Sitzung 

ist als Wort in der hier gebrauchten Definition der Psychotherapie entlehnt und bezeichnet einen zeitlich begrenzten Vorgang, bei dem Therapeut und Patient miteinander in Kommunikation sind.
Auditing*, das nach eigenem Verständnis keine Psychotherapie sein will, definiert sich etwas anders. Hier befinden sich Auditor* und Preclear* an einem ruhigen Ort, wo keine Störung von außen zu erwarten ist. Der Auditor stellt bestimmte Fragen und achtet darauf, dass sie vollständig beantwortet werden. Letzteres ist notwendig, damit die ursprünglich als unkonfrontierbar erscheinenden und deshalb “verdrängten” Geschehnisse nun genau angeschaut werden. Abhängig davon, was in der Sitzung erreicht werden soll, gibt der Auditor auch kommunikative Anweisungen und sorgt dafür, das sie vom Preclear ausgeführt werden. Beides hat grundlegend den Zweck, den Preclear dazu zu veranlassen, sich mit seinem Fall* auseinanderzusetzen und dabei Ladung* loszuwerden.

Der Ablauf einer Sitzung unterliegt festen Regeln, die sicherstellen sollen, dass optimale Ergebnisse erzielt werden. Dazu gehört, dass dem Preclear Beginn und Ende der Sitzung unmissverständlich mitgeteilt werden, dass der Auditor stets auf starkem Interesse zuhört, was der Preclear sagt und es anschließend bestätigt. Dem Auditor ist untersagt, den Preclear zu bewerten, ärgerlich mit ihm zu werden, ihn ins Unrecht zu setzen, ihn eigenen Willkürlichkeiten zu unterwerfen usw.   

Die Sitzung vermittelt dem Preclear deshalb ein Gefühl der Sicherheit. Außerdem wird der Auditor auf diese Weise zum Verbündeten des Preclears, der es Letzterem ermöglicht, die Barrieren des Unterbewusstseins* zu überwinden und dadurch den dort abgelegten seelischen Schmerz loszuwerden.

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