Wahrheit

In seinem
BASIC DICTIONARY OF DIANETICS AND SCIENTOLOGY definiert Hubbard “Wahrheit” wie folgt:
“Truth is the exact time, place, form and event”.

Deutsch:
Wahrheit ist die exakte Zeit, der exakte Ort, die exakte Form und das exakte Geschehen.”

Auf einem Vortrag des “Saint Hill Special Briefing Course” vom 1. November 1962 sagte Hubbard:
”Es gibt keinen Haltepunkt auf dem Weg zur Wahrheit. Das ist der einzige Pfad, auf dem Sie bis zum Ende gehen müssen. Wenn Sie einmal Ihre Füße auf diesen Weg gesetzt haben, dann müssen Sie ihn bis zu seinem Ende gehen. Sonst werden alle Arten von Schwierigkeiten und Verstimmungen Sie belagern”.

Zitat aus einem Vortrag Hubbards vom 14. Juli 1964:
”Wahrheit muss wahr sein. Sie muss vollständig wahr sein. Sie können nicht nur einen Teil des Weges zur Wahrheit gehen. Das Selbstmörderischste, was Sie tun können, ist nur einen Teil des Weges zur Wahrheit zu gehen. Sie müssen den ganzen Weg zur Wahrheit gehen. Es gibt keine Halbwahrheiten. Eine Halbwahrheit ist die gefährlichste Sache, mit der Sie es zu tun haben können.”

Der Wahrheitsbegriff spielt sowohl in Hubbards Philosophie als auch bei der Anwendung seiner Techniken eine zentrale Rolle und ist Teil seines Axioms 38. (Ein Axiom ist per Definition eine These, die so offenkundig richtig ist, dass sie nicht extra bewiesen werden muss.)

Nach Hubbard entstand das Unterbewusstsein* eines jeden Individuums dadurch, dass es einen erlebten Sachverhalt nicht oder nicht in vollem Umfang akzeptierte, sondern mit einer Lüge versah, um dafür keine Verantwortung übernehmen zu müssen und die Sache so leichter ertragen zu können. Diese Lüge kann eine Hinzufügung, eine Auslassung. eine Veränderung, eine Verfälschung, eine Rechtfertigung oder auch alles zusammen sein. Durch diesen Vorgang erschuf das Individuum in seinem geistigen Universum etwas Neues, das es vorher nicht gab. Dieses Etwas enthielt vom selben Augenblick an Ladung*, denn es gehört zu den Grundeigenschaften eines von Natur aus guten Wesens, dass es “Kummer” verspürt, wenn es an eine eigene Lüge denkt. Um diesen “Kummer” möglichst von sich fernzuhalten, speicherte das Wesen den mit einer Lüge versehenen Sachverhalt an einem Ort ab, der dem Bewusstsein unter normalen Bedingungen entzogen ist, dem Unterbewusstsein.

Jeder neue Sachverhalt, dessen Wahrheit nicht konfrontiert werden sollte, wurde dem Unterbewusstsein hinzugefügt. Das sorgte nicht nur für dessen Fortbestand, sondern vergrößerte es von Mal zu Mal und sorgte so für eine stetige Zunahme der Aberrationen*.

Hubbards Technik besteht darin, möglichst jeden einzelnen mit einer Lüge versehenen und daher mit Ladung beaufschlagten Sachverhalt zu finden, ihn durch die Wegnahme der Lüge als Wahrheit vollständig zu konfrontieren und ihn so im Unterbewusstsein zum Verschwinden zu bringen. Dadurch verschwindet auch die damit verbundene Ladung. Das Endziel ist die Beseitigung des gesamten Unterwusstseins, weil es auf vielerlei Weise Einfluss nimmt auf die Emotionen des Individuums, auf seine Gedanken und Entscheidungen, seine Ziele und seine Beziehungen zu anderen. In dem Maße, wie dieser Einfluss verschwindet, gewinnt das Individuum Stück für Stück seine ursprüngliche Freiheit zurück.   

Das Prinzip deckt sich philosophisch mit einem Jesus-Zitat über den Zusammenhang zwischen Wahrheit und Freiheit. Bei Johannes 8,32 heißt es: “Dann werdet ihr die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.” Der Umkehrschluss lautet: Ohne die Wahrheit zu erkennen, gibt es keine Freiheit.

Mit einer Lüge verfälschte “Sachverhalte” können im Physikalischen Universum stattgefundene Geschehnisse sein. Der Mechanismus gilt aber auch für Postulate*, deren Formulierungen ebenso Lügen enthalten können und dadurch gleichfalls mit Ladung beaufschlagt sind.  Bei Postulaten, die als fixe Ideen, Betrachtungen, Entscheidungen, Absichten usw. überlebensfeindliche Inhalte haben, besteht die Lüge darin, dass sie dem von Natur aus guten Menschen zuwiderlaufen. Zu ihnen gehören vorrangig Service Faksimiles* und böse Absichten*. Etwas wahrheitswidrig negativ zu verallgemeinern, (“alle Politiker sind korrupt”), oder Böses gutzuheißen, (“alle Hunde gehören mit dem Knüppel erschlagen”), und es gegenüber anderen und sich selbst leidenschaftlich als Wahrheit zu vertreten, macht das Individuum im spirituellen Sinne geisteskrank.  

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