzer zur Unterlassung zwingen. Von diesem werden die angedrohten oder vollstreckten Sanktionen als massive Unterdrückung empfunden, denn sie setzen ihn ins Unrecht.

Ähnlich wie bei Bösen Absichten* besteht auch bei Service-Faksimiles die Schwierigkeit darin, zunächst welche zu finden. Auf dem Grad IV* geschieht das mit geringer Ausbeute durch L&N*. Die meisten dieser Postulate werden im normalen Auditing nebenbei entdeckt. Der Auditor erkennt sie daran, dass sie bei ihrer Äußerung durch den PC am E-Meter eine Sofortanzeige* produzieren.

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