Drogen-Rundown*

Die ersten beiden Absätze des folgenden Textes finden Sie gleichlautend unter Reinigungsrundown*

Hubbard* sah Drogen als sehr ernstes Problem an, wenn man jemanden auditieren wollte. Das macht auch Sinn, weil sie zumindest vorübergehend die Wahrnehmung und das Bewusstsein verändern. Wenn jemand erfolgreich auditiert werden will, darf er in dieser Zeit keinerlei Drogen zu sich nehmen. Auch nicht zwischen den Sitzungen.

Das alleine reicht jedoch nicht aus. Wer in der Zeit davor Drogen genommen hat, wozu auch Arzneimittel, (insbesondere  Psychopharmaka), gehören, kann ebenfalls zunächst nicht regulär auditiert werden. Weiterhin gelten aufgenommene Pestizide, Herbizide, Konservierungsstoffe, Giftstoffe aller Art sowie Strahlung und auch Alkohol ebenfalls als “behandlungsbedürftig”. Sie alle gelten hinsichtlich der geistigen Gesundheit als “Drogen”. Ihre Wirkstoffe lagern sich im Fettgewebe des Körpers ab und können von dort später wieder schubweise in den Blutkreislauf abgegeben werden. Die längere Einnahme bewusstseinsverändernder Stoffe bewirkt auch ohne solche Ausschüttungen, dass die Person Geschehnisse aus ihrer Vergangenheit häufig nur noch wie durch eine Milchglasscheibe wahrnimmt.

Zur Überwindung der negativen geistigen Auswirkungen früheren Drogenkonsums ist es nötig, betroffene Personen davon zu befreien. In der Scientology-Organisation werden dafür zwei Abhilfen bereitgestellt:
Der Scientology-Drogenrundown und der NED-Drogenrundown.

Anmerkung
Genau genommen gibt es aktuell drei dieser Rundowns. Siehe
OT IV*

Der Scientology-Drogenrundown, siehe auch Technikmängel 1b*., ist der jüngere von beiden. Er wurde eingeführt, nachdem Miscavige* die Brücke* so verändert hatte, dass die Grade*, die nun als “tieferer Ansatz” bezeichnet wurden, zuerst auditiert wurden. Weil Drogen dem Auditing im Wege gestanden hätten, musste dafür eine Lösung ohne Dianetik* her. (Die ursprüngliche Brücke begann mit Dianetik und der dabei praktizierten Rückkehr*.) Bei diesem Rundown, der mittels Rückruf* erfolgt, wird nacheinander jede einzelne Droge dadurch von Ladung* befreit, dass die Anzahl der durch sie in der Vergangenheit erzielten Glücksmomente etabliert wird. Dadurch entfällt das Verlangen, solche Augenblicke wieder neu herbeizuführen. Wird der Rundown korrekt angewendet, und ist die Person dafür auch ausreichend empfänglich, wird sie resistent gegen die Wirkung der jeweils auditierten Droge und erfährt so einen 100%igen Entzug. Alkohol erzielt dann keinen Rauschzustand mehr, Beruhigungsmittel sedieren nicht mehr, Aufputschmittel machen nicht mehr “high”, Schmerzmittel wirken nicht mehr gegen Schmerzen¹). Dies macht deutlich, wie sehr der Geist bei Drogen involviert ist. 

¹) Wenn nach dem Rundown irgendwann eine Schmerzbehandlung unumgänglich wird, muss ein Wirkstoff eingesetzt werden, der bisher noch nicht auditiert wurde. Der menschliche Geist kann diese Dinge präzise differenzieren.

Beim NED-Drogenrundown werden Drogen (nach den Graden) mit NED* bearbeitet. Dies ist in der Regel zusätzlich nötig, weil bei deren Einnahme Postulate* eine Rolle gespielt haben können. Sie werden der auditierten Person mit NED ins Bewusstsein gerückt, jedoch ist deren Auslöschung damit nicht sichergestellt. Zu Hubbards aktiver Zeit (bis 1978) gab es noch kein zuverlässiges Verfahren zur sicheren Beseitigung überlebensfeindlicher Postulate. Heute ist das anders. Siehe Postulate auditieren*.  

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