Traum 

Obwohl jeder Mensch weiß, was man als Traum bezeichnet und Traumforscher sich seit vielen Jahrzehnten mit dem Phänomen des Träumens beschäftigen, gibt es nach wie vor keine schlüssigen oder beweisbaren Definitionen dafür. Bisher ist der Traum nur Gegenstand von Theorien und Spekulationen.

Hubbard* bezeichnete Träume als “Zerrbilder” des Reaktiven Verstands* und ordnete sie damit dem zu, was gemeinhin als das Unterbewusstsein bezeichnet wird. Genau genommen also ein Bewusstsein, das sich “unter” dem Bewusstsein des Wachzustands befindet. Somit könnte der Traum schlicht eine andere Bewusstseinsstufe sein.  Auch wenn Neurologen oder Psychiater das Träumen stets als eine Funktion des Gehirns ansehen, können sie nicht einmal ansatzweise erklären, was dabei vor sich geht. Nicht verwunderlich, denn sie können auch “Bewusstsein” nicht definieren. Die Mediziner wissen nur, dass bei jemandem, der sich im Koma befindet, das Bewusstsein “abhanden” gekommen ist. Warum es bei manchen Patienten erst nach Wochen oder auch Monaten wiederkehrt, bei anderen gar dauerhaft verloren geht, ist ihnen unverändert ein Rätsel. Insbesondere dann, wenn das Gehirn unverletzt ist, ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird und keinerlei Funktionsstörungen erkennen lässt.  

Letzteres gibt einen deutlichen Hinweis, dass “Bewusstsein” und “Unterbewusstsein” nur verstanden werden können, wenn man sich einer spirituellen Betrachtung öffnet. Solchermaßen unterstellt, dass der Mensch nicht sein Körper ist und auch nicht durch sein Gehirn repräsentiert wird, machen die Dinge mehr Sinn, ihn als als geistiges (spirituelles) Wesen zu betrachten. Dieses immaterielle Etwas, das gewöhnlich auch als “Seele” bezeichet  wird, könnte man als eine “Einheit” bezeichnen, die sich ihres Bewusstseins bewusst ist. Dass sie auch ein “Unterbewusstsein” besitzt, dessen Inhalt sie jedoch nicht kennt, ist das Dilemma jedes einzelnen Wesens. Der Inhalt dieses Unterbewusstseins bestimmt den Grad der geistigen Gesundheit bzw. das Ausmaß psychischer Störungen bis hin zur echten Geisteskrankheit.

Dass das Unterbewusstsein u.a. im Schlaf als Traum aktiv wird, hat zum Beispiel die Psychoanalytiker* auf die Idee gebracht, damit den Ursachen psychischer Störungen auf die Spur zu kommen. Leider waren sie bis zum heutigen Tage nicht sehr erfolgreich, denn der Traum ist für jede Art der Psychotherapie absolut wertlos. Das Unterbewusstsein ist chaotisch strukturiert und lässt sich daher nicht “analysieren”. Bei den angeblich herausgelesenen “Symboliken” so mancher Traumerlebnisse handelt es sich In Wahrheit um ganz subjektive Interpretationen des Therapeuten, die dem Patienten vermitteln sollen, was mit ihm “verkehrt” ist. Es ist daher nicht anmaßend, Traumdeutungen als Scharlatanerie zu bezeichnen.

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