Expanded Dianetics abgekürzt: “XDN”. Deutsch. “Erweiterte Dianetik”

XDN  ist ein Verfahren, mit dem unter gewissen Voraussetzungen mittels NED* u.a. böse Absichten* sowie Service Faksimiles* beseitigt werden können. Die Einschränkungen werden im nachfolgenden Text erläutert.

Erst relativ spät erkannte Hubbard, dass es sich bei diesen beiden Phänomenen um Postulate* handelt, die die eigentliche Ursache von Geisteskrankheit (im spirituellen Sinn) sind. Beide Postulat-Typen sind sich sehr ähnlich und unterscheiden sich gelegentlich nur in einer geringfügig variierten Formulierung. Hubbard nannte die böse Absicht und das Service Faksimile “Blutsbrüder”. Er bezeichnete sie als “betonhart”, weil sie durch normales Auditing nicht beseitigt werden können. Es sind von der Person selbst erschaffene “stabile Daten”, an denen sie sich festkrallt, weil sie befürchtet, bei einer Aufgabe dieser Postulate den festen Boden unter den Füßen zu verlieren. Deshalb sträubt sie sich zunächst mit aller Macht, davon loszulassen.   

Da es sich bei XDN um Dianetik*-Auditing handelt, darf es gemäß einer Hubbard-Vorschrift an Clears* und OTs* nicht angewendet werden. Dadurch ist eine größere Zahl an Personen in der Scientology-Organisation davon ausgeschlossen. Das ist die erste große Einschränkung.

XDN wurde und wird auch sonst kaum angewendet, da es seit 1983 den FPRD* gibt. Ein Verfahren, bei dem böse Absichten und Service Fakismiles ohne die Anwendung von Dianetik gefunden und gehandhabt werden können. Im Unterschied zum FPRD hat XDN den Vorteil, dass die damit auditierte Person auch Ladung* auf zusätzlichen “Flüssen” loswerden kann. Diese kann man sich als Bewegungen von Energien oder Partikeln mit unterschiedlichen Richtungen vorstellen. Die meisten Hubbard-Prozesse* werden auf 4 Flüssen (F1 bis F0) auditiert.

F1 Etwas, das mir angetan wurde.
F2 Etwas, das ich einem anderen angetan habe
F3 Etwas, das andere anderen angetan haben
F0 Etwas, das ich mir selbst angetan habe.

Siehe hierzu den Beitrag zu Fluss* (Flow).

Auf Dianetik wird die Person durch
Rückkehr* immer wieder durch das gefundene Geschehnis geschickt, um die damit verbundene Ladung abzubauen. Ist das geschehen, wird die Person gefragt, ob sie zur Zeit des Geschehnisses ein Postulat gemacht hat. Eine rhetorische Frage, denn die Existenz eines Postulats wird bei NED vorausgesetzt. Äußert es die Person und schwebt darauf die Nadel, ist das das Endphänomen*. Nach der Theorie ist das Engramm (bzw. dessen Kette*) durch die Äußerung des Postulats ausgelöscht.

Was offen bleibt, ist, ob durch die Äußerung auch das Postulat selbst verschwunden ist. Bei XDN stellt sich diese Frage besonders für die böse Absicht oder das Service Faksimile. Technisch hängt das davon ab, ob die Person das Postulat “durch Inspektion” zum Verschwinden bringen kann. Darunter versteht man das vollständige Konfrontieren der Umstände, die zum Erschaffen des Postulats geführt haben. (Engl. “blowing by inspection”). In der Mehrzahl der Fälle geschieht das nicht. Das Postulat bleibt dann bestehen. Auch beim FPRD ist es in aller Regel nicht damit getan, den Wortlaut des Postulats anzuschauen. In solchen Fällen muss die Person dazu veranlasst werden, den ersten Augenblick der davor liegenden Verwirrung zu konfrontieren. Erst dann gibt sie das Postulat auf.

Für XDN bedeutet das Fortbestehen ein Fehlschlag, denn das Verfahren zielt auf die Beseitigung des überlebensfeindlichen Postulats ab. Hubbard glaubte, dieses Ziel durch das Entfernen von Ladung erreichen zu können. Entweder hat er das Risiko des Scheiterns gekannt und es bewusst in Kauf genommen, oder er war naiv, als er diese Technik zu Papier brachte. Zu diesem Zeitpunkt war ihm offensichtlich noch nicht klar, was das Erschaffen eines Postulats verursacht. Mit XDN werden Zeiten auditiert, als man die böse Absicht oder das Service Faksimile “hatte”. Das liegt später als die Erschaffung des Postulats. Das Erschaffen ist auch nicht der Beginn, denn zeitlich davor befindet sich eine Verwirrung, die wiederum einen frühesten Augenblick hat. In der Dianetik ist es eine feste Regel, stets an das früheste Geschehnis zu gelangen, um den geladenen Sachverhalt auszulöschen. Diese Regel wird hier nicht beachtet.

Fazit: XDN baut Ladung ab, aber die Beseitigung einer bösen Absicht oder eines Service Faksimiles ist damit nicht garantiert. Das ist die zweite große Einschränkung. XDN ist als Verfahren damit insgesamt fragwürdig.

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