Postulate* auditieren

Jedes Individuum verursacht selbst seine
Aberrationen* durch Postulate. Im Grunde weiß das die Menschheit seit langer Zeit und formuliert es mit dem Sprichwort, wonach jeder seines eigenen Glückes Schmied ist. Hubbard brauchte eine Weile, es als wahr zu erkennen, denn in seinem 1950 erschienenen Buch “Dianetik” hatte er noch den Reaktiven Verstand* als die einzige Ursache von Aberrationen und psychosomatischen Krankheiten bezeichnet. Damals vertrat er die Auffassung, dass man nur diesen Teil des “Verstands” beseitigen müsste, um geistig völlig gesund zu werden. Obwohl er dann später Postulate als die wahren Verursacher ausmachte, hat er diesem Sachverhalt bei der Gestaltung seiner Brücke* nicht die nötige Aufmerksamkeit zuteil werden lassen. Auditing hat dort erklärtermaßen das Ziel, Ladung* zu finden und zu beseitigen. Postulate sicher zum Verschwinden zu bringen, gelang erst ab 1984 durch den FPRD*¹). Hubbard hatte zu diesem Zeitpunkt keine Kontrolle mehr über seine Organisation. Deshalb ist die Urheberschaft dieses Rundowns* unklar. Zwar stand nun ein funktionierendes Werkzeug zur Verfügung, es wurde (und wird bis heute) jedoch nicht konsequent genug eingesetzt. Hinzu kommt, dass mit dem FPRD längst nicht alle Postulate gefunden werden können. Als Folge davon werden die meisten Personen, die Hubbards Brücke folgen, nicht ausreichend von solchen überlebensfeindlichen Festlegungen befreit. Ein schwerwiegender Mangel, der einen der Hauptgründe darstellt, warum diese Personen nicht oder nicht in dem erwünschten Maß dauerhaft die Tonskala* hinaufgehen. Das gilt für den Clear* ebenso wie für den OT VIII*. Das Entfernen von Ladung verschafft Erleichterung und führt zu einer gewissen psychischen Stabilisierung. Das Ziel geistiger Freiheit wird damit nicht erreicht. Wer weiterhin bei sich die Anwesenheit überlebensfeindlicher Postulate spürt, ist als grundlegend gutes Wesen nicht bereit, sich selbst vorbehaltlos zu vertrauen. Das hat wiederum zur Folge, dass er sich selbst keine zusätzlichen Fähigkeiten gestattet.

¹) Postulate können nach dem derzeitigen Erkenntnisstand nur dadurch sicher zum Verschwinden gebracht werden, dass man diejenige Verwirrung findet und vollständig konfrontiert, die zum Erschaffen des Postulats geführt hatte. Mit NED* werden zwar auch Postulate gefunden, es ist bei diesem Verfahren jedoch nicht sichergestellt, dass sie anschließend verschwunden sind. (Siehe dazu die Anmerkungen bei NED.) Es ist deshalb als Mangel anzusehen, dass mit den von Hubbard zu seinen aktiven Zeiten erschaffenen Werkzeugen Service Faksimiles* und böse Absichten* nicht zuverlässig beseitigt werden können.

Der FPRD wurde 1996 (zehn Jahre nach dem Tod Hubbards) noch einmal revidiert und ist nach wie vor verbesserungsbedürftig. Um Postulate aufzulösen, müssen sie zunächst gefunden werden. Dazu ist der FPRD gegenwärtig nur eingeschränkt geeignet. (Siehe dazu “Technikmängel”, Abschnitt g. “Böse Absichten”.)    

Der in spirituellen Kreisen bekannte Verfasser “L.KIN” hat mehrere Bücher veröffentlicht und darin unter anderem das Auditieren von Postulaten beschrieben. Es füllt eine Lücke und ist damit eine wertvolle Ergänzung. Das Verfahren ist einfacher als man denken mag. Wer Lock Scanning* beherrscht, kann es anwenden. Über diesen Link steht ein Download im PDF-Format bereit. Dafür benötigen Sie den Adobe-Reader oder eine vergleichbare Software.      

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