Psychose

Die Psychose war früher eine Allgemeinbezeichnung für psychische Störungen. Heute versucht man zu differenzieren und beschränkt es auf Geisteskrankheiten. Wer psychotisch ist, gilt als geisteskrank. Er sieht um sich herum überall Bedrohungen und Gefahren durch Menschen, Tiere oder Sachen. Nicht selten hört er auch Stimmen, die ihn in Angst und Schrecken versetzen, die ihm destruktive Befehle erteilen, ihn verhöhnen usw. Psychotiker sind überwiegend oder völlig Sklaven ihres Unterbewusstseins. Dadurch ist nicht selten ihre Wahrnehmung gestört. Sie können dann Lebenssituationen nicht mehr objektiv einschätzen und interpretieren das Verhalten von Mitmenschen irrational, indem sie ihnen generell böse Absichten unterstellen. Die wahre Persönlichkeit eines Psychotikers ist meist nicht mehr zu erkennen.

Auf Hubbards Tonskala* beginnt die Psychose abwärts ab 1.5 (Wut). Psychotische Menschen, die in der Vergangenheit bereits Patienten der Psychiatrie* waren, werden in Scientology* mit “spitzen Fingern” angefasst und in aller Regel abgewiesen. Das hat auch damit zu tun, dass Hubbard eine extrem schlechte Meinung von der Psychiatrie hatte. Er behauptete, alle Psychiater seien Verbrecher, die an ihren Patienten nur ihre sadistischen Neigungen ausleben und gar nicht die Absicht haben zu helfen. Besonders der Umgang mit Menschen, die sich in geschlossenen psychiatrischen Einrichtungen befinden, wurde von Hubbard immer wieder sehr scharf kritisiert. Er geißelte barbarische Behandlungsmethoden wie das Verabreichen von Elektroschocks oder willkürliche chirurgische Eingriffe in das Gehirn der Patienten. Hubbard hielt Psychiater selbst für hochgradig geisteskrank und bezeichnete sie als Unterdrücker*.      

Viele Psychotiker sind auch
Phobiker* oder gelten zumindest als paranoid*. Ein bekanntes Beispiel dafür ist Stalin. Er soll sich bei (eingebildeten) Gefahrensituationen unter dem Bett versteckt haben. Hitler, der chronisch auf der Tonstufe “Wut” war, gilt rückblickend ebenfalls als psychotisch.  

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