Depression  

Sprachlich versteht man darunter eine “Niedergedrücktheit”. In der hier verwendeten Definition handelt es sich um einen seelischen Zustand, der sich u.a. durch einen pessimistischen Ausblick auf die Zukunft, durch diffuse Ängste, Traurigkeit, Hoffnungslosigkeit, Todessehnsucht usw. auszeichnet. Die davon betroffene Person sieht die Welt in einem einheitlichen Grau und nimmt die schönen Dinge in ihrer Umwelt nicht mehr wahr. Trotz partnerschaftlicher oder familiärer Nähe fühlt sie sich einsam und isoliert. Ihr eigenes Leben wird von ihr häufig nur noch als Last empfunden. 

Die Psychiatrie* kennt die Symptome einer Depression und weiß, dass es sich dabei um eine psychische Erkrankung handelt. Deshalb hält sie sich selbst auch für zuständig. Indem sie Psyche* jedoch mit Gehirn gleichsetzt, erklärt sie diese Sache zu einer Organerkrankung und versperrt sich damit selbst den Weg zu wirkungsvollen Heilungsmethoden. Andere Mediziner sehen das zum Teil differenzierter. Indem sie bei Krankheiten von organischen und nichtorganischen Ursachen sprechen, lassen sie erkennen, dass sie Seele und Körper durchaus zu trennen wissen.

Im Widerspruch zu zahlreichen eigenen Verlautbarungen weiß die Psychiatrie hinsichtlich der Ursachen und der wahren Natur von Depressionen im Grunde gar nichts. Sie ergeht sich deshalb in Spekulationen und macht, wie häufig in solchen Situationen, die Vererbung und/oder Umwelteinflüsse (Stressfaktoren) dafür verantwortlich. Die Ärzte beschränken sich in Ermangelung genauerer Kenntnisse darauf, den Patienten in Gesprächen mit seiner Situation vertraut zu machen, ihn zu sportlichen Aktivitäten zu ermuntern und ihn ansonsten mit Antidepressiva zu behandeln. Einigen Betroffenen gelingt es, ihren Zustand wieder zu verbessern, ohne jedoch als wirklich geheilt zu gelten. Die Mehrheit der depressiven Patienten spricht auf die Therapieversuche der Psychiatrie nur wenig oder gar nicht an. Diese Personen finden sich entweder mit ihrem Schicksal ab und versuchen, durch die Einnahme stimmungsaufhellender Psychopharmaka ihr Leben einigermaßen erträglich zu gestalten, oder sie setzen ihm durch Selbsttötung ein vorzeitiges Ende. So räumt die Psychiatrie auf Befragen wider besseres Wissen nicht ein, dass ihr die Qualifikation zur Behandlung von Depressionen fehlt, sondern sie behauptet, dass Depressionen schulmedizinisch heilbar seien.

Wer unter Depressionen leidet, ist erkennbar “introvertiert”. Darunter versteht man eine nach innen gerichtete Aufmerksamkeit, die sich intensiv mit den emotionalen Auswirkungen der in der Vergangenheit verdrängten Traumata* sowie den erlittenen persönlichen Verlusten, aber auch mit den begangenen Verfehlungen und den wahrnehmbaren eigenen bösen Absichten* beschäftigt. Die letzten beiden Dinge sind ursächlich für das Entstehen von Schuldgefühlen, die ein psychisch labiler Mensch kaum konfrontieren kann. Je mehr also die Aufmerksamkeit nach innen gerichtet ist, desto weniger steht für die Gegenwart zur Verfügung. Alles, was geeignet ist, die Blickrichtung des Betroffenen wieder mehr auf die aktuelle Umgebung zu lenken, verbessert daher dessen emotionale Situation. Dazu zählt körperliche Arbeit an frischer Luft, viel Kommunikation mit anderen Menschen, der Umgang mit Tieren, insbesondere aber regelmäßiger Sport, der den Körper fordert. Die dadurch eintretende Steigerung der körperlichen Leistungsfähigkeit kann das geringe Selbstwertgefühl des Depressiven anheben und so eine gewisse Verbesserung des Krankheitszustandes herbeiführen. Jedoch bekämpft dies alles nur die Symptome der Depression, denn ihre eigentlichen Ursachen werden dadurch nicht beseitigt. Dies gilt in gleicher Weise für jede Form der medikamentösen Behandlung. Wird sie nach einer gewissen Zeit eingestellt, kehrt die Depression wieder.    

Die depressive Person leidet massiv unter den geistigen Massen*, die sie mit sich führt. Es ist buchstäblich so, als ob sie eine zentnerschwere Last auf den Schultern hätte, die sie in die Knie zwingt. “Niedergedrückt” beschreibt die Situation also sehr treffend. Außerdem spürt sie die in ihrem Unterbewusstsein gespeicherte schmerzliche Energie*, weiß jedoch nicht, wovon sie im Einzelfall herrührt und wie man sie beseitigen könnte. Alles erscheint wie hinter einem dichten Vorhang verborgen. Je länger dieser Zustand andauert, desto mehr verdichtet sich die Überzeugung, dass herkömmliche Methoden der Behandlung nicht zum Erfolg führen. Eine Lösung rückt so in unerreichbare Ferne, und die Hoffnungslosigkeit nimmt kontinuierlich zu. Gleichzeitig schwindet die Kraft, die es braucht, um das tägliche Leben bewältigen zu können. Am Ende steht dann die Kapitulation.

Wer bereits die Glossardefinitionen von Reaktiver Verstand*, Engramm* und Fall* kennt, hat eine Vorstellung davon, dass man die Ursachen von Depressionen nur aufdecken kann, wenn man sich einer spirituellen* Betrachtung öffnet. Eine Depression ist keine körperliche, sondern eine geistige (= spirituelle) Anomalie. Sie ist keine Erkrankung des Gehirns*) und deshalb mit schulmedizinischen Methoden nicht kausal behandelbar. Depressionen sind die Folge eines nicht mehr konfrontierbar erscheinenden Übermaßes an schmerzlichen Erfahrungen. Der Betroffene fühlt sich davon überwältigt, ohne jedoch genau zu wissen, was vor sich geht. Er weiß nur, dass es mit ihm selbst zu tun hat und dass er deshalb keine Chance hat, dieser Sache zu entfliehen. Am Ende der sich daraus ergebenden Ausweglosigkeit steht nicht selten der Suizid. Der Leidensdruck kann jedoch wirkungsvoll reduziert und letztlich ganz zum Verschwinden gebracht werden, wenn man möglichst viele dieser verdrängten schmerzlichen Sachverhalte mittels einer geeigneten Technik aufspürt und dauerhaft aus dem Unterbewusstsein entfernt. Auditing* ist eine von mehreren funktionierenden Techniken.

*) Physiologische Mechanismen, z.B. Hormonstörungen, können die Manifestationen einer Depression zwar begünstigen oder verstärken, sie sind aber nicht die eigentliche Ursache.

.