Verwirrung

Ein Zustand, bei dem es dem Betroffenen an “stabilen Daten” mangelt. Daten sind dann stabil, wenn eine subjektive Gewissheit über ihre Richtigkeit besteht. Fehlt diese Gewissheit oder sind überhaupt keine Daten vorhanden, verliert die Person sozusagen den festen Boden unter den Füßen. Etwas, das ein Individuum verabscheut. Um die Verwirrung zu beseitigen, erschafft es selbst durch
Postulat* neue Daten und verwendet sie ab sofort im Leben, um das jeweilige Thema oder Phänomen zu erklären und dadurch nicht mehr verwirrt zu sein. Wenn das so erschaffene Postulat nicht der Realität entspricht und zur fixen Idee wird, wird es Service Faksimile* genannt.      

Verwirrungen sind häufig die Ursache für geistige Störungen. Der Therapeut kann sie beheben, wenn er die zeitlich vor einem Postulat liegende Verwirrung ausfindig macht und Letztere dadurch zum Verschwinden bringt, dass sie von der Person vollständig konfrontiert wird. Dabei muss diese den selbst “erklärten” Sachverhalt vorbehaltlos anschauen, wie er wirklich ist. Siehe
Postulate auditieren*.  

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