Tesla, Nikola

Am 10.7.1856 auf dem Gebiet des heutigen Kroatien geboren, war Tesla als Elektrotechniker in seinem Metier einer der begabtesteten Erfinder, den die Welt bisher kannte. Viele seiner Ideen waren der Zeit weit voraus und führten bei manchen Beobachtern zu der Überzeugung, Tesla sei “nicht von dieser Welt”. Zu seinen Lebzeiten meldete er über 300 Patente an.

Mit 28 Jahren siedelte er in die USA über. Dort arbeitete er zunächst mit Edison zusammen, der ihm jedoch aus persönlicher Eitelkeit nicht den nötigen Spielraum für seine vielen Aktivitäten einräumte. Tesla ging daher alsbald zu Westinghouse, wo er dem Wechselstrom* zum Durchbruch verhalf.

Edison, der Verfechter des Gleichstroms* war, verteufelte den Wechselstrom als gefährlich und unterstützte in den USA seine Verwendung beim “elektrischen Stuhl”, um dies so aller Welt vor Augen zu führen. Er konnte die Verbreitung des Wechselstroms dadurch jedoch nicht aufhalten. 

Der Wechselstrom, den man auf einem Oszilloskop als Sinuskurve wahrnehmen kann, überträgt wegen seiner Wellentäler die Energie nicht so effektiv wie Gleichstrom. Damit das dennoch möglich ist, muss die Spannung zwischen Wellental und Wellenberg, (die so genannte Spitzenspannung) deutlich erhöht werden. Die aus den Haushaltssteckdosen kommenden 230 Volt Wechselstrom bezeichnen die Effektivspannung. In Wahrheit beträgt die Spannung zwischen dem Minimum und dem Maximum der Sinuskurve 325 Volt. Um also elektrischen Strom mit geringerer Spannung effektiver zu übertragen, erfand Tesla ganz bald den Zweiphasen-Wechselstrom. Zwei Sinuskurven sind sich dabei um 180° phasenverschoben überlagert. Während eine gerade ein Tal durchläuft, hat die andere einen “Berg”. Das verbesserte die Verhältnisse, war aber noch immer nicht ideal. Am Ende stand die Einführung des Dreiphasen-Wechselstroms, bei dem jede Phase um 120° verschoben ist. Dieser wird bis in die Gegenwart verwendet und auch als “Drehstrom” bezeichnet. (Früher war dafür auch “Kraftstrom” ein gängiger Begriff.) Zwischen den einzelnen Phasen des “Haushalts-Drehstroms” herrscht eine Spannung von 400 Volt. Bei einer dreiphasigen Überlandleitung können es bis zu 380.000 Volt (380 kV) sein. Tesla, der als Miterfinder des Drehstroms gilt, starb mit 86 Jahren in New York. Bis heute ist unklar, ob er eines natürlichen Todes starb. Wegen seiner abgeblich erfundenen “Todesstrahlen” werden Geheimdienste verdächtigt, ihn umgebracht zu haben.

Anmerkung:
Edison dürfte den Gleichstrom wider besseres Wissen als harmlos bezeichnet haben, weil er damit dessen Akzeptanz im Volk verbessern wollte. Bereits 100 Jahre früher hatte Galvani an Froschschenkeln entdeckt, dass Gleichstrom zu Muskelkontraktionen führt. Dieser Sachverhalt war Edison mit Sicherheit bekannt. Während Wechselstrom Muskelflimmern verursacht, verkrampft ein fließender Gleichstrom die Muskulatur dauerhaft. Dadurch ist es möglich, dass (bei entsprechender Spannung) ein mit der Hand umfasster elektrischer Leiter nicht mehr losgelassen werden kann. 

“Tesla” ist auch eine Maßeinheit für die magnetische Flussdichte.
Per Definition ist 1 Tesla ein Newton pro Ampere und pro Meter. 1 Tesla entspricht also derjenigen magnetischen Flussdichte, die auf einen Leiter von 1 Meter Länge, durch den 1 Ampere Strom fließt, exakt 1 Newton Anziehungskraft ausübt.

Tesla” (Tesla Inc.) ist weiterhin der Name eines US-amerikanischen Unternehmens, das u. a. E-Autos und dafür geeignete Batterien produziert. Eigentümer: Elon Musk.

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