Dämon

Es gibt hierfür keine einheitliche Definition. Das Wort stammt aus dem Griechischen und bedeutet “Geist eines Abgeschiedenen” Frei übersetzen könnte man es mit “Seele eines Toten”. “Dämonisch” wird heute vielfach nur noch negativ im Sinne von “bösartig” gebraucht. Entsprechend gilt, dass ein Dämon Destruktives im Schilde führt und dem Menschen nach besten Kräften schaden möchte. Erhalten hat sich jedoch dabei fast immer die Vorstellung, dass es sich um ein rein geistiges bzw. spirituelles Phänomen handelt. Lediglich die Psychiatrie sowie ein Teil der restlichen Ärzteschaft hält es heute für eine psychische und daher aus ihrer Sicht für eine organsiche Erkrankung, wenn jemand Symptome einer “Besessenheit ” zeigt.   

Den “Dämonen” wird besonders im Markus-Evangelium der Bibel größere Aufmerksamkeit gewidmet. Dort wird wiederholt davon berichtet, dass Jesus einzelne Personen von Dämonen befreite, die von ihnen Besitz ergriffen hatten und einen negativen Einfluss auf sie ausübten. In diesen Zusammenhang gehört  der heute noch zeitweilig von der Katholischen Kirche praktizierte Exorzismus. Dabei geht es mittels bestimmter Techniken um das Vertreiben eines bösartigen Dämons. (Siehe dazu auch den umfangreichen Beitrag von Wikipedia zum Exorzismus.) Die Existenz von Dämonen wird in zahlreichen Kulturen unserer Welt als Tatsache betrachtet, ist jedoch hierzulande den meisten Menschen nicht sonderlich real. 

Bei Hubbard spielen Dämonen auf einem Teil seiner OT-Stufen* eine wichtige Rolle. Für ihn sind sie geistige (spirituelle) Wesen “wie du und ich”, die keinen Körper besitzen und sich stattdessen in oder am Körper eines Menschen bzw. in dessen unmittelbarer Nähe aufhalten. Sie gelten nicht als generell böse, aber in der Regel als desorientiert bzw. von einem Misskonzept beherrscht, wer oder was sie sind. Ihre Anwesenheit ist unerwünscht, denn sie werden als die Verursacher von Schmerzen, Krankheiten, überlebensfeindlichen Gefühlen und Gedanken sowie anderen Phänomenen angesehen, denen ein Individuum nicht ausgesetzt sein möchte.

Hubbard entwickelte Techniken, um (ähnlich wie die Exorzisten) mit Dämonen zu kommunizieren, wobei stets das Ziel im Vordergrund stand, sie loszuwerden. Er dehnte das Thema jedoch völlig realitätsfern aus. Danach ist im Grunde jeder Mensch von einer unüberschaubaren Zahl an Dämonen umgeben, die es mit den von Ihm entwickelten Verfahren zu entfernen gilt. Dabei spielen offenbar autosuggestive Mechanismen eine wesentliche Rolle, denn die damit befassten Personen sind zutiefst von diesem behaupteten Sachverhalt überzeugt.

Die Existenz körperloser Seelen soll hier nicht generell in Frage gestellt werden. Sie hat jedoch keinesfalls das von Hubbard behauptete Ausmaß und auch nicht die ihr zugeschriebene Wichtigkeit. Da OT III* als eine Ansammlung von auf Wahnvorstellungen beruhenden Unwahrheiten angesehen wird, steht auch die Seriosität der Stufen OT II sowie OT IV bis VII ernsthaft in Frage. Lesen Sie zu diesem Thema auch den Beitrag über Spiritismus*.  

.