NED  Abkürzung für “New Era Dianetics” (“Dianetik der neuen Ära”), auch bekannt als R3R(A)

Im Vergleich zu dem Verfahren, das zum Auditieren von Engrammen* im “Dianetik*-Buch” von 1950 beschrieben ist, ist das von Hubbard* Ende der 1970er Jahre herausgegebene NED etwa 100 mal so schnell. Es stellt darauf ab, dass jede Engramm-Kette* oder jedes Secondary* von einem Postulat* aufrechterhalten wird. Folgerichtig muss dieses Postulat in der Sitzung gefunden und von der auditierten Person geäußert werden, um so die Kette oder das Einzelgeschehnis zum Auslöschen zu bringen.  

Durch die Beziehung des Engramms zu einem Postulat wird deutlich, dass Postulate für die Aberrationen* einer Person verantwortlich sind und dass somit das spirituelle Wesen “Geisteskrankheit” selbst erschafft.

Aus Hubbards ”Fortgeschrittenes Verfahren und Axiome”:
1. ”Jede einzelne Aberration des menschlichen Verstandes und des menschlichen Körpers hat ein ursprüngliches Postulat, derartig aberriert zu sein”.
2.
”Die eigenen Gedanken und Postulate des Preclears sind die Quelle der Aberration”.:

Bei den psychischen Störungen eines Menschen handelt es sich also nicht um Manifestationen des Gehirns, wie die Psychiatrie glaubt, und deshalb nicht um das Ergebnis einer Organerkrankung. Sie lassen sich daher auch nicht kausal durch Medikamente heilen. Medikamentös können zeitweilig nur bestimmte Symptome gelindert oder auch ganz unterdrückt werden. Das zeigt sich besonders deutlich bei Depressionen*. Sobald das Medikament nicht mehr eingenommen wird, treten die Symptome wieder auf, denn es wurden damit die eigentlichen Ursachen nicht beseitigt.

Für den, der lange genug mit NED auditiert wird, wird die Eigenverantwortlichkeit irgendwann zur Gewissheit. Auch wenn es im Einzelfall für die auditierte Person nicht immer leicht zu konfrontieren sein mag, verändert diese Erkenntnis von nun an ihren Blick auf den eigenen Fall*. Sie weiß plötzlich, dass sie ihre psychischen Störungen nicht nur selbst initiiert hat, sie kann sie auch selbst wieder vollkommen zum Verschwinden bringen. Dabei verschwinden in der Regel auch damit im Zusammenhang stehende psychosomatische Erkrankungen.

NED ist ein machtvolles Werkzeug, das in den Händen eines darin ausgebildeten Auditors sehr schnell zu spektakulären Fallverbesserungen führen kann. Mit NED kann auch der Zustand Clear* erreicht werden. Es gelangt jedoch dort an seine Grenzen, wo es (ausschließlich) als Werkzeug zur Beseitigung von Postulaten eingesetzt werden soll. Zwar wird mit dieser Technik regelmäßig ein Postulat gefunden, dieses verschwindet jedoch nur, wenn die Person sich in einem guten Zustand befindet und es “durch Inspektion” auflösen kann. Nach der Theorie des FPRD* gibt die auditierte Person ein Postulat normalerweise nur auf, wenn sie die davor liegende Verwirrung vollständig konfrontiert. Es ist strittig, ob diese Verwirrung identisch mit dem auf NED gelaufenen Geschehnis ist.

Die von Hubbard für das NED-Verfahren zu Papier gebrachte Frage lautet:
“Did you make a postulate at the time of that incident?”
Deutsch: „Hast du zu der Zeit dieses Geschehnisses ein Postulat gemacht?"
Diese Formulierung lässt Zweifel über die zeitliche Abfolge aufkommen. Dass ein solches Postulat nicht zwangsläufig verschwindet und dann Unsicherheit zurückbleibt, erkennt man als Auditor daran, dass die Person nach der bei NED als Endphänomen* deklarierten Äußerung des Postulats gelegentlich fragt, “ist es nun weg?”, “passiert mir das womöglich wieder?”, “bin ich das jetzt los?” usw.  

Zur Frage der zeitlichen Abfolge bei NED siehe auch Expanded Dianetics*.

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