Fremdbestimmung

Jedes Individuum möchte gerne vollständig selbst über seine eigenen Angelegenheiten bestimmen. Wird es daran gehindert oder wird es zu Handlungen veranlasst, die es nicht möchte, unterliegt es einem Einfluss, über den es keine Kontrolle ausüben kann. Sehr häufig ist sich die Person jedoch einer solchen Fremdbestimmung nicht bewusst und schreibt die von ihm getroffenen Entscheidungen, seine Handlungen, Reaktionen, Emotionen usw. dem eigenen Willen, seinem Charakter, seiner Erziehung, seiner emotionalen Verfassung oder schicksalhaften Zuständen zu. Die Gesellschaft untersucht grundsätzlich die Ursachen nicht, sondern beurteilt Menschen danach, wie sie sich verhalten. (Im Strafrecht gibt es Ausnahmen, wenn Personen als psychisch krank eingeschätzt werden. Sie werden dann in die Psychiatrie eingewiesen.) 

Gemeint ist hier nicht die Fremdbestimmung, die allgemein durch staatliche Rechtsvorschriften geregelt ist. Im Rechtsstaat* ist jeder vor dem  Gesetz gleich. Es geht um die subjektive Fremdbestimmung, der man auch als Einsiedler unterworfen ist und die die Entscheidungsfreiheit eines Wesens beschneidet oder ganz beseitigt. Sie bewirkt, dass ein Mensch anders denkt und handelt, als er es bei genauer Betrachtung tatsächlich will. Trotzdem tut er es und steht damit nicht selten im Konflikt mit sich selbst. Das kann dazu führen, dass ein Individuum sich selbst verachtet oder sogar hasst. Und zwar dann, wenn es immer wieder der Tatsache zuwiderhandelt, dass der Mensch von Natur aus gut ist.   

Diese Fremdbestimmung kommt aus dem Unterbewusstsein*. Das ist der Bereich, wo der Mensch Dinge ablegt, die er nicht konfrontieren kann oder will. In erster Linie seine überlebensfeindlichen Postulate*. Letztere sind es, die Befehlsgewalt über ihn haben und ihn zeitweilig zu einer ganz anderen Person machen. Das jeweilige Postulat trifft Entscheidungen zu einem Zeitpunkt, an dem diese das Bewusstsein noch gar nicht erreicht haben. Ein beängstigender Sachverhalt. 

Man könnte in diesem Zusammenhang also davon sprechen, dass subjektiv fremdbestimmte Menschen aus mehreren “Persönlichkeiten” bestehen, die von unterschiedlichen Postulaten beherrscht werden. Sind die zeitweiligen Unterschiede nicht groß oder treten sie nur selten auf, wird das von Anderen zwar registriert, aber nicht sonderlich ernst genommen. Anders ist es, wenn die Person schwerwiegende Auffälligkeiten zeigt. Zum Beispiel Verfolgungswahn, Halluzinationen, das Hören von Stimmen, schwere emotionale Störungen, häufige Stimmungsschwankungen, Wahrnehmungsstörungen, aber auch aggressives oder völlig unkontrolliertes Verhalten. In diesen Fällen spricht die Medizin von Schizophrenie und bezeichnet sie als eine Form der Psychose*. Sie definiert deren Symptome, weiß über die Ursachen aber absolut nichts. Im Grunde nicht verwunderlich, denn die Psychiatrie hält die Schizophrenie für eine organische Erkrankung und sucht die Gründe für solche Auffälligkeiten im Gehirn. Entsprechend erfolglos ist sie bei den Versuchen, Schizophrenie zu heilen. Mit Psychopharmaka kann sie nur gemildert oder zeitweilig unterdrückt werden.  

In Wahrheit ist die Psychose ein spirituelles Phänomen und kann deshalb auch nur mit spirituellen Techniken beseitigt werden. Lesen Sie dazu den Beitrag “
Geistige Freiheit”.

.