Ausbildung

Die Ausbildung, besonders von Auditoren, wird in der Scientology-Organisation sehr ernst genommen und wäre mit “preußischer Gründlichkeit” noch zu mild beschrieben. Jedes von Hubbard* veröffentlichte Wort muss nachprüfbar verstanden worden sein und alle technischen* Abläufe müssen immer und immer wieder bis zur Perfektion gedrillt werden. Wer das als Auszubildender nicht leisten kann, wird aussortiert. Dieser Anspruch soll vermitteln, dass das Beste gerade gut genug ist, um die Menschheit zur geistigen Freiheit zu führen.

Hubbard war zu seinen Lebzeiten besorgt, dass seine Techniken durch unqualifizierte oder bösartige Personen so verändert werden könnten, dass sie nicht mehr funktionieren würden. Er gab ab 1965 eine Serie von Richtlinienbriefen (Policies) mit dem Titel “KEEPING SCIENTOLOGY WORKING”, (Abkürzung: KSW), heraus. Wikipedia:
https://en.wikipedia.org/wiki/Keeping_Scientology_Working

https://stss.nl/stss-materials/English/Courses%20Black%20und%20White%20Printing%20EN_BW_CR/EN_ BW_CR_Keeping_Scientology_Working__KSW.pdf


Die mit diesen Richtlinien verbundene Absicht Hubbards wurde von
Miscavige* komplett unterlaufen. Auch wenn die KSW-Serie 1 zu Beginn eines jeden Kurses von den Auszubildenden stets neu studiert werden muss und damit der Eindruck erweckt wird, alles gehe mit rechten Dingen zu, wurden Hubbards Techniken massiv verändert, indem Streichungen, Neuformulierungen oder Hinzufügungen vorgenommen wurden. Die “Studenten” werden bis zum heutigen Tag dadurch getäuscht, dass Schriftstücke (mit technischen Inhalten) Hubbards Unterschrift tragen, oder dass ohne Nachweis immer wieder behauptet wird, man hätte alte Aufzeichnungen von ihm gefunden, die einen abweichenden Wortlaut hätten. Am deutlichsten sichtbar ist das in den OT-Stufen* IV bis VIII. Sie haben keine Ähnlichkeit mehr mit dem, was Hubbard seinerzeit auf die Brücke* setzte.

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